Papa@Home

Roman
 
 
Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 17. März 2011
  • |
  • 300 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0652-8 (ISBN)
 
Hauptgewinn für Kathi: Steile Karriere, schicker Dienstwagen, noble Firmenvilla in einem Vorort von Chicago, zwei süße Kinder und ein Ehemann in Elternzeit - der ultimative Mütter-Traum! Doch für den Papa im Pampers-Dienst ein wahrer Alptraum: Tobias rotiert zwischen Bio-Küche und Baby-Gym, Waschmaschine und Wischmopp, bis ... tja, bis er sich vor seinen attraktiven Nachbarinnen kaum noch retten kann und die Vorzüge des coolen Hausmann-Daseins erkennt. Tobias+ mysteriöse Wandlung trifft Kathi mit voller Breitseite ... Eine charmante Komödie über einen hoffnungsvollen Rollentausch
1. Aufl. 2011.
  • Deutsch
  • 0,83 MB
978-3-8387-0652-8 (9783838706528)
3838706528 (3838706528)
weitere Ausgaben werden ermittelt
26. Kapitel (S. 211-212)

Anders. Einfach ein bisschen anders, so könnte man das Leben bei uns in der Tulip Lane beschreiben, seit Che eingezogen ist. Er hat sich unseren Angestelltentrakt recht wohnlich gestaltet, so hängt bekanntlich vor seinem Fenster statt Gardine ein Che-Guevara-Transparent. Sein Zimmer ist nun immer in ein sinnliches Rot getaucht, weil eben diese rote Fahne mit der Aufschrift HASTA LA VICTORIA SIEMPRE vor dem Fenster hängt. Eigentlich wollte er das Tuch außen unter sein Fenster hängen, sozusagen an unsere Häuserfront. Und eine Flagge mit dem Anarchiezeichen hatte er auch schon in der Hand.

Obwohl sein Zimmer nach hinten raus liegt, habe ich das Projekt dann doch vereitelt. Nur knapp bin ich dabei einer langwierigen Diskussion entkommen, was nichts als reines Glück war: Erstens war Tobias nicht dabei, sodass ich nur einen Gegner hatte, und zweitens ereignete sich genau während unserer Aussprache über Ches alternative Wohnmethoden in unserem Haus der kleine Zwischenfall mit Henriette.

Henriette, das Huhn, haust immer noch in der Garage. Noch. Tobias fühlt sich für unseren gefiederten Mitbewohner verantwortlich, füttert ihn und reinigt gewissenhaft seinen Stall. Der ist aber auch schneller zu putzen als die zweihundert Quadratmeter Kirschholzparkett und Terrakottafliesen in unserem Haus. Ich für meinen Teil bin enttäuscht, dass Henriette keine Eier legt. Das tat sie nicht, als sie freilaufend im Garten das Leben genießen konnte, weil sie zu jung war. Und sie tut es als erwachsenes Garagenhuhn auch nicht. Oder erst recht nicht? Legestreik. Tja, und Mareike bemängelt immer noch, dass dieses Tier einfach nicht Gassi gehen muss. Dabei würde das doch so viel Spaß machen! Leider ist aus dem flauschigen Küken ein richtiges Huhn geworden, das auch längst nicht mehr so süüüß aussieht wie kurz nach seiner »Geburt« auf unserem Küchentisch. Jedenfalls Mareikes Äußerungen nach zu urteilen. Und ich bin, ehrlich gesagt, ganz ihrer Meinung.

Vorübergehend hegte Mareike wohl noch die Hoffnung, dass man das Huhn in einen Papagei umfunktionieren könnte. Ein paar Tage lang hockte sie sich immer wieder vor den Käfig und sprach dem Tier unaufhörlich »Lora« vor. Als der Erfolg ausblieb, war sie nicht zu trösten. Ihr Interesse an Henriette ist inzwischen jedoch deutlich abgekühlt. Max hat mit Henriette von Anfang an ein schwieriges Verhältnis verbunden. Henriette nimmt Max wohl übel, dass er sie immer mit Kieselsteinen zu füttern versuchte.

Sie hatte ihn deshalb einmal kräftig in den Finger gehackt, und das nimmt Max ihr übel. Max kommt mit Henriette jetzt eigentlich nur noch in Kontakt, wenn er sich dieses grauenhafte Quad aus der Garage holt – was er normalerweise nie allein tut. Außer an jenem Tag. Che und mich riss auf jeden Fall ein ohrenbetäubender Lärm aus unserer Diskussion, der uns trotz aller Differenzen sofort einträchtig in die Garage stürzen ließ. Dort hatte Max eigenmächtig das Quad gestartet und war direkt in Henriettes Stall gerast. Zum Glück kamen beide mit einem Schrecken davon, aber mit einem ziemlich großen. Inzwischen wünsche ich, dass ich diese Episode lieber für mich behalten hätte. Jedenfalls hätte ich sie nicht meinen Eltern erzählen sollen. Über die prompt folgende SMS meines Vaters konnte ich nämlich kaum lachen.
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