Friedrich Ritter von Wiesner. Diplomat, Legitimist und NS-Verfolgter

Im Dienst eines Staates, den es nicht mehr geben sollte, nicht mehr gab, nicht mehr geben durfte
 
 
GRIN Verlag
  • erschienen am 12. September 2019
 
  • Buch
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  • Softcover
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  • 252 Seiten
978-3-346-01460-3 (ISBN)
 
Fachbuch aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Philosophie - Epochenübergreifende Abhandlungen, Universität Wien (Philosophisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Vorwort der Dissertation von 2012:

Sine ira et studio. Das ist mein wissenschaftlicher Anspruch bei der Behandlung der Biographie von Friedrich Wiesner und all der politischen Begebenheiten, Strömungen und Gruppierungen rund um ihn während der verschiedenen Perioden der österreichischen Geschichte im Laufe seines doch recht langen Lebens. Die Zeiten änderten sich. Friedrich Wiesner nicht. Mit seiner korrekten Art stand er immer zu seinen Überzeugungen und Idealen. Ihn fragte man um Rat, an ihn wandte man sich. Er war wie ein Fels in der Brandung der historischen Begebenheiten, die ihn einmal zu einem angesehenen Gesandten werden ließen, und dann 22 Jahre später zum Staatsfeind, den man ins KZ brachte.

Geprägt wurde Friedrich Wiesner durch seine Herkunft, Erziehung und die Zeit der ausgehenden Habsburgermonarchie.

Was seine Herkunft betrifft, muss man bedenken, dass der in Wien 1871 geborene Friedrich Wiesner Sohn eines berühmten Universitätsprofessors jüdischer Abstammung war, der tschechische Wurzeln hatte. Seine Erziehung beeinflusste maßgeblich die Internatsschule von Kremsmünster. Über die Ereignisse in der ausgehenden Monarchie und in der Welt am Ende des 19. Jahrhunderts macht er sich in seinem Tagebuch Gedanken.
Einige Zeit, nachdem er Richter geworden war, wurde er ins Außenministerium einberufen, kam im Dienste des Ministeriums zu Ansehen und Bedeutung, wurde zu Ende der Monarchie pensioniert und das restliche Leben als "Herr Gesandter" angesprochen. Sein Ansehen, sein weitgespanntes Beziehungsnetz und seine Erfahrungen setzte er ein für Publikationen über den Weltkrieg und schließlich immer mehr für die Organisation des Reichsbundes der Österreicher, eine der wichtigsten legitimistischen Vereinigungen, und später auch des Dachverbandes der legitimistischen Gruppierungen, des "Eisernen Ringes". Diese Tätigkeit zog ihm auch die Feindschaft der Nationalsozialisten zu, was 1938 seine Inhaftierung im KZ Dachau und die Beschlagnahme seiner Besitztümer zur Folge hatte.

Betonen will ich, dass diese Arbeit keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit der Beschreibung des Lebens von Friedrich Wiesner erhebt, sondern, punktuell von gewissen Dokumenten ausgehend, Streiflichter aus seinem Leben beleuchten möchte und zu diesen den historischen Hintergrund erhellen will.
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978-3-346-01460-3 (9783346014603)
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Lebenslauf Dr. Heinrich Wallnöfer

(Medizinisch-psychotherapeutisch Relevantes, näheres in: Pritz/Stumm: Personenlexikon der Psychotherapie)

Geboren 1920 in Klagenfurt dort auch Schulzeit, früher Kontakt mit politischen Problemen, Matura als Externist in Villach. Kriegsdienst.

1945-1947 Direktor der Volkshochschulen Margareten und der Wiener Urania.

Dr. med. univ. 1948. Ab 1949 Herzstation Wiener Poliklinik, davon 3 Jahre Leiter der Röntgenabteilung der Herzstation. Ergebnis der Arbeit u.a. ein Patent für ein Herz-Wiederbelebungs-Gerät.

1951 mit der Wiener. Med. Fakultät: Deine Gesundheit, ein typisches "Doktorbuch" mit dem Ziel der med. "Volksaufklärung".

Seit damals als Medizinschriftsteller. Erstes Psychotherapiebuch "Seele ohne Angst" mit Geleitwort von I.H. Schultz.

Erster Kontakt mit I. H. Schultz 1955. Als Mitarbeiter angenommen 1958.

1958 Gründung und Landesleitung der "Zweigstelle Österreich der Deutschen Gesellschaft für ärztliche Hypnose und Autogenes Training".

1960 Gründung der Österreichischen Gesellschaft für ärztliche Hypnose und Autogenes Training, heute ÖGATAP, "Österreichische Gesellschaft für Angewandte Tiefenpsychologie und Allgemeine Psychotherapie".

Seit 1960 regelmäßige Lehrtätigkeit im Rahmen der Wr. Ärztekammer, der Wr. Psychiatrischen Klinik (Prof. Hoff) und des Neurologischen Institutes der Universität Wien (Prof. Seitelberger).

1963-1973 psychotherapeutisches Seminar der Wiener Psychiatrischen Klinik (Prof. Hoff, Prof. Strotzka, Prof. Becker).

1961 Referent der Lindauer Psychotherapiewochen, später auch der Lübecker Therapiewochen und der Psychotherapieausbildung der Universitäten Mainz (Prof. Langen) und Bochum (Prof. Niesel, Institut für vegetative Physiologie).

1971 Gründung des Internationalen College für Autogenes Training und Allgemeine Psychotherapie.
Sexualtherapeutisch-sexualmedizinische Ausbildung seit 1960. U.A. Singer Kaplan, Sigusch (Lindauer Psychotherapie Wochen usw.) sexualmedizinische Grundausbildung 2009-2010 an der Akademie für sexuelle Gesundheit in Wien.

Weitere Tätigkeiten:
Ab 1972 Lehrbeauftragter für Psychotherapie, Psychosomatik und Meditation der Universitäten Wien, Innsbruck und Fribourg.
1980 Nolan D.C. Lewis Gastprofessor, Carrierre Foundation, Meadville USA (New Jersey Medical School).
1999 Research Fellow der Komazawa Universität Tokyo.
2014 Silbernes Ehrenzeichen der Ärztekammer für Wien.
2015 Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
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