Tollensetal 1300 v. Chr.

Das älteste Schlachtfeld Europas
 
 
wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) (Verlag)
  • erschienen im August 2021
 
  • Buch
  • |
  • Hardcover
  • |
  • 112 Seiten
978-3-8062-4192-1 (ISBN)
 

Eine Ausgrabungsstätte der Superlative: Wer waren die Krieger der Bronzezeit?

Was mit Zufallsfunden im Mai 1996 begann, gilt heute als eine der bedeutendsten Ausgrabungen weltweit: Ein Flusstal in Mecklenburg-Vorpommern war Schauplatz der frühesten in Europa dokumentierten Kriegshandlung. Ein Team von Archäologen und freiwilligen Helfern arbeitet seit 2009 daran, die Ereignisse rund um die Tollense nahe Altentreptow zu rekonstruieren.

Mit Beiträgen der Mitwirkenden und vielen Fotos dokumentiert Thomas Terberger in diesem Buch nicht nur die groß angelegten Ausgrabungsarbeiten, sondern entwirft auch ein Bild des Szenarios, das sich an diesem Flusstal abgespielt haben mag.

  • Bronzezeit in Deutschland: wie der Fund im Tollensetal unseren Blick auf die Ur- und Frühgeschichte verändert
  • Teamleistung der Forscher: wie Archäologen, Anthropologen, Forensiker und Naturwissenschaftler gemeinsam die Geschehnisse rund um das Schlachtfeld aufdecken
  • Die Methoden der Archäologen: wie mit Metalldetektoren und durch den Einsatz von Tauchern tausende Skelett- und Gegenstandsfunde zu Tage gefördert werden
  • Wettlauf gegen die Zeit: warum moderne Entwässerungsmaßnahmen die archäologische Arbeit auf dem prähistorischen Schlachtfeld erschweren

Bronze-Funde und Pfeilspitzen aus Feuerstein: Was das Schlachtfeld uns heute über die Bronzezeit verrät

Lange Zeit herrschte die Meinung, dass es in der Bronzezeit eher friedlich zuging. Die Überreste der an der Tollense gefallenen Krieger sprechen jedoch eine andere Sprache: Pfeilspitzen, die noch nach Jahrtausenden fest in Knochen stecken und zahlreiche Waffenfunde erzählen die Geschichte einer heftigen Auseinandersetzung. Verheilte Verletzungen zeugen von der Kampferfahrung der Krieger. Eine Isotopenanalyse deutet darauf hin, dass ein Teil der Opfer nicht aus der Region stammt.

Thomas Terberger gibt faszinierende Einblicke in die archäologische Feldarbeit und lässt eine außergewöhnliche Fundsituation in Beiträgen und Bildern greifbar werden!

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Der Prähistoriker Thomas Terberger ist am Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege beschäftigt. Die Zeit der späten Sammler-Jäger-Fischer und die Rolle der letzten Wildbeuter in der Übergangsphase zur Landwirtschaft bilden Forschungsschwerpunkte von Thomas Terberger. Durch seine Ausgrabungen an steinzeitlichen Fundplätzen im Küstengebiet hat er sich insbesondere mit den Umweltveränderungen und Innovationen dieser Zeitscheibe im Ostseeraum befasst. Seit 2008 leitet er gemeinsam mit Detlef Jantzen die Forschungen zu den bedeutenden Überresten eines bronzezeitlichen Gewaltkonfliktes im Tollensetal in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Historiker und Archäologe Dr. Joachim Krüger lehrt als Privatdozent am Historischen Institut der Universität in Greifswald. Seine Schwerpunkte als Historiker liegen auf dem Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit, der Geschichte Skandinaviens und des Ostseeraums sowie der Geld- und Wirtschaftsgeschichte. Als Prähistoriker beschäftigt er sich vor allem mit der Bronzezeit und experimenteller Archäologie. Zusätzlich ist er geprüfter und archäologischer Forschungstaucher. Als solcher leitet er seit 2008 die unterwasserarchäologischen Forschungen zu den bedeutenden Überresten eines bronzezeitlichen Gewaltkonflikts im Tollensetal in Mecklenburg-Vorpommern.

»Der Prähistoriker legt gemeinsam mit Krüger und einigen anderen Autoren das sehr gelungene Buch >Tollensetal 1300 v.Chr.<« SPIEGEL


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