Zivilprozessordnung: ZPO

FamFG Verfahren in Familiensachen, EGZPO, GVG, EGGVG, EU-Zivilverfahrensrecht. Kommentar
 
 
C.H. Beck (Verlag)
  • 43. Auflage
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  • erschienen am 19. April 2022
 
  • Buch
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  • Hardcover
  • |
  • XL, 2970 Seiten
978-3-406-78478-1 (ISBN)
 

Starker Halt: Der neue »Thomas/Putzo« ist da.

Der »Thomas/Putzo«

kommentiert neben der ZPO und dem EGZPO u.a. das FamFG (Verfahren in Familiensachen), das GVG, die EuGVVO, die Brüssel IIa-VO und bereits die ab 1.8.2022 geltende Brüssel IIb-VO. Zudem werden weitere, für die Praxis wichtige EU-Verordnungen (EuZustVO n.F., EuBewVO n.F., EuMVVO, EuGFVO, EuUntVO, EuGüVO, EuPartVO, EuKoPfVO und EuErbVO) nebst Durchführungsgesetzen einführend erläutert.Das Werk bietet einen strukturierten Überblick bei anwachsender Stoffmenge, enthält zahlreiche Tenorierungsvorschläge und umfassende sowie aktuelle Hinweise auf Rechtsprechung und Literatur.

Die 43. Auflage 

berücksichtigt neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie zahlreiche Änderungen und Neuerungen, z.B.:

  • G zur Verbesserung des Schutzes von Gerichtsvollziehern vor Gewalt sowie zur Änderung weiterer zwangsvollstreckungsrechtlicher Vorschriften und zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes
  • G zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts 
  • G zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen
  • G zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder
  • G zur Durchführung der VO (EU) 2019/1111 
  • G zur Neuregelung des Berufsrechts der anwaltlichen und steuerberatenden Berufsausübungsgesellschaften 
  • G zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts
  • G zum Ausbau des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten und zur Änderung weiterer Vorschriften
  • Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2021 sowie
  • Prozesskostenhilfebekanntmachung 2022.
43. Auflage 2022
  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
  • Für Richterschaft, Rechtsanwaltschaft, Referendarinnen und Referendare, Studierende, Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger.
  • Gewebe
  • Höhe: 202 mm
  • |
  • Breite: 138 mm
  • |
  • Dicke: 65 mm
  • 1424 gr
978-3-406-78478-1 (9783406784781)
weitere Ausgaben werden ermittelt

Begründet von Prof. Dr. Heinz Thomas†, ehem. Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht

und Prof. Dr. Hans Putzo†, ehem. Vizepräsident des Bayerischen Obersten Landesgerichts

Dr. KlausReichold

Dr. RainerHüßtege, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht a.D.

und Dr. Christian Seiler, Richter am Bayerischen Obersten Landesgericht

Fortgeführt von Dr. Carl Friedrich Nordmeier

"(...) Ob die Väter des Kommentars heute noch mit ihrem Kommentar zufrieden wären? Dafür spricht eine starke Vermutung. Heussen berichtet von Thomas, diesem seien abstrakte Erörterungen zuwider gewesen ("da höre ich an der Universität genug davon"). Stattdessen wollte er "gemeinsam mit den Anwälten um den Fall kreisen wie die Geier, um zu testen, wer am Ende schneller an die Beute kam" (Heussen, Interessante Zeiten: Reportagen aus der Innenwelt des Rechts, 2013, S. 354). Bei diesem "Kreisen" ist der "Thomas/Putzo" eine gute Hilfe." Wiss. Mitarbeiterin Dr. Marie Herberger, LL.M., Passau, in: NJW 31/2021, zur 42. Auflage 2021

"(...) Es überrascht auch kritische Rezensenten, wie es dieser kompakte und kurz gefasste Kommentar immer wieder schafft, die praktisch und rechtlich relevanten Fragen aufzugreifen und dem Leser Antworten zu liefern. Teilweise legen die Autoren dezidierte eigene Meinungen dar, manchmal weisen sie durch die Darstellung gegensätzlicher Ansichten auf offene Rechtsfragen hin, die der Anwender dann für sich selbst klären und ggf. im Instanzenzug entscheiden lassen muss. Anwender dieses Kommentars erhalten jedoch eine vorbildliche Struktur zur Lösung ihrer Probleme. Dermaßen brilliant und auf sehr viele relevante Fragen zugespitzt wird der Thomas Putzo oftmals nicht nur ein Kommentar des ersten Zugriffs bleiben, sondern liefert bereits alleine schon Lösungen für offene Fragen. Auf jeden Fall von Anwendern des Zwangsvollstreckungsrechts, das der Rezensent vornehmlich zu beurteilen vermag, sollte dieser Kommentar zu Rate gezogen werden." Stefan Mroß, in: DGVZ 7-8/2021, zur 42. Auflage 2021

