Entdeckung der Lust

 
 
More than One (Verlag)
  • 2. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. Mai 2020
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96817-143-2 (ISBN)
 

Kann eine offene Beziehung zum Glück führen? Der Auftakt der neuen sinnlichen Erotikreihe von Jo Abbing: unmoralisch, lustvoll, unwiderstehlich ...

Die schüchterne Lara möchte ihrem Freund Jonas eine sexy Überraschung bereiten. Doch stattdessen erwartet sie in ihrem Schlafzimmer ein Schock: Jonas im stürmischen Liebesspiel mit seiner Ex. Lara, für die Treue immer das Wichtigste war, ist am Boden zerstört. Gleichzeitig hat sie der Anblick auf ungeahnte Weise erregt. Sie muss sich über ihre Gefühle klar werden und sucht Ruhe in einem abgelegenen Luxushotel. Dort trifft sie auf den faszinierenden Kris. Den Hotelbesitzer umgibt eine geheimnisvolle Aura, der Lara nicht lange widerstehen kann. Als unverhofft Jonas auftaucht, gerät Lara in eine berauschende Versuchung: Für welchen Mann soll sie sich entscheiden - oder muss sie das überhaupt?

Erste Leserstimmen "Heißer Sex und prickelnde Chemie zwischen den Charakteren - ein großartiger Erotikroman!" "Diese sinnliche Geschichte über eine offene Beziehung hat mir wirklich gut gefallen." "Ein erotischer Liebesroman, der ganz schön einheizt!" "Die Versuchung der Polyamorie wird mitreißend beschrieben. Ich kann das E-Book nur weiterempfehlen!" "Sehr schöne erotische Passagen."

Jo Abbing lebt mit Familie und Haustier in einer verträumten Ecke Deutschlands, schreibt seit vielen Jahren unter Pseudonym Romane und liebt das sinnliche Leben. Eine außergewöhnliche Marotte: Abbing schnitzt für jeden veröffentlichten Roman eine Kerbe in den Bettpfosten.

1 Schock


Lara


Ich bin die Ausnahme. Das hoffte ich nicht nur mein ganzes Leben, sondern ich war davon überzeugt. Mir würde das nicht passieren. Meine Überzeugung hielt, bis ich am Abend eines arbeitsreichen Tages früher als angekündigt nach Hause kam.

Mein Höschen unter dem kurzen Rock fühlte sich ungewohnt auf der Haut an, weil ich mir auf Jonas' Wunsch zum ersten Mal die Intimzone in einem asiatischen Enthaarungsstudio hatte waxen lassen. Ich war dort unten komplett haarlos - bis auf ein dunkles Herzchen, dessen Spitze auf meine Spalte zeigte. Der Reiz der Seide auf meiner Haut und das Wissen, Jonas zu überraschen, ließen mich auf der Heimfahrt aus der City nervös werden. Ich würde mit einer ganz neuen Empfindlichkeit auf seine Berührungen reagieren!

Als ich meinen Smart neben dem Haus am Stadtrand von München parkte und zur Tür ging, beglückwünschte ich mich dazu, heute Morgen den schwarzen Spitzen-BH und die zugehörigen French Knickers gewählt zu haben. Zwischen meinen Beinen stieg die Hitze. In Gedanken verneigte ich mich dankbar vor der kleinen Asiatin, die mich behandelt hatte, denn die Sensibilität meiner Schamlippen war ins Unendliche gesteigert. Im Flur eilte ich die Treppe zu meiner Wohnung hinauf und gab, bevor ich die Tür aufschloss, dem Impuls nach, das Höschen einfach auszuziehen. Ich ließ es in der Handtasche verschwinden und bedauerte kurz, dass ich keine halterlosen Strümpfe trug, aber nun - meine Beine waren ja genauso seidig glatt wie der gesamte Rest meines Körpers.

Erwartungsvoll stieß ich die Tür auf und erstarrte.

Das Erste, worauf mein Blick fiel, waren die Beine einer Frau und der Kopf eines Kerls dazwischen. Das erkannte ich im riesigen Garderobenspiegel. Darin spiegelte sich mein Bett, weil die Schlafzimmertür offenstand. Noch bevor ich ganz begriff, was meine Augen erblickten, verriet mir meine Nase, was vor sich ging. Ein schwerer, süßer Duft hing in der Wohnung. Ein Duft, wie er sich nur bildet, wenn . Meine Gedanken hängten sich an dieser Stelle auf, doch was meine Augen sahen, vervollständigte das Bild.

