Der Dämon auf heißen Rädern

 
 
epubli (Verlag)
  • 2. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. Januar 2018
  • |
  • 100 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7450-8158-9 (ISBN)
 
In dem ersten Abschnitt dieses Romans geht es um: Lennard ist 18 Jahre alt und in der coolsten Motorradclique ganz Hamburgs. In der zweiten Passage des Romans geht es um: Hamburg? Wie konnten ihre Eltern ihr das antun? Luisa hatte gestern erst ihren Siebzehnten Geburtstag gefeiert und dann diese Hiobsbotschaft?In diesem Roman geht es um Freundschaften, Liebe, Motorräder, Leidenschaft, Mobbing und Vorurteile.

Johanna Adrian wurde 1974 in Berlin-Lichterfelde geboren. Ihre Leidenschaft für das Schreiben, Erzählen von Geschichten und das Zeichnen entstand schon in der Kindheit. Sie veröffentlicht erfolgreich in verschiedenen Genres.
  • Deutsch
  • 0,35 MB
978-3-7450-8158-9 (9783745081589)

Titel


Kapitel 1

Es war eine dieser verregneten Nächte, als die Dämon Ritter mit ihren Motorrädern über die Landstraße brausten. Die Straßen waren spiegelglatt und am Himmel zappelten die Blitze. Mike fuhr mit seiner dunkelgrünen Honda ganz vorne weg. Auf dem grünen Tank war ein Totenkopf mit dunkelroten Augen gemalt. Er war das Markenzeichen der Dämon Ritter. Neben ihm fuhr Nele auf ihrem schwarzen, mit einem Teufel bedruckten Motorrad und Lennard auf seiner roten Yamaha. Die drei waren in der ganzen Clique die besten Fahrer. Keiner konnte es mit ihnen aufnehmen. Sie waren auf dem Weg zu einem Rennen mit ihren Erzfeinden, den Black Angels. Die Motoren machten ein Mordskrach und übertönten sogar das Gewitter. Lennard liebte es mit seinen Freunden durch die Gegend zu fahren und alles unsicher zu machen. Mike war der Anführer der Clique und ein echter Filou. Er hatte ständig irgendwelche Liebesaffären, von denen er Lennard immer sehr stolz erzählt. Sie beide waren beste Freunde und deshalb wollte Lennard Mike auch nie verraten. Doch Mike traute ihm nicht, da Lennard oft sagte wie unfair er es fand wie er dabei mit Nele umging. Denn sie wusste von alledem nichts. Sie liebte Mike, weil er, wie sie immer sagte, ein Gott auf dem Feuerstuhl war und wusste, was er will. Außerdem erzählte sie Mike immer, dass es niemanden gäbe, der einen Gott wie ihn besiegen könnte. Mike drohte Lennard oft damit ihn aus der Clique rauszuschmeißen, wenn er nur ein einziges Wörtchen zu Nele sagen würde. Lennard hielt sich daran, auch wenn er Nele liebte.

Als sie auf die illegale Rennbahn der Black Angels fuhren, wurden sie schon erwartet.

Sebastian, der Kopf der Black Angels hatte ein Auge auf Nele geworfen. Er setzte alles daran sie für sich zu gewinnen, so auch bei diesem Rennen. Auf welche Art und Weise, war ihm egal. "Da bist du ja endlich,Harnisch. Ich dachte schon du kneifst, weil dir der Wetteinsatz zu hoch ist und du weißt, dass du nicht gewinnen kannst." Der Wetteinsatz war Nele, doch sie machte sich keine Sorgen, denn ihr Gott auf dem Feuerstuhl würde natürlich wie immer gewinnen. Mike, Lennard und Nele stiegen von ihren Motorrädern ab und Nele ging direkt zu Sebastian. "Nimm den Mund bloß nicht zu voll. Geh lieber wieder zu deiner Mutter zurück. Hier tust du dir nur weh, Baby", sagte Nele überheblich. Wenn Neles Blicke hätten töten können, hätte Sebastian am Boden gelegen."Nele, es reicht jetzt! Komm her!" Sie gehorchte immer, wenn Mike etwas sagte, wie ein Hund. Das kotzte Lennard wirklich an. "Also Schlosser, mach dich auf eine Abreibung gefasst." "Das werden wir ja sehen, Harnisch." Mick und Sebastian nannten sich immer beim Nachnamen. Ob das nun eine Geste aus Ehrfurcht war oder einfach nur Diskriminierung sein sollte, wusste keiner so recht. Lennard wartete sehnsüchtig auf das Startsignal. Doch kurz nach dem Start wurde er abgelenkt. Nele kam zu ihm und fragte ihn aus, ob er wüsste, wo Mike gestern Abend war. Natürlich wusste Lennard, dass Mike bei Marie gewesen war, aber er sagte nichts. Er zuckte nur mit den Schultern. "Ich weiß, dass du mehr weißt, Lennard. Gib es zu! Ach, vergiss es. Sag Mike, dass ich müde bin und nach Hause gefahren bin."

