Flamme sein!

Hans Scholl und die Weiße Rose
 
Robert M. Zoske (Autor)
 
C.H.Beck (Verlag)
1. Auflage | erschienen im Februar 2018
 
Buch | Hardcover | 368 Seiten
978-3-406-70025-5 (ISBN)
 
Erstveröffentlichung sämtlicher Gedicht von Hans Scholl.

Ohne Hans Scholl hätte es die Weiße Rose nicht gegeben. Aber wie kam der 23-Jährige dazu, sein Leben im Kampf gegen Hitler zu riskieren? Robert Zoske zeichnet auf der Grundlage von bisher unbekannten Dokumenten ein neues, faszinierendes Bild von einem jungen Mann, den der Heroismus des Nationalsozialismus ebenso anzog wie eine naturmystische Frömmigkeit, dessen Freiheitsdrang aber seine größte, kompromisslose Leidenschaft war. "Ganz leben oder gar nicht!", notierte Hans Scholl, und es ist erstaunlich, welche Erfahrungen sich in seinem kurzen Leben verdichten. Während er zum Fähnleinführer in der Hitlerjugend aufstieg, leitete er eine verbotene Jugendgruppe, die abenteuerliche Fahrten unternahm und verpönte Schriftstellerlas. Er liebte Jungen und Mädchen, schrieb Gedichte und Erzählungen. Als Medizinstudent interessierte er sich vor allem für Philosophie und erlebte als Sanitätssoldat das Grauen an der Front. Er war mit Künstlern und Schriftstellern befreundet, verehrte Stefan George und zunehmend Thomas Mann. Robert Zoske zeigt, wie sehr dessen Rundfunkansprachen die Flugblätter der Weißen Rose beeinflussten, die Hans Scholl verfasste und zusammen mit seinen Mitstreitern verbreitete. "Es lebe die Freiheit", waren seine letzten Worte. Das fesselnd geschriebene Buch lässt dieses Vermächtnis eindrucksvoll lebendig werden.
GB
Deutsch
Deutschland
mit 44 Abbildungen
Höhe: 221 mm | Breite: 148 mm | Dicke: 32 mm
609 gr
978-3-406-70025-5 (9783406700255)
340670025X (340670025X)
weitere Ausgaben werden ermittelt

Robert M. Zoske, Dr. phil., evangelischer Theologe, war bis 2017 Pastor in Hamburg. Von ihm erschien zuletzt Sehnsucht nach dem Lichte. Zur religiösen Entwicklung von Hans Scholl (2014). Einem größeren Publikum ist er durch Radiosendungen zu Kunst und Religion und zahlreiche Vorträge über den Widerstand der Weißen Rose bekannt.

Prolog: Es lebe die Freiheit! 

Erstes Kapitel: Anfangszeit, 1918-1933 
Wie froh bin ich, Dich zu haben: Robert und Magdalene Scholl 
Die Eltern nannten ihn Heiland: Kindheit und Hitlerjugend 

Zweites Kapitel: Jugendbundzeit, 1933-1937 
Fanatisch das Neue bauen: In der dj.1.11 
Etwas vom schönsten der Weltliteratur: Abitur und Lektüre 
Wir wollen doch Flamme sein! Heroisches Leben 
In alter Kameradschaft: Der heimliche Freund 
Ihr seht den Weg: Bewunderung für Stefan George 
Ein gewisser Einfluss: Jungenführer und Dichter 
Ganz leben oder gar nicht: Faszination Nationalsozialismus 

Drittes Kapitel: Wendezeit, 1937-1939 
Große Liebe: Siebzehn Tage Haft 
Ich sah sein schemenhaftes Gesicht: Begegnung mit Hitler 
Ich kann mich nicht einschränken: Verzweifelte Leidenschaft 
Lust - Leid - und Liebe: Jungfrau Maria 
Schon lange bereut: Sondergericht und Demütigung 

Viertes Kapitel: Reifezeit, 1939-1941 
Der eigentliche Sinn der Dinge: Medizin und Nietzsche 
Von früh bis spät beisammen: Die engste Freundschaft 
Ihre Liebe ist so ungemein echt und wahr: Verliebtheiten 
Ich suche mich, nur mich: Kriegsbeginn und Westfront 
Persönlichkeit heißt Widerstand: Nikolai Berdjajew 
Geschlossenes Weltbild: Carl Muth und Theodor Haecker 
Ich lese die Buddenbrooks und bin begeistert: Thomas Mann 
Nicht Mann und Frau: Platonische Liebe 
Abenteuer hin zum Licht: Paul Claudel 
Sie ist mir völlig gleichgültig: Traute Lafrenz 
Ich bin ein 'homo viator': Wandererfantasien 

Fünftes Kapitel: Kampfeszeit, 1941-1943 
Ich bin klein und schwach: Glaube und Kampf 
Schönheit und Klarheit: Die jüngere Schwester 
Eigentlich mein einziger Freund: Der Russe 
Etwas tun, heute noch: Die Formierung des Widerstands 
Es ist noch nicht zu spät: Die Flugblätter I bis IV 
Weiße Rose: Revolutionär, propagandistisch, emotional 
Wenn Christus nicht gelebt hätte: An der Ostfront 
Beweist, dass Ihr anders denkt! Flugblatt 5 und die Mitstreiter 
Ihre Muschel haben Sie auch vergessen: Die letzte Geliebte 
Freiheit und Ehre: Flugblatt 6 
Sag Alex, er solle nicht auf mich warten: Verhaftungen 
Verpflichtung zur Tat: Alexander Schmorell vor der Gestapo 
So ein gleichgültiges Gefühl: Freiwillige Aussage 
Erwartet, mein Leben zu verlieren: Geständnis und Bekenntnis 
Aus ideellen Gründen gehandelt: Sophie Scholl 
Nicht Böses mit Bösem vergelten: Abendmahl und Abschied 
Brave, herrliche junge Leute! Nachgeschichte 1943 

Epilog: Letzte Worte der Mitstreiter 

Anhang
Die Gedichte von Hans Scholl 
Die Flugblätter 
Dank 
Anmerkungen 
Quellen und Literatur 
Bildnachweis 
Personenregister

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