Heldenklingen

Roman
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 5. September 2011
  • |
  • 896 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06233-0 (ISBN)
 
Es herrscht Krieg. In einem unbedeutenden Tal entscheidet sich das Schicksal der Nordlande, und drei Männer kämpfen sich durch eine dreitägige, blutige Schlacht: Bremer dan Gorst, in Ungnade gefallener Leibwächter des Königs der Union, Prinz Calder, machtbesessen und feige, sowie Curnden Craw, einer der letzten ehrlichen Barbaren. Drei Männer mit dunklen Seiten, drei noch finsterere Tage voller Blut und Tod, und eines steht von Beginn an fest: Helden gibt es hier schon lange nicht mehr...


Joe Abercrombie arbeitet als freischaffender Fernsehredakteur und Autor. Mit seinen weltweit erfolgreichen Romanen um den Barbaren, den Inquisitor und den Magier hat er sich auf Anhieb in die Herzen aller Fans von packender, düsterer Fantasy geschrieben und schaffte es bereits mehrmals auf die Times-Bestsellerliste. Joe Abercrombie lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Bath.
  • Deutsch
  • 8,70 MB
978-3-641-06233-0 (9783641062330)
3641062330 (3641062330)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"DAS ENDE DES WEGES (S. 607-608)

Ist er da drin?« Espe nickte einmal langsam. »Ja.« »Allein?«, fragte Kropf, der die Hand auf den vergammelten Türgriff legte. »Er ist allein reingegangen.« Was also vermutlich hieß, dass die Hexe bei ihm war. Kropf war nicht besonders scharf darauf, ihre Bekanntschaft zu vertiefen, schon gar nicht nach ihrer kleinen Überraschung von gestern, aber der Morgen graute allmählich, und es war höchste Zeit. Es war sogar schon zehn Jahre überfällig. Er musste es zuerst seinem Häuptling sagen.

Das war die rechte Art. Er blies die Backen auf und stieß die Luft aus, spürte den Schmerz in der genähten Kopfwunde, drückte dann die Klinke hinunter und trat ein. Ischri stand mitten im Zimmer auf dem gestampften Lehmboden, die Hände in die Hüften gestemmt, den Kopf zu einer Seite gekippt. Ihr langer Mantel war am Saum und an einem Ärmel leicht verbrannt, ein Teil des Kragens war weggeschmort, die Bandagen darunter geschwärzt. Aber ihre Haut war noch immer so makellos, dass beinahe der Widerschein der Fackeln auf der Haut ihrer Wange tanzte wie auf einem schwarzen Spiegel. »Wieso willst du gegen diesen Narren kämpfen?«, fragte sie voll Verachtung und zeigte mit einem langen Finger zu den Helden.

»Du kannst dadurch nichts gewinnen. Und wenn du in den Schildkreis trittst, kann ich dich nicht schützen.« »Mich schützen?« Dow hatte es sich am dunklen Fenster gemütlich gemacht, das finstere Gesicht lag im Schatten, und er hielt den Griff seiner Axt kurz unterhalb der Klinge in der Hand. »Ich bin im Schildkreis mit Männern fertiggeworden, die zehnmal stärker waren als der Dreckskerl Prinz Calder.« Kreischend ließ er den Wetzstein über die Schneide der Waffe gleiten. »Calder.« Ischri schnaubte.

»Hier sind andere Kräfte am Werk. Kräfte jenseits deines Begriffsvermögens!« »Ich denke, ich begreife ziemlich gut. worum es geht. Du steckst in einer Fehde gegen diesen Ersten der Magi, und deswegen nutzt du meine Fehde gegen die Union als Mittel, um gegen ihn zu kämpfen. Hab ich es in etwa erfasst? Ich verstehe mich auf Fehden, das kannst du mir glauben. Ihr Hexen oder wie auch immer ihr euch nennt, ihr glaubt, ihr lebtet in einer anderen Welt, aber ihr steht mit beiden Beinen fest auf dieser, soweit ich das erkennen kann.« Sie hob das Kinn. »Wo immer es scharfe Klingen gibt, ist auch Gefahr.«

»Natürlich. Das macht diese Dinger ja so faszinierend.« Wieder fuhr der Wetzstein über die Axt. Ischris Augen verengten sich, und sie verzog den Mund. »Was ist das nur mit euch verdammten Rosigs und euren verdammten Kämpfen und eurem verdammten Stolz?« Dow grinste nur, und seine Zähne blitzten auf, als sein Gesicht kurz aus den dunklen Schatten auftauchte. »Oh, du bist ganz zweifelsohne eine kluge Frau, und du weißt alle möglichen nützlichen Dinge.«

Nach einem weiteren Streich hob er die Axt ins Licht und betrachtete die schimmernde Schneide. »Aber du weißt weniger als gar nichts über den Norden. Von meinem Stolz habe ich mich schon vor Jahren verabschiedet. Hat mir nicht gepasst, hat gescheuert wie ein zu enger Kragen. Hier geht es um meinen Namen.« Er prüfte die Schneide, indem er die Spitze seines Daumens so sanft darüber gleiten ließ wie über den Hals einer Geliebten, dann zuckte er die Achseln. »Ich bin der Schwarze Dow. Ich kann aus dieser Sache ebenso wenig raus, wie ich zum Mond fliegen kann.« Ischri schüttelte angewidert den Kopf. »Nach all der Mühe, die ich mir mit dir gemacht habe.«"

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