Sie schien enttäuscht und verletzt zu sein. Mit gesenktem Blick wandte sie sich von ihm ab. "Alles klar. Bis morgen in der Schule",erwiderte Lennard. Es tat ihm leid, dass er sie belügen musste, doch anders ging es nicht. "Ja, ja. Wenn ich morgen komme. Wir haben morgen Französisch. Da hab ich gar keinen

Bock drauf." Ihre Stimme untermalte ihre Gefühle noch. Nele hasste ihren Französischlehrer, weil dieser sie ständig vor ihren Mitschülern runter machte. "Naja dann, Tschüss",sagte Nele. Sie schwang sich auf ihr Motorrad und raste mit lautem Dröhnen des Motors davon.

Sie war Lennards Traumfrau. Ihre sarkastische und bissige Art fand er total aufregend, aber er wusste, dass er bei ihr nicht viel ausrichten konnte, solange er nicht Mike in einem Wettkampf besiegt hätte. Doch er wusste auch, dass er als Mitglied der selben Clique nie ein Rennen gegen Mike fahren durfte. Das war so etwas wie ein ungeschriebenes Blatt eine Art Ehrenkodex. Den Erwartungen entsprechend gewann Mike das Rennen. Er zeigte Lennard, als er durchs Ziel fuhr, das Siegeszeichen. Mike drehte sich auf dem Vorderreifen seiner Honda um 180 Grad, sodass er Sebastian direkt gegenüber stand. Beide nahmen den Helm ab. Durch den heftigen Regen wurden ihre Haare sofort durchnässt und sie hingen den Jungs ins Gesicht. Jana schlug das Herz höher, als sie Mike so anschaute.

Es sah echt cool aus, wie er da mit den nassen Haaren im Gesicht hängend, seiner Honda und einem "was für ein armer Wicht" Lächeln stand. "Tja, Schlosser, ein weiterer Sieg für mich und eine weitere Niederlage für dich. Du absolute Niete." Sie war total in ihn verknallt, doch ihre beste Freundin Nele war ja mit ihm zusammen. "Hey Babe, guck ihn nicht so heillos verliebt an. Nicht, dass er sich noch angesprochen fühlt." Lennard ärgerte seine beste Freundin gerne, doch er wusste auch immer, wann es genug war.

"Ach Lennard, du bist so ein Idiot. Du stehst doch selbst auf Nele." Er tat entrüstet. "Was? So ein Quatsch ,das stimmt überhaupt nicht. Was quasselst du da?" Er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Ihm war klar, dass sie, als seine gute

