Mitten im zivilisierten Europa

Die Pogrome von 1918 bis 1921 und die Vorgeschichte des Holocaust
 
 
C.H. Beck (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 15. September 2022
 
  • Buch
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  • Hardcover
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  • 456 Seiten
978-3-406-79108-6 (ISBN)
 
"KEINE GESCHICHTE DIESER JÜDISCHEN KATASTROPHE KOMMT AN VEIDLINGERS AUSSERGEWÖHNLICHES BUCH HERAN." TIMOTHY SNYDER

Zwischen 1918 und 1921 werden in der Ukraine über 100 000 Juden von Bauern, Städtern und Soldaten ermordet, die sie für die Russische Revolution und deren Folgen verantwortlich machen. Ganz normale Bürgerinnen und Bürger berauben plötzlich ihre jüdischen Nachbarn, brennen ihre Häuser nieder, zerreißen ihre Tora-Rollen, missbrauchen sie sexuell und töten sie. Der Holocaust-Historiker Jeffrey Veidlinger hat diese Welle genozidaler Gewalt rekonstruiert, bei der ganz unterschiedliche Gruppen von Menschen alle zu demselben Ergebnis kamen - dass die Ermordung von Juden eine akzeptable Antwort auf ihre Probleme sei.

Als die Gewalt in die Kleinstadt Slovetschno kam, ist Rosa Zaks erst sieben Jahre alt. Doch sie wird ihr Leben lang nicht vergessen können, wie sie und ihre Geschwister mitten in der Nacht von der Mutter geweckt und auf den Dachboden des Nachbarhauses gebracht wurden. Aus ihrem Versteck müssen die Kinder mit ansehen, wie ein Pogrom gegen die jüdischen Bewohner des Ortes entfesselt wird...
Anhand von lange vernachlässigtem Archivmaterial, darunter Tausende neu entdeckte Zeugenaussagen, Prozessakten und offizielle Anordnungen, zeigt der renommierte Historiker Jeffrey Veidlinger, warum die Pogrome in Osteuropa eine Art Vorgeschichte des Holocaust bilden. Das überaus differenzierte Bild dieser heute weitgehend in Vergessenheit geratenen Ereignisse, das durch die Geschichten von Überlebenden, Tätern, Mitarbeitern von Hilfsorganisationen und Regierungsvertretern entsteht, verdeutlicht, warum die Juden "mitten im zivilisierten Europa" in akuter Gefahr waren, vernichtet zu werden - und ganz Europa davon wusste.

  • Die entfesselte Gewalt gegen die jüdische Bevölkerung in der Zeit von 1918 bis 1921
  • Die Vorgeschichte des Massakers von Babyn Jar 1941
  • Für alle Leser:innen von Timothy Snyder, "Bloodlands"


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  • München
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mit 47 Abbildungen und 9 Karten
  • Höhe: 226 mm
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  • 721 gr
978-3-406-79108-6 (9783406791086)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Jeffrey Veidlinger ist Professor für Geschichte und Judaistik an der University of Michigan und forscht über Neuere jüdische Geschichte, Russland und Osteuropa, Oral History sowie zum Holocaust. Seine Bücher, darunter "The Moscow State Yiddish Theatre" und "In the Shadow of the Shtetl", wurden mit dem "National Jewish Book Award", dem "Barnard Hewitt Award for Theatre Scholarship", zwei "Canadian Jewish Book Awards" sowie dem "J. I. Segal Award" ausgezeichnet. Er lebt in Ann Arbor, Michigan.
Einleitung: «Wird ein Massaker an den Juden der nächste europäische Schrecken sein?»
Eine Bemerkung zu Quellen, Zahlen, Daten und Ortsnamen


Teil I: Krieg und Revolution - März 1881 bis Dezember 1918
1. Die letzten Jahre des Russischen Reichs
2. Die Revolutionen von 1917
3. Die ukrainische Zentralna Rada
4. Vom Hetmanat zum Direktorium

Teil II: Die Ukrainische Volksrepublik - Dezember 1918 bis März 1919
5. Das Pogrom von Ovrutsch
6. Das Pogrom von Schytomyr
7. Das Pogrom von Proskuriv
8. Das zweite Pogrom von Schytomyr
Teil III: Machtvakuum - März bis August 1919
9. Die Entente
10. Kriegsherren
11. Monate und Tage
12. Polen und die Ukraine auf der Weltbühne

Teil IV: Der Triumph des Bolschewismus - August 1919 bis März 1921
13. Die Freiwilligenarmee
14. Das Pogrom von Tetijiv
15. Der polnisch-sowjetische Krieg

Teil V: Nachwirkungen - 1921-1941
16. Flüchtlinge
17. Der Schwarzbard-Prozess
18. Die Ukraine zwischen den Kriegen
19. Der Beginn des Holocaust


Danksagung
Anmerkungen
Bildnachweis
Personen- und Ortsregister

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