Du kannst es, du weißt es nur noch nicht

Die Kraft der Hypnose
 
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 24. Oktober 2011 | 192 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06187-6 (ISBN)
 
Wenn ein 5-Euro-Schein plötzlich 100 Kilo wiegt
Menschen unter Hypnose tun die unglaublichsten Dinge - und fühlen sich dabei ganz normal. Dieses erstaunliche Potenzial muss sich doch auch für den Alltag nutzen lassen. Hypnose-Therapeut und Show-Hypnotiseur Andreas Ahnfeldt, alias Aaron, führt durch die geheimnisvolle Welt der Hypnose und zeigt, was mithilfe der mentalen Kräfte alles machbar ist: So wird Unmögliches möglich!


Andreas Ahnfeldt, geboren 1967, ist seit über 10 Jahren als Hypnose-Trainer tätig und Mitglied der Gesellschaft für angewandte Hypnose e. V. Als Aaron tritt er regelmäßig weltweit in seiner eigenen Hypnose-Show auf, die bereits von über 1 Million Menschen besucht worden ist. Darüber hinaus konzipiert er als Regisseur neue Showkonzepte für Produktionen in der ganzen Welt. Zuletzt feierte er Premieren in Dänemark und Holland.
Deutsch
0,33 MB
978-3-641-06187-6 (9783641061876)
3641061873 (3641061873)
weitere Ausgaben werden ermittelt
6 Neue Wege gehen (S. 98-99)

Über unsere alten Gewohnheiten und Verhaltensmuster haben wir bereits gesprochen. Eine wichtige Erkenntnis dabei ist, dass lediglich ein Teil von uns diese unerwünschten Verhaltensweisen begeht. Es ist nicht unser gesamtes Ich, das raucht, zu viel oder zu wenig isst, sich im Stress verliert. Es ist nur ein Teil! Dieser Teil mag sich ein wenig verselbstständigt haben, er hat sich sozusagen unserer Kontrolle entzogen. Doch da auch er zu uns gehört, können wir die Kontrolle über ihn zurückerlangen. Dann gelingt es uns auch, Muster zu unterbrechen und stattdessen etwas für uns Sinnvolles zu tun.

Ich möchte Ihnen dies anhand eines Fallbeispiels aufzeigen. Zu mir kam Julia. Sie hatte sich wie viele von uns schon seit Jahren immer wieder vorgenommen, ihre Essgewohnheiten zu verändern. Streckenweise war ihr das geglückt, doch wie sie selbst erkannte, war der Griff zur Schokolade inzwischen so automatisch geworden, dass er sich zu einem Gesundheitsproblem entwickelt hatte. Das geht vielen von uns so. Schon wenn wir einkaufen gehen, wissen wir sehr wohl, dass der Gang in die Süßigkeitenabteilung der Anfang vom Ende aller guten Vorsätze ist. Vielleicht mahnt uns eine innere Stimme, dass wir uns doch eigentlich etwas anderes vorgenommen hatten. Doch sofort meldet sich eine andere Stimme zu Wort und kontert:

»Ich kann es mir ja dieses Mal einteilen.« Sprich: mein Verhalten kontrollieren. Und das ist richtig, wir können es – oder besser: könnten. Wenn wir denn die Signale erkennen würden, ab wann sich unser Verhalten der Kontrolle entzieht. Haben wir uns zum Ziel gesetzt, keine Süßigkeiten zu essen, ist der Kauf noch nicht unmittelbar ein Verstoß gegen diese Abmachung mit uns selbst. Sie macht ihn nur einfacher. Sind die Süßigkeiten, der Tabak, die Flasche Wein erst einmal daheim in unserer Reichweite, gilt es, achtsam zu sein. Sind wir es denn, die Schokolade essen wollen, die Zigarette anzünden, den Wein einschenken? Oder ist es nur ein Teil von uns? Ich fragte Julia, was sie denn dazu meine. Sie überlegte, dann sagte sie:

»Das ist nur ein Teil, sonst könnte ich ja nicht damit aufhören wollen. Aber es ist ein ganz schön mächtiger Teil.« Ich fragte sie daraufhin, ob sie sich diesen Teil vorstellen könne. »Wie sieht er denn aus?«, wollte ich wissen. »Ist er vielleicht drei Meter groß und schwarz?« »Nein«, lachte sie. »Er sieht aus wie das Michelin-Männchen. Er ist nicht so groß, aber kompakt und wendig.« »Und was macht er, damit er Sie dazu bewegen kann, die Schokolade zu essen?«, fragte ich weiter. »Er springt auf meine Schulter und flüstert mir ins Ohr, dass es in Ordnung ist, und wie lecker es schmecken wird.

Er ist ziemlich geschickt und dabei so nett.« Auf diese Weise schilderte sie mir, wie sie die Kontrolle über ihr eigenes Verhalten abgab. Ich sagte es ihr: »Nun ist dies ja nur ein Teil von Ihnen, der sich jedoch Autorität über Sie verschafft und Ihr Verhalten lenkt.« Die Erkenntnis, dass nicht wir es sind, die sich so verhalten, sondern nur ein Teil von uns, ist ein wichtiger Schritt in diesem Prozess, der hin zu einer Veränderung führen kann. »Wo müsste der Teil sich denn befinden, und wie groß müsste er sein, damit Sie ihn unter Kontrolle haben?«, fragte ich weiter. Sie zögerte nicht lange.

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