"(...) Andererseits aber auch, weil er - verglichen mit anderen Kommentierungen im Zivilprozessrecht - noch immer das bei weitem günstigste Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten hat. "Kompakt und zugleich umfassend", nennt das sein Verlag, und: "auf die besonderen Anforderungen der Praxis zugeschnitten" sowie "die erste Anlaufstelle bei auftretenden Fragen". Dem ist aber gerade auch aus praktischer Sicht kaum zu widersprechen, denn in den allermeisten Fällen, findet sich das, was man sucht, bereits erschöpfend im Putzo behandelt, ohne dass man noch eines weiter vertiefenden Großkommentars bedürfte. So ist der, wie es in Verlagskreisen heißt, absatzstärkste und meistverwendeste ZPO-Kommentar auch nach 42 Auflagen für seine Benutzerinnen und Benutzer wohl ebenso unverzichtbar geblieben wie am ersten Tag: Er informiert stets aktuell und zuverlässig über alle verfahrensrechtlichen Fragen. (...) Fazit: Putzo bleibt Putzo. Und darauf können wir uns verlassen." Rüdiger Rath, in: justament.de 21.06.2021, zur 42. Auflage 2021

"(...) Der bestens bekannte Kommentar verschafft dem Nutzer einen systematischen Überblick auch bei ständig wachsender Stoffmenge, überzeugt durch eine klare Systematik, zeigt die Zusammenhänge auf und enthält überdies zahlreiche Tenorierungsvorschläge - die sich leicht in Klageanträge "übersetzen" lassen - und umfassende aktuelle Hinweise auf die Rechtsprechung sowie das Schrifttum.
Der klug konzipierte Kommentar ermöglicht dem Nutzer einen zeitsparenden Umgang mit der ZPO, den einschlägigen Vorschriften des FamFG und des europäischen Zivilverfahrensrechts. Der Kommentar spricht Praktiker ebenso an wie Referendare und Studenten. Er ist überdies zugelassenes Hilfsmittel in der Zweiten Juristischen Staatsprüfung.
Der Stil der Kommentierung ist bewusst knapp gehalten und konzentriert sich auf das Wesentliche. Manchmal muss man die Sätze mehrfach lesen und dann zeigt sich, dass der Gehalt viel hilfreicher ist, als er auf den ersten Blick scheint. An Systematik ist die Kommentierung ohnehin seit Jahrzehnten nicht zu überbieten. Der in Ausbildung und Praxis bewährte absatzstärkste ZPO-Kommentar beschränkt sich auf das Wesentliche, ist aber wissenschaftlich genau.
Die Neuauflage bietet erneut die wahrscheinlich kompakteste Praxis - Kommentierung der ZPO auf sehr aktuellen Stand, mit hohem Anwendungsnutzen für alle Leser, von Auflage zu Auflage." juralit.online 21.04.2021, zur 42. Auflage 2021