Freundin schon längst wusste, was läuft. "Das sieht doch ein Blinder mit dem Krückstock. Nur dein ach so guter Freund Mike nicht." Er legte seine Hand auf ihren Mund. "ich würde jetzt lieber den Mund halten, Jana! Wenn Mike das rauskriegt schmeißt er mich raus." Er blickte sich um, ob jemand etwas gehört hatte. "Na und? Dann kannst du wenigstens ein Turnier gegen ihn fahren." Er nahm die Hand runter und winkte ab. "Vergiss es." In dieser Sekunde kam Mike mit seiner Honda zu den beiden rüber. "Alter Mike, du bist echt super gefahren." "Danke Sweetie, aber hast du was anderes erwartet?" Er sah Jana nicht an, während sie miteinander redeten. Jana senkte die Stimme. "Nein, beileibe nicht." Lennard lenkte ein. "Jetzt überschlagt euch mal hier nicht. Ach ja, Mike, dein Preis war müde und ist schon nach Hause gefahren." Mike wurde wütend. "So eine Dämliche Kuh! Egal, ich brauch sie ja nicht. Na, wer von euch Mäusen hat Lust mit mir feiern zu kommen?" Fast alle Mädchen aus der Gang meldeten sich, nur Jana nicht. Sie schien zu zögern. Lennard wusste, dass sie Angst hatte, Mike endgültig zu verfallen. "Was ist mit dir, Augenstern?" Jetzt sah er sie an. "Lass sie doch Alter. Uns beiden wird die eine Braut doch wohl nicht fehlen." Mike klopfte seinem Buddy zustimmend auf die Schulter. "Lennard Alter, du hast Recht. Pech gehabt, Kleine. Doch meine Martina ruf ich noch an." Also nahm er sein Smartphone und rief bei dem Mädchen an. "Hey Martina, Maus hast du Lust mit uns Party zu machen?" Zuerst dachte Lennard er würde mit Nele telefonieren, doch er telefonierte mit Martina und sie kam natürlich gerne. Während Mike noch telefonierte, zog Jana Lennard zur Seite. "Danke Lennard, dass du mir den Arsch gerettet hast." Er zuckte mit den Schultern. "Kein Ding. Immer wieder gerne. Ich muss jetzt los. Tschüss." Er und Jana gaben sich noch ein Kuss, eins links und eins

rechts auf die Wange. Das machten sie immer zum Abschied. In der Shisha Bar hatte sich die Clique an zwei Tischen verteilt. Lennard und Mike saßen mit drei anderen Jungs aus der Clique und ansonsten nur mit Girls zusammen. "Hör mal Lennard, wir kennen uns schon so lange, glaubst du ich merk nicht, dass du auf die Kleine stehst?" Lennard schaute ihn verdattert an. Er fühlte sich erwischt, bis er kapiert hatte , dass Mike nicht auf Nele, sondern auf ihre beste Freundin Jana anspielte. ".... auf Jana?",fragte Lennard. "Ja, klar",meinte Mike schmunzelnd. "So ein Mumpitz. Ich steh nur auf vier Dinge." Mike sah ihn erwartungsvoll und gespannt an."Und die wären?",fragte er. Lennard lachte. "Das auf was jeder echte Kerl steht. Auf Bier, meine Yamaha, Rockmusik und guten Sex mit echt scharfen Mädels." Mike deutete mit der Hand seinen Pulsschlag an, um zu sagen, dass der Gedanke sein Herz höher schlagen läßt. "Oh ja, Alter. Da hast du echt den Nagel auf den Kopf getroffen. Meine Maus macht in letzter Zeit echt nur Sperenzchen. Ich hab keinen Plan, was mit Nele los ist. Deshalb muss ich es mir ja auch woanders besorgen." Lennard verzog das Gesicht. Dann zeigte er Mike einen Vogel. "Alter, sabbel nicht so ein Schrott. Du müsstest dich bei Nele nur mal ein bisschen anstrengen, aber selbst, wenn sie dich wieder heranlassen würde, würdest du es dir anderswo besorgen." Ihm gefiel es nicht wie er über Nele redete und versuchte sie so in Schutz zu nehmen. "Stimmt, aber ich brauch einfach die Abwechslung. Und so wie es aussieht, ist heute Bianca oder Marie dran." "Na dann, viel Spaß. Ich glaube, das mit Bianca kannst du knicken, weil doch Benedikt auf sie steht. Na egal, ich hau ab. Hau rein, Bro" Sie klatschten sich ab und dann ging Lennard aus der Shisha Bar. Als er zu seiner Yamaha gehen wollte, stand da ein Mädchen an seiner Maschine. Er brauchte eine Weile, um zu erkennen,

dass es Jana war. "Hey Maus, was machst du denn hier?" Sie zuckte zusammen. "Oh Lennard!" Sie wimmerte und klammerte sich an seinen Hals. Immer, wenn es ihr schlecht wegen einer Sache ging, über die sie nicht mit Nele reden konnte, kam sie zu ihm, denn nur bei ihm fand sie Halt und Trost. In letzter Zeit kam das sehr oft vor und zwar immer nur aus ein und demselben Grund, Mike. Er nahm sie in den Arm. "Das wird schon wieder. Vielleicht solltest du Nele sagen, was du für ihren Gott auf dem Feuerstuhl...

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