Der Codex Manesse

Die berühmteste Liederhandschrift des Mittelalters
 
 
wbg Edition in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (wbg) (Verlag)
  • 3. Auflage
  • |
  • erschienen am 19. November 2020
 
  • Buch
  • |
  • Hardcover
  • |
  • 176 Seiten
978-3-534-28902-8 (ISBN)
 

Ein Buch mit sieben Siegeln: Welche Rätsel und Geheimnisse umranken die Manessische Liederhandschrift?

Der Codex Manesse ist die bedeutendste Sammlung mittelalterlicher Lyrik: Die Werke von 140 Dichtern sind hier der Nachwelt erhalten geblieben. Entstanden zu Beginn des 14. Jahrhunderts, ist die Handschrift mit ihren farbenprächtigen Illustrationen auch über die Grenzen der Mediävistik hinaus bekannt. 137 Miniaturen zeigen die Minnesänger bei höfischen Aktivitäten und machen den Codex Manesse zu einem einzigartigen Zeugnis mittelalterlicher Buchkunst.

Der Heidelberger Altgermanist Lothar Voetz ist einer der besten Kenner des Codex Manesse. In diesem Prachtband beschreibt er fundiert und kenntnisreich den Wissensstand zu Entstehung, Wirkung und Geschichte der mittelalterlichen Handschrift.

  • Detaillierte Präsentation ausgewählter Text- und Bildseiten aus der Großen Heidelberger Liederhandschrift
  • Die Bedeutung des Codex Manesse für die Erforschung mittelhochdeutscher Minnelyrik
  • Vom Kaiser bis zum Bettelmann: Was ist über die Verfasser, Buchmaler und Auftraggeber der Minnelieder bekannt?
  • Heinrich von Veldeke, Walther von der Vogelweide und Neidhart: bedeutende Lyriker des deutschsprachigen Mittelalters im Porträt
  • Von den Carmina Burana bis zur Weingartner Liederhandschrift: Exkurs zu den berühmtesten Liederhandschriften des Mittelalters und ihr Verhältnis zum Codex Manesse

Auf den Spuren einer wechselvollen Entstehungsgeschichte

Nach wie vor gibt es Lücken in der Geschichte des Codex Manesse. Gerade aus der Zeit nach seiner Entstehung gilt nur wenig als gesichert. Erst etwa 300 Jahre nach Abbruch der Arbeit an dem Werk, um 1600, finden sich wieder Hinweise auf die Besitzverhältnisse des kostbaren Buches.

Neben Übersetzungen und Deutungen ausgewählter Minnelieder gibt Lothar Voetz Hinweise zu Transkription, Betonung und Aussprache des Mittelhochdeutschen. Mit diesem umfassenden Werk liefert er ein wertvolles Werkzeug, um diese einzigartige Sammlung mittelalterlicher Kunst in all ihren Facetten zu erschließen!

