Der gute Sohn

Thriller
 
 
Unionsverlag
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 24. August 2020
 
  • Buch
  • |
  • Softcover
  • |
  • 316 Seiten
978-3-293-20889-6 (ISBN)
 

Yu-jin ist der perfekte Schüler, der erfolgreiche Schwimmer, der gute Sohn. Doch eines Morgens ist alles anders. Er erwacht von einem metallischen Geruch. Seine Klamotten sind blutverschmiert, rote Fußspuren führen zu seinem Bett. Mit wachsendem Grauen folgt er ihnen ins Untergeschoss, wo er eine entsetzliche Entdeckung macht: Seine eigene Mutter liegt tot im Wohnzimmer, die Kehle sauber durchtrennt.

Seine Erinnerungen an den letzten Abend sind wie ausgelöscht. Im Wettlauf gegen die Zeit muss er die bruchstückhaften Bilder des gestrigen Abends zu einer Lösung zusammensetzen. Was ist geschehen? Und wieso scheinen alle Hinweise auf ihn selbst zu deuten?

  • Deutsch
  • Zürich
  • |
  • Schweiz
  • Höhe: 193 mm
  • |
  • Breite: 115 mm
  • |
  • Dicke: 30 mm
  • 319 gr
978-3-293-20889-6 (9783293208896)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Jeong Yu-jeong (geboren 1966) wird »Koreas Stephen King« genannt. Ihre psychologisch ausgefeilten Kriminalromane stehen regelmäßig an der Spitze der Bestsellerliste. Sie arbeitete als Krankenschwester und als Sachverständige der staatlichen Gesundheitsversicherung, bevor sie zu schreiben begann. Als Autorin trat sie an die Öffentlichkeit mit ihrem ersten Roman My Life's Spring Camp. Für ihre Werke erhielt sie 2007 den Segye Youth Literary Award und 2009 den renommierten Segye Ilbo Literary Award.
»Harter Stoff, den Jeong in ihrem Roman da minutiös und spannend entwickelt, indem sie Schicht um Schicht ihrer schillernden Hauptfigur freilegt, immer neue Facetten hinzufügt, sie immer deutlicher zutage treten lässt. Sie wollte, sagt Jeong in einem Interview, dass einen beim Lesen etwas aus unserem Unterbewusstsein streift, etwas von unserer monströsen Seite. Das ist ihr in diesem komplexen und zupackend erzählten, in seiner Radikalität beklemmenden Roman hervorragend gelungen.«
 
»Der gute Sohn ist ein außerordentlich intelligent und clever komponierter Thriller. Wie Jeong dieses schillernde Gespinst voller Winkelzüge, verschobener Perspektiven und wiederkehrender Irritationen anlegt und an der Oberfläche als knisternden Horrortrip ablaufen lässt, ist schlichtweg meisterlich.«
 
»Jeong verzichtet auf Schockeffekte. Sie weckt die Empathie der Leser und zieht sie so immer tiefer hinein in die dunklen Abgründe der Seele. Das ist ihr auf beeindruckende Art gelungen: >Der gute Sohn< ist ein intelligentes Psychogramm in Form eines beklemmenden Thrillers.«
 
»Jeong Yu-jeong gelingt ein Buch, dessen Lektüre man nur unter äußerstem Zwang unterbricht. Anstatt dass der Kranke als das monströse Andere weggerückt wird, teilt der Leser seinen Blick. In dieser Irritation liegt die Stärke des Romans.«
 
»Die vielfach ausgezeichnete Autorin aus Südkorea führt ins Zentrum der menschlichen Abgründe aus Sehnsucht, Wut und unkontrollierbarem Hass, wenn ihnen familiäre Bande und gesellschaftliche Konventionen nichts mehr entgegensetzen können. Bis zum Schluss bleibt die Spannung auf höchstem Niveau durch die Hoffnung auf Auflösung, die es nicht geben kann.«
 
»Jeong gelingt mit ihrem aufwühlenden Roman eine makabre Offenlegung der Familie des Protagonisten. Dazu wird die Frage gestellt, was das Böse eigentlich ist. Obwohl der Leser von Anfang an den Mörder kennt, bleibt die Handlung bis zum Ende aufrüttelnd, mitreißend und faszinierend.«
 
»Zunächst weiß man nicht, wer in dieser zerrütteten Familie das Ungeheuer ist. Die Mutter, die dem erwachsenen Sohn nachspioniert? Ihre jüngere Schwester, die sich bei der Diagnose und Therapie für ihren Neffen undurchsichtig verhält? Der Icherzähler, der sich immer wieder erinnert, wie er betrogen und gedemütigt wurde? Oder doch der Adoptivbruder, den Yu-jins Mutter vielleicht mehr liebte als erlaubt? Bis zum Schluss fasziniert das vielschichtige Porträt eines Ungeheuers, das sich selbst nicht als solches empfindet.«
 
»Diese Expedition durchs Rabenschwarz menschlicher Abgründe wird selbst das stärkste Nervenkostüm strapazieren.«
 
»Wie Jeong dieses Spiel als schillerndes Gespinst voller Winkelzüge, verschobener Perspektiven und wiederkehrender Irritationen anlegt und an der Oberfläche als knisternden Horrortrip ablaufen lässt, ist schlichtweg meisterlich.«
 
»Der Roman, obschon auch blutig robust und an vielen Stellen erfreulich makaber, ist eine hochkomplexe Angelegenheit, der nicht nur die Familie als Ort des stillen Schreckens auseinandernimmt, sondern weiter geht: Er diskutiert die Frage nach >dem Bösen< in aller Dialektik zwischen (genetischer?) Veranlagung und Sozialisation. Und damit knallen gesellschaftspolitische und letztlich anthropologische Konzepte aufeinander, zugespitzt, pointiert, schmerzhaft. Das Scheusal bleibt rätselhaft. So rätselhaft sogar, dass man möglicherweise gar nicht von einem Scheusal reden kann. Aber eben auch nicht von einem >Opfer der Umstände<. Das ist radikal mehrdeutig und somit auch nirgends zustimmungspflichtig. Aber der Roman ist großartig gemacht und faszinierend. Vor allem auch spannend und mitreißend, weshalb Jeong Yu-jeong in Südkorea den Status eines veritablen Popstars hat. Erfolg geht auch mit Qualität, hoffentlich auch bald bei uns.«

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