Alles Blut in meinem Körper sackte in die Füße, sodass meine Knie zitterten und ich unter dem Gefühl schwankte, der Untergrund werde mir weggerissen. Was sich im Flurspiegel abspielte, belehrte mich auf schmerzliche Weise, wie sehr ich mich geirrt hatte, und das gleich dreifach.

Erstens: Jonas sah mit einer anderen genauso umwerfend sexy aus wie mit mir. Er kniete auf dem Bett neben dieser Frau, die ihre Beine gespreizt hatte, und bewegte seinen Kopf langsam in ihrem Schoß, während ihre Hand zwischen seinen Schenkeln verschwand.

Zweitens: Seine Ex war keineswegs die langweilige graue Maus, als die ich sie mir immer vorgestellt hatte. Dass es seine Ex war, erkannte ich an dem Namen, den er gerade in höchster Ekstase stöhnte. Er nuschelte zwar ein bisschen, aber ich verstand den Namen trotzdem, der zwischen ihren Beinen hervor erklang. "Kim!"

Drittens: Der Idiot hatte nicht nur mich dazu gebracht, das weibliche Epizentrum der Lust mit einem Herzchen zu krönen. Das konnte ich sehen, als er - ich muss wohl einen Laut des Erschreckens ausgestoßen haben, der sogar sein brunftiges Grunzen übertönte - den Kopf hob. Von ihr konnte ich außer ihrer erröteten pochenden Spalte zwischen den wohlgeformten Schenkeln und einem pechschwarzen Herzchen darüber in diesem Moment nichts erkennen. Aber das sah nicht nach grauer Maus aus!

"Es ist nicht, was du denkst", stammelte Jonas kurz darauf. Ich starrte ihn an. Das war gelebte Satire!

Kim war sofort aufgesprungen, nachdem sie mein Eindringen in ihr Liebesspiel bemerkt hatte. Sie setzte ein angemessen bestürztes Gesicht auf, während sie mit der Hand das verräterische Herz verdeckte. Ihre wie Rabenfedern glänzenden, kinnlangen Haare hatten dieselbe Farbe. Jonas kniete noch immer auf dem Bett, sein bestes Stück hing zwischen seinen Oberschenkeln herab - wenigstens ein kleiner Triumph -, als Kim schon wieder in ihre zweckdienliche, dabei ansprechend geschnittene Unterwäsche schlüpfte. Es tröstete mich kaum, dass sie, im Gegensatz zu mir, offensichtlich auf Feinripp in klassischem Weiß setzte. Ich hatte noch nie jemanden gesehen, dem diese schlichte Unterwäsche besser gestanden hätte. Ein Körper, an dem jeder Muskel definiert und doch weiblich erschien, dazu nahtlos bronzefarbene Haut. Am Rippenbogen trug sie ein kleines Tattoo, dessen Form ich jedoch nicht erkennen konnte. Dass sie ansonsten auf jeglichen Zierrat verzichtete - von aufreizender Wäsche bis hin zum Make-up - und dabei trotzdem so unwiderstehlich aussah, konnte in mir nichts als widerwillige Bewunderung hervorrufen. Bis sie fertig angezogen war, hatte ich längst erkannt, dass sie sich aufrichtig schämte, was mir die Entdeckung dieses Schäferstündchens kein bisschen erträglicher machte.

Das Wissen, dass sie diejenige Frau war, mit der Jonas vor mir über zehn Jahre zusammengelebt hatte, setzte mir unerwartet heftig zu, denn das Spiel, dem die beiden sich gerade vor meinen Augen hingegeben hatten, hätte eher auf eine ganz frische Liebe schließen lassen. Mein Inneres war durcheinandergewirbelt.

Jonas wirkte alles andere als glücklich, und so gesehen konnte ich ihm seine klischeehafte Äußerung dann doch verzeihen, im Nachhinein. Ich denke, es gibt Momente im Leben eines jeden Menschen, in denen er einfach nicht zu mehr in der Lage ist. Dann kommen diese Worte aus unseren Mündern, ob wir es wollen oder nicht. Entweder die - oder wir schweigen, weil alles aus unseren Köpfen gelöscht ist.

Kim schlich sich an mir vorbei zur Tür hinaus, die sie leise hinter sich ins Schloss zog. "Sorry", meinte ich ihre dunkle Stimme zu hören. Ich fragte mich mittlerweile, wie oft sie wohl schon mit Jonas in meiner Wohnung gewesen war. Warum zum Geier hatte er sie nicht in seiner eigenen Wohnung beglückt? Ich öffnete den Mund, um ihn mit dieser Frage zu konfrontieren.

