Südwärts

Die Endurance Expedition
 
 
edition erdmann ein Imprint von Verlagshaus Römerweg
  • erschienen am 9. September 2021
 
  • Buch
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  • Softcover
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  • 447 Seiten
978-3-7374-0065-7 (ISBN)
 
1914 bricht die Mannschaft der Endurance unter der Leitung von Sir Ernest Shackleton zur letzten großen Reise im Goldenen Zeitalter der heroischen Antarktis-Forschung auf. Das Missionsziel ist die Durchquerung des antarktischen Kontinents. Doch das Vorhaben scheitert am Eis, die Endurance friert ein und wird langsam von den Eismassen im Weddellmeer zermalmt. Die Männer verlassen das Schiff, errichten immer wieder neue provisorische Camps auf Eisschollen, auf denen sie mehrere Monate durchs Meer treiben, bis sie auf Elephant Island stranden. Shackleton muss seinen Traum der Antarktisdurchquerung aufgeben, nicht aber seine Mannschaft: 1500 Kilometer legt er mit fünf weiteren Wagemutigen im kleinen Rettungsboot auf offener See zurück, um Hilfe für den Rest zu holen. Heute steuern Kreuzfahrten Elephant Island im Norden der Südlichen Shetlandinseln und Shackletons Grab in Grytviken auf Südgeorgien an, verbinden die Erfahrung der großartigen Natur der Antarktis mit den Abenteuern der riskanten Ära der Ersterforschungen des ewigen Eises. Darüber hinaus bietet der Sport- und Abenteuertourismus Reisenden zahlreiche mehr oder weniger extreme Aktivitäten bis hin zu dem, was Shackleton nicht gelang: die Durchquerung des antarktischen Kontinents. Shackletons Bericht ist in jedem Fall - je nach Abenteuerlust - der perfekte Begleiter an Bord, an Land oder im Lesesessel.
  • Deutsch
  • Wiesbaden
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  • Deutschland
  • mit Klappen
  • 22 s/w Zeichnungen, 12 Karten
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  • 22 schwarz-weiße Zeichnungen, 12 Karten
  • Höhe: 204 mm
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  • Breite: 126 mm
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  • Dicke: 42 mm
  • 562 gr
978-3-7374-0065-7 (9783737400657)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Sir Ernest Henry Shackleton (1874-1922) wurde in Kilkea, Irland, geboren. Er leitete zwei Antarktis-Expeditionen, galt als hervorragende, wenn auch exzentrische Führungspersönlichkeit und zählt neben Amundsen und Scott zu den drei bedeutendsten Antarktis-Abenteurern. Shackleton starb 1922 auf Südgeorgien an einem Herzinfarkt.

Dr. habil. Cornelia Lüdecke (geb. 1954) ist korrespondierendes Mitglied der Académie Internationale d'Histoire des Sciences in Paris und leitet die Expertengruppe für Geschichte der Antarktisforschung des Scientific Committee on Antarctic Research. Als Privatdozentin der Universität Hamburg lehrt sie Geschichte der Geowissenschaften und hält zahlreiche Vorträge im In- und Ausland. Ihre Bücher beschäftigen sich hauptsächlich mit der Geschichte der Polarforschung.

Dr. phil. Axel Monte (geb. 1962), Studium und Magister der Ethnologie und Indologie am Südasieninstitut der Universität Heidelberg, Promotion in Kulturwissenschaften an der Universität Bremen, arbeitet freiberuflich als Übersetzer, Herausgeber, Autor und Ethnologe, lebt in München.
Einleitung von Cornelia Lüdecke | Vorwort von Ernest Henry Shackleton | Kapitel 1: Ins Weddellmeer | Kapitel 2: Neuland | Kapitel 3: Wintermonate | Kapitel 4: Der Verlust der Endurance | Kapitel 5: Ocean Camp | Kapitel 6: Ein kurzer, beschwerlicher Marsch | Kapitel 7: Patience Camp | Kapitel 8: Flucht vom Eis | Kapitel 9: Die Fahrt mit der James Caird | Kapitel 10: Quer durch Südgeorgien | Kapitel 11: Die Rettung | Kapitel 12: Elephant Island | Kapitel 13: Die Rossmeergruppe | Kapitel 14: Überwinterung im McMurdo-Sund | Kapitel 15: Die Depots werden angelegt | Kapitel 16: Die Drift der Aurora | Kapitel 17: Die letzte Rettungsfahrt | Kapitel 18: Nachspiel | Literaturverzeichnis | Register
Vorwort: Nach der Eroberung des Südpols durch Amundsen, der nur ein paar Tage Vorsprung vor der britischen Expedition unter Scott hatte, blieb den Polarforschern nur noch eine große Herausforderung übrig: die Durchquerung des antarktischen Kontinents von Küste zu Küste. Als ich von der Expedition mit der Nimrod wiederkehrte, bei der wir unseren Versuch abbrechen mussten, am Südpol die britische Flagge zu hissen, neunundsiebzig Meilen vor unserem Ziel von widrigen Umständen zurückgeschlagen, wandte ich mich in Gedanken der Durchquerung des Kontinents zu, denn ich konnte mir sicher sein, dass entweder Amundsen oder Scott den Pol auf unserer oder einer parallelen Route erreichen würde. Nachdem ich vom Erfolg der Norweger gehört hatte, begann ich mit den Vorbereitungen für eine letzte große Fahrt - damit die erste Durchquerung des letzten unerforschten Kontinents von einer britischen Expedition geleistet würde. Wir haben dieses Ziel nicht erreicht, aber die folgenden Seiten erzählen die Geschichte unseres Versuchs. Auch wenn das eigentliche Vorhaben gescheitert ist, berichtet dieses Buch von Abenteuern, anstrengenden Tagen, einsamen Nächten, ungewöhnlichen Erfahrungen und vor allem von unbeirrbarer Entschlossenheit, unverbrüchlicher Treue und selbstloser Opferbereitschaft vonseiten meiner Männer - Berichte, die, so meine ich, sogar in diesen Zeiten, die große Opfer ganzer Völker und selbstloses Handeln Einzelner gesehen hat, von Interesse sein werden für den Leser, der sich jetzt bereitwillig vom roten Schrecken des Kriegs und den Belastungen der letzten fünf Jahre abwendet, um vielleicht mit besserem Verständnis vom »Weißen Krieg« im Süden zu lesen. Die Kämpfe, die Enttäuschungen und das Durchhaltevermögen dieser kleinen Gruppe von Briten, die beinahe zwei Jahre in den Einöden des Polareises verschollen waren und sich bemühten, die gestellte Aufgabe zu erfüllen und die Krise, die die Welt durchlebte, nicht mitbekamen, künden von einer Leistung, die in der Geschichte der Erforschung der Antarktis einzigartig dasteht.

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