  • Deutsch
  • Darmstadt
  • |
  • Deutschland
  • 80
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  • 80 farbige Abbildungen
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  • 80 Abbildungen
  • Höhe: 327 mm
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  • Breite: 249 mm
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  • Dicke: 17 mm
  • 1205 gr
978-3-534-28902-8 (9783534289028)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Lothar Voetz ist Professor i. R. für Ältere deutsche Philologie am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg. Promotion in den Fächern Deutsche Philologie, Katholische Theologie und Philosophie, Habilitation und Venia legendi für Deutsche Philologie. Lothar Voetz bekleidete Professuren und Gastprofessuren an den Universitäten Münster und Wien. Er wirkte auch bei der Konzeption und Gestaltung von Ausstellungen mit. Forschungsschwerpunkte sind Germanistische Handschriftenkunde, Mediävistische Editionswissenschaft, Anfänge der deutschen Sprache und Literatur, Mittelhochdeutsche Lyrik, Nibelungenlied, Wortbildung und Wissenschaftsgeschichte.
Der Codex Manesse -
ein Buch mit sieben Siegeln? 6
Ein geheimnisvolles Buch 6
Entstehung und Geschichte 8
Typus, Umfang, Aufbau 8
Vollständigkeit und Repräsentation 9
Möglichkeiten der Enträtselung 11
Porträt Kaiser Heinrich 12
Vom Kaiser bis zum Bettelmann -
zu Einrichtung und Anlage der Handschrift 16
Aufbau von Bildseite und erster Textseite 16
Der Dichter beim Diktat 21
Herstellung eines mittelalterlichen Buches 23
Einrichtung des Codex Manesse 24
Arbeit der Schreiber 26
Arbeit der Illuminatoren 28
Die Schreiber des Codex Manesse 30
Erscheinungsbild der Strophenblöcke 31
Erscheinungsbild der Miniaturen 33
Die Maler des Codex Manesse 35
Zusammenwirken der Kräfte 36
Verschiedene Entstehungsstadien 41
Abfolge der Textsammlungen 43
Einband und Erhaltungszustand 45
Porträt Heinrich von Veldeke 46
Zürcher Anfänge -
das Hadlaub-Corpus und das Zürcher
Rittergeschlecht der Manesse 50
Indizien zur Herkunft 50
Entstehung in Zürich 54
Die Textsammlung Hadlaubs als Schlüssel 55
Das Geschlecht der Manesse 57
Wâ vunde man sament sô manig liet 60
Zum sog. Manessekreis 62
Der Minnesänger Johannes Hadlaub 62
Hinweise auf Zürcher Schreiber 65
Hinweise auf Zürcher Illuminatoren 69
Verlorenes Vergleichsmaterial 72
Schwierigkeiten bei der Einordnung der Maler 73
Auf der Suche nach einer Schreiberwerkstatt 75
Zürich um 1300 und die êre der Manesse 77
Porträt Johannes Hadlaub 78
Lyrikhandschriften des Mittelalters -
von den Carmina Burana bis zur
Weingartner Liederhandschrift 82
Die Handschrift der Carmina Burana 82
Das Naglersche Fragment 85
Die Budapester Liederhandschrift 91
Die Weingartner Liederhandschrift 99
Die Kleine Heidelberger Liederhandschrift 106
Verhältnis zum Codex Manesse 108
Porträt Der von Kürenberg 110
Seltsame Wege -
Stationen der Geschichte und
Erschließung des Codex Manesse 114
Spurensuche zwischen 1300 und 1596 114
Im Nachlass des Freiherrn von Hohensax (1596) 121
Bartholomäus Schobinger und Melchior Goldast 122
Goldasts 'Hypomnemata' und die
'Bremer Abschrift' 125
Der St. Galler Prozess 127
Goldasts Isidor-Edition und die 'Paraenetici' 129
Spurensuche zwischen 1596 und 1607 132
'Rückkehr' nach Heidelberg (1607) 134
Von Heidelberg (1607) nach Paris (1657) 135
Die Drucke von Bodmer und Breitinger 138
Karl Lachmanns Walther-Edition 144
Porträt Walther von der Vogelweide 146
Lachmannschule und 'Des Minnesangs Frühling' 150
Von der Hagens 'Minnesinger' 151
Rückkehr aus Paris nach Heidelberg (1888) 155
Transkription, Faksimilierung, Digitalisierung 161
Porträt Neidhart 166
Anhang 170
Zur Transkription 170
Zur Betonung und Aussprache
im Mittelhochdeutschen 170
Abbildungsnachweis 170
Literatur 171
Verzeichnis der behandelten Liederhandschriften
und ihrer Siglen 175
Verzeichnis der Abbildungen
aus dem Codex Manesse 176

»Ein Buch, das förmlich dazu inspiriert, dem Codex Manesse nachzuspüren und mit dem künstlerischen Zeitgeist des Mittelalters auf Tuchfühlung zu gehen.« WDR3

»...eine kenntnisreiche und verständlich geschriebene Einführung mit fundierten Einblicken in die mittelalterliche Buchproduktion, Überlieferungs- und Rezeptionsgeschichte.« Jahrbuch für internationale Germanistik

»Wer tief eintauchen möchte in die fremd gewordene und doch vertraute Welt des Mittelalters und die vielen fesselnden Rätsel um den Codex Manesse, dem sei dieser vorzüglich gemachte, anregende Band dringend empfohlen.« Badische Neueste Nachrichten

»Lothar Voetz [...] ist ein eminenter Kenner der Manessischen Liederhandschrift. In einer neuen und reich illustrierten Monografie erklärt er die Entstehung, Geschichte und Erschliessung des Werks. Sein Buch ist gescheit und gründlich...« NZZ am Sonntag

»Lothar Voetz erklärt mit verständlichen Beschreibungen und Übersetzungen eine große Auswahl der farbenprächtigen Illustrationen, die den Leser immer wieder ins Stauen versetzen.« VorSicht - Das Rhein-Nahe-Journal

»prächtig illustriert. Der Leser ist dazu eingeladen, etwas in diesem schönen Buch zu schmökern [...] hier [berichtet] ein Fachmann solide und ausführlich über die sicherlich bedeutendste Liederhandschrift des Mittelalters« Mediaevistik

»Eine gelehrte, gut zu lesende Gesamtdarstellung.« Butzbacher Zeitung

»so attraktiv wie informativ« Rhein-Neckar-Zeitung

»Herausragend: das extra große Buchformat und die vielen hochwertigen Abbildungen.« Kirche+Leben

»Alles in allem: eine wirklich unverzichtbare Publikation.« Damals

»Kenntnisreich führt der Autor in die Welt der Handschriften ein.« Glaube und Leben

»Die Sammlung mittelhochdeutscher Lyrik gilt heute als bedeutendste Liederhandschrift dieser Epoche. Hier wird sie wunderbar und anschaulich gewürdigt.« P.M. History

»Ob als gut lesbare, fachkundige Einführung in die Codex-Manesse-Forschung oder als Geschenkbuch - der schmucke Band kann im Hinblick auf beide Einsatzmöglichkeiten überzeugen.« Germanistik

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