Erdöl

Ein Atlas der Petromoderne
 
 
Matthes & Seitz Berlin (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 15. Oktober 2020
 
  • Buch
  • |
  • Hardcover
  • |
  • 324 Seiten
978-3-95757-942-3 (ISBN)
 
Nur wenn wir begriffen haben, womit wir es seit 150 Jahren in unseren Motoren, Laboren, Körpern und Träumen zu tun haben, können wir uns von dieser ebenso zauberhaften wie verhängnisvollen Substanz wieder lösen. Die Entstehung von Erdöl braucht Ewigkeiten, seine Verwendung aber kennt nur den Augenblick: ob als Kraftstoff oder Plastiktüte, als Lippenstift oder Luftballon. Erdöl ist allgegenwärtig und doch unsichtbar. Es ist vorzeitlicher Naturstoff und hypermoderner Kunststoff. Es ist Kriegstreiber, Wohlstands­bringer und sogar Lebensmittel. Dieser reich bebilderte Atlas lädt ein zu Spaziergängen durch Geografien, Industrien und historische Prozesse und fördert in Prak­tiken, Wissensformen und Bildwelten erstaunliche Geschichten zutage: vom ersten Öltanker »Zoroaster« von 1878, der sich heute im Fundament einer Bohrinsel im Kaspischen Meer befindet, vom fossilen Plankton, das erd­ölbildend beinah die neuesten norwegischen Geldscheine geziert hätte, vom verarmten österreichischen Adelsspross, der als Ölarbeiter sein Glück in Argentinien suchte und zur Romanfigur wurde, von »Science-fashioned Molecules« als Helden des US-­amerikanischen Industriefilms. Denn schließ­lich ist Erdöl weit mehr als die Summe seiner Moleküle.
1. Auflage
  • Deutsch
  • Berlin
  • |
  • Deutschland
  • mit Klappen
  • Höhe: 201 mm
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  • Breite: 125 mm
  • |
  • Dicke: 23 mm
  • 466 gr
978-3-95757-942-3 (9783957579423)

Benjamin Steininger, 1974 in München geboren, ist Kultur- und Medienwissenschaftler, Wissenschafts- und Technikhistoriker sowie Kurator. Studium der Philosophie und Kulturwissenschaft in Berlin, 2015 Dissertation an der Universität Wien zum Katalysator als Schlüsselprinzip des 20. Jahrhunderts; 2012 bis 2016 leitete er ein partizipatives Forschungsprojekt zur Geschichte der österreichischen Ölindustrie. Er ist Postdoc am UniSysCat der TU-Berlin und am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin. 2017 gründete er zusammen mit Alexander Klose und Bernd Hopfengärtner das Forschungskollektiv »Beauty of Oil« zur Erforschung der Komplexitäten und Widersprüche der Petromoderne. 2021 wird die von ihm und Alexander Klose initiierte und ko-kuratierte Aussstellung »Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters« am Kunstmuseum Wolfsburg zu sehen sein.


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