"Der absatzstärkste und meistverwendetste ZPO-Kommentar überzeugt auch in der Neuauflage durch ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Zur ersten Orientierung gibt es nichts besseres als diesen handlichen kompakten Kommentar. Die 42. Auflage berücksichtigt neben etlichen Änderungsgesetzen insbesondere auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Zivilprozessrecht.
Ich habe mal einige Thomas/Putzo-Kommentierungen zu umstrittenen Rechtsfragen, zu denen ich durch eigene Veröffentlichungen einen speziellen Bezug und auch besondere Kenntnisse habe, etwas genauer analysiert:
Auslegung und Rechtsfortbildung: Einleitung VI, Rn. 1-6: gute Ausführungen die aber noch etwas detaillierter sein könnten und auch mit einigen aktuellen höchstrichterlichen Rechtsprechungsnachweisen wie z.B. BVerfG, NJW 2018,2542 versehen werden sollten.
Inkassokosten im gerichtlichen Mahnverfahren: Hierzu finden sich sehr gute Darlegungen zum einen in § 690 Rn. 11: Ob Inkassokosten neben vorgerichtlichen RA-Kosten geltend gemacht werden können ist umstritten (vgl. Wedel Rpfleger 17,168), zumindest darf der Rpfl dies wegen seiner eingeschränkten Prüfungskompetenz nicht beanstanden. Damit schließt sich der Bearbeiter Hüßtege meiner dortigen Meinung an.
Außerdem heißt es in § 691, Rn.4: Die Erstattbarkeit von Inkassokosten darf nicht von vornherein verneint werden.(AG Stuttgart, Büro 06,94 m Anm Wedel; ...; Wedel, Büro 94,325; bestr) Sogar mein grundsätzlicher jetzt schon 27 Jahre alter Aufsatz "Die Prüfungsbefugnis des Rechtspflegers im gerichtlichen Mahnverfahren" (JurBüro 1994,325) wird also (wie auch in etlichen anderen Kommentaren und Fachbüchern) noch zitiert.
Ob allerdings dem Antragsteller eine Frist zur Erläuterung zu setzen ist, wie der Bearbeiter Hüßtege unter Hinweis auf das AG Coburg meint, ist fraglich.
Zur Problematik des vorgeschobenen Untermieters um eine Räumung zu vereiteln: In den Randnummern 5 und 9 des § 885 findet man bei dem Kommentar mit dem weitaus geringsten Umfang zu dieser Frage die ausführlichste und differenzierendste Stellungnahme von allen Kommentaren:
In Rn. 5 führt Bearbeiter Seiler erfreulicherweise entgegen BGH folgendes aus: Wird iS einer Vollstreckungsvereitelung Gewahrsam eines Dritten, der nicht im Titel aufgeführt ist, im Zusammenwirken mit dem Mieter begründet, so kann es rechtsmissbräuchlich sein, wenn der Dritte sich darauf beruft nicht im Titel zu stehen.(LG Lübeck DGVZ 08,172; ...; Klimesch/Wedel ZMR 12,679; aA BGH NJW 08,3287) Die in BGH NJW 08,3287 vom BGH vertretene Auffassung, dass nicht einmal dann ein Rechtsmissbrauch vorliegt wenn der Verdacht besteht, dass dem Untermieter der Besitz vom Mieter nur eingeräumt worden ist um die Zwangsräumung zu vereiteln, habe ich auch in einigen neueren Aufsätzen (z.B. ZMR 17,299; 19,253; 20,281) stark kritisiert. Dass ich dabei unter Berufung auf eine Aussage von Papst Benedikt XVI. dem BGH vorgeworfen habe mit seiner Entscheidung die gemeinsamen sittlichen Grundlagen unseres Rechts verlassen zu haben hat mich sogar zum großen Diskussionsthema im renommierten Beck-Blog werden lassen (Selk, 12.5.2019: Der Papst und ich).
In Rn. 9 legt Seiler zwar zunächst zum Thema Untermieter dar, dass laut BGH NJW 08,3287 mit kritischer Anm Wedel Büro 09,341 ein eigener Titel erforderlich sei.
Werde allerdings zuvor beim Mieter angefragt, ob weitere Personen die Wohnung oder das Haus bewohnen und gibt der Mieter keine oder eine falsche Antwort könne nach hM (Klimesch/Wedel ZMR 12,681 mwN) gleichwohl aus dem Räumungstitel nach Treu und Glauben, § 242 BGB, vollstreckt werden.
Zur Frage ob § 940a Abs.2 auch auf Gewerberäume anwendbar ist heißt es in Rn.3: Eine Ausweitung auf Gewerbemietverhälnisse findet nicht statt. In der anschließenden Klammer folgen viele Belege hierfür (u.a auch Wedel ZMR 18,989 und ZMR 20,14), aber auch Nachweise sowie Begründungen der Gegenmeinung. (z.B. Klüwer ZMR 15,10 und 18,196 mit dem Zusatz: kritisch zu Klüwer Wedel a.a.O) Es werden also sehr gut beide Meinungen zu dieser umstrittenen Rechtsfrage dargestellt.
Etwas später führt Seiler dann auch noch aus, dass der Fall der verweigerten Mitteilung der Personalien des Dritten zumindest problematisch bleibe. Zwar begründe dies nach dem Gesetzesentwurf ein kollusives Zusammenwirken zwischen Vollstreckungsschuldner und dem Dritten, so dass gemäß 242 BGB die Räumung auch gegen diesen erfolgen dürfe, es gebe hierzu aber auch etliche kritische Stimmen.
Die Darstellung des Meinungsstands zur Untermieter-Problematik könnte wirklich kaum besser sein.
Insgesamt belegen diese Stichproben auf jeden Fall den qualitativ sehr hohen Standard des Thomas/Putzo.
Fazit: Dieser Klassiker der Kommentarliteratur darf in keiner Handbibliothek eines Ziviljuristen fehlen." Expertenstimme von RA Dr. Thomas Wedel, Oberasbach, zur 42. Auflage 2021


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