"Wie konntest du mich ein Herzchen machen lassen, wenn sie auch eines hat?", hörte ich mich stattdessen sagen.

Die Erwähnung der Intimherzchen wiederum hatte auf ihn eine unglaubliche Wirkung. Er räusperte sich und zog einen Zipfel der zerwühlten Bettdecke vor seinen Unterleib.

"Wie lange geht das schon so hinter meinem Rücken?", wollte ich wissen und ignorierte dabei die Tatsache, dass auch dieser Satz aus nichts als Versatzstücken bestand.

Jonas, der sonst vor Esprit sprühte und mir nie eine Antwort schuldig blieb, schien das allerdings nicht zu bemerken. "Darf ich mich zuerst anziehen?"

Etwas stach in mein Herz, als er seinen knackigen Po vom Bett erhob und ich einen Blick auf seinen immer noch erregten Penis erhaschte. Beides spürte ich so gern in meinen Händen, an meiner Haut und meinen Lippen. Sollte es damit nun vorbei sein? Jonas zog seine Boxershorts hoch. Obwohl wir seit mehr als einem Jahr dieses Traumpaar waren . gewesen waren ., mochte ich es immer noch, seine muskulösen Beine zu betrachten. Und den glatten Bauch über dem Hosenbund, die breite Brust - um die Brustwarzen herum rasierte er sich immer für mich. Er sah mir prüfend in die Augen, dann griff er nach meiner Hand und wollte mich zum Bett ziehen. Doch ich schüttelte den Kopf und zeigte in den Flur.

"Lass uns ins Wohnzimmer gehen, um zu reden. Das Bett beziehst du gleich frisch!"

Er nickte zu meinen Worten.

Als ich mich neben ihm auf den Zweisitzer fallen ließ, berührten meine Beine seine, und beide zogen wir sie wie ertappt zurück. Mein Rock rutschte hoch, ich schob ihn mit beiden Händen ein Stück nach unten und hielt ihn auf den Schenkeln fest. Wie unglaublich beschämend! Ich saß ohne Höschen neben dem Mann, auf den ich mich noch vor fünf Minuten gefreut hatte wie lange nicht mehr, und nun das!

Was für eine dumme Gans ich doch war. Hatte ich wirklich geglaubt, mein Leben sei genial? Es musste doch einen Haken daran geben! Wer konnte von sich behaupten, dass er einen Traumberuf hatte, in einer Traumwohnung lebte, mit einem Traumpartner zusammen war und einfach den traumhaftesten Sex hatte, den man sich vorstellen konnte? Niemand, und genau das hätte mir klar sein müssen.

Ich schluchzte immer lauter, bis Jonas mich unbeholfen in die Arme zog. Überdeutlich nahm ich seinen Geruch wahr. Sein Aftershave, die Tagescreme und dazwischen .

"Lass mich los, du hast noch ihren Saft an deinen Lippen", zischte ich und ruckte von ihm weg. Bei der Bewegung rutschte mein Rock nach oben. Ich hatte durch die Aufregung zu schwitzen begonnen, was meinen Körpergeruch intensivierte. Jonas hatte eine außergewöhnlich gute Nase. Wenn er im Kino in mein Ohr flüsterte: "Du bist aufgewühlt, ich kann es riechen! Ich will Sex, sofort", wirkte das wie ein Trigger auf mich. Er hatte mich damit jedes Mal herumgekriegt.

"Du trägst keinen Slip", sagte er jetzt unverhofft, und seine Stimme wurde sofort dunkel.

"Oh nein!", schleuderte ich ihm entgegen und sprang auf. "Denk nicht mal daran! Das ist vorbei! Leck dir doch mal über die Lippen. Wen schmeckst du da?" Ich brach bei meinen Worten erneut in Tränen aus, rannte ins Schlafzimmer und zerrte fast blind meine älteste Jogginghose aus dem Schrank, und aus dem Nachtkästchen eine der Unterhosen, die ich speziell für meine Tage aufbewahrt hatte. Kochfeste Baumwolle in allen Farben, geschnitten wie die von Kim. Rasch zog ich sie über. Welch eine Verschwendung - das Herzchen und die Stelle, die es zierte, blieben für alle Zeiten unerforscht. Jonas würde es nie wieder zu sehen bekommen. Dann zog ich die Jogginghose an, wechselte auch noch Bluse und BH gegen ein weites Wohlfühl-T-Shirt und lief wieder nach draußen.

"Du beziehst jetzt sofort dieses Bett frisch....

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