Zwischenwelten

Detroit, Berlin, Warszawa
 
 
Palmartpress
  • erschienen im Juni 2018
 
  • Buch
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  • Hardcover
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  • 120 Seiten
978-3-96258-008-7 (ISBN)
 
In the last three decades a "new physiognomy of the continent" arose (Schlögel 2005). The breakdown of structures caused by political and, more importantly, economic developments gave Ewa Trafna during a visit to Detroit the impulse to artistically engage with her experiences of abandoned property, industrial wastelands, and the standstill of urban communication in previously thriving cityscapes. Overseas, the artist experienced something that was familiar to her both biographically and from the fate of Polish and German cities like Lódz, Bytom, Walbrzych as well as Oberhausen, Bitterfeld, Eisenhüttenstadt and Berlin (Oberschöneweide). Trafna's series, originating from the memory of Detroit- although it is by all means also currently a geopolitical burning issue-expresses in a universal way how architecture bears witness to an era both its successful times and its setbacks. But with further change they are whitewashed, built upon, repurposed. New cityscapes are created, whose transformations are barely noticeable on site, but which are not only documented by artists like Trafna, but also granted an artistic visage. Art is an actor that engages in the process of urban forgetting and remembering. Trafna's work provides now an opportunity to pause for a moment and a space to re-think this intermediate state between past and future, both in its melancholy but also its potential. With text contributions from Uta Schorlemmer, Alfrun Kliems, Aleksandra Hirszfeld and Will Wittig.
 
In den letzten drei Jahrzehnten ist eine "neue Physiognomie des Kontinents" entstanden (Schlögel 2005). Der durch politische und vor allem ökonomische Entwicklungen hervorgerufene Zerfall von Strukturen hat der polnischen Malerin Ewa Trafna bei einem Aufenthalt in Detroit Anstoß gegeben, sich künstlerisch mit ihren Erfahrungen des Leerstands, der Industriebrachen, des Stillstands der städtischen Kommunikation in einst blühenden Stadtlandschaften auseinanderzusetzen. In Übersee hat die Künstlerin etwas erlebt, das ihr biographisch aus dem Schicksal polnischer und deutscher Städte wie etwa Lódz, Bytom und Walbrzych oder Berlin (Oberschöneweide), Oberhausen, Bitterfeld und Eisenhüttenstadt bekannt ist. Trafnas aus der Erinnerung an Detroit weiterhin entstehender Werkzyklus, obgleich derzeit durchaus auch weltpolitisch ein hochaktuelles Thema, drückt in universeller Weise aus, wie Architektur zum Zeugen einer Epoche wird, sowohl der Erfolgssträhnen als auch der Blessuren. Doch mit fortschreitendem Wandel werden diese übertüncht, überbaut, umgenutzt. Es entstehen neue Stadtbilder, deren Verwandlung vor Ort oft kaum noch wahrnehmbar ist. Künstler wie Trafna dokumentieren diese jedoch nicht allein, sondern verleihen ihnen ein künstlerisches Antlitz. Kunst greift als Akteur in den Prozess aus urbanem Vergessen und Erinnern ein. Trafnas Werke bieten Anlass zum Innehalten und Raum, diesen Zwischenzustand aus Vergangenheit und Zukunft in seiner Melancholie, aber auch seinem Potential neu zu denken. Mit Textbeiträgen von Uta Schorlemmer, Alfrun Kliems, Aleksandra Hirszfeld und Will Wittig.
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  • Fadenheftung
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  • Gewebe-Einband
Kunstwerk von Ewa Trafna
  • Höhe: 21 cm
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  • Breite: 21 cm
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  • Dicke: 15 mm
  • 625 gr
978-3-96258-008-7 (9783962580087)
In Ewa Trafna's Paintings I discover the space of a world that has disappeared. They convey vanishing landscapes of earlier civilizations. Their strength derives from the process of decay. Saturated with a vision of an end and the extreme, the paintings stimulate thought and discussion about the meaning of life and ask the question: Where do we come from? Where are we heading towards? Ewa Trafna's efficacious and intuitive style of painting captures the cataclysmic emotional state of humanity today-full of unrest and doubt. It allows its depth as well as its ordinariness to be discovered. It awakens a pervasive understanding of a sense of loneliness. It reveals the chaos and tension in the reality around us. - Jerzy Brukwicki
In Ewa Trafnas Bildern entdecke ich den Raum einer Welt, die verging. Sie tragen die verschwindenden Landschaften früherer Zivilisationen in sich. Ihre Kraft kommt aus dem Prozess des Vergehens. Gesättigt mit einer Vision des Endes und des Äußersten regen die Bilder die Auseinandersetzung mit dem Sinn des Lebens an und stellen die Frage: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Die unruhige, intuitive Malerei von Ewa Trafna erfasst die dramatischen Seelenzustände des heutigen Menschen, voller Unruhe und Zweifel. Sie lässt ihre Tiefen wie auch ihre Gewöhnlichkeit entdecken. Sie erregt die durchdringende Erkenntnis des Gefühls der Einsamkeit. Sie enthüllt das Chaos und die Spannung der uns umgebenden Realität. - Jerzy Brukwicki

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