Erfasse komplex, handle einfach

Systemische Psychotherapie als Praxis der Selbstorganisation - ein Lernbuch
 
 
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
  • 2. Auflage
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  • erschienen im April 2012
 
  • Buch
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  • Softcover
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  • 271 Seiten
978-3-525-40179-8 (ISBN)
 
Praxisliteratur wie auch Fortbildungen hinterlassen oft den Eindruck, dass Therapie eine Sache der Methode oder Technik sei. Dem stehen Erkenntnisse aus Forschung und Praxis gegenüber, die therapeutische Kompetenz an »common factors« festmachen und die Therapeuten als Prozessgestalter und Künstler des Gesprächs verstehen, angefangen bei der Wahl des passenden Settings hin zu Wortwahl, Tonfall und Gestik.
In diesem an der Alltagspraxis orientierten Lernbuch stehen folgende Fragen im Mittelpunkt:

- Wie kann man therapeutische Prozesse verstehen und gestalten?
- Wer und was ist dabei wichtig?
- Woran liegt es, wenn es in Therapien hakt?

In allen gelingenden Therapien lassen sich allgemeine Wirkfaktoren und Kriterien ausfindig machen, die helfen, Komplexität zu verstehen und zu vereinfachen. Martin Rufer unternimmt den Versuch, die generischen Prinzipien selbstorganisierender Prozesse nach Haken und Schiepek als ein systemisches Konzept für die Fallkonzeption zu konkretisieren und basierend darauf Psychotherapie im weiteren Kontext zu verstehen.
Dieses Buch ruft bewährte Werkzeuge in Erinnerung, ergänzt das Handlungsrepertoire um neue und regt dazu an, sich als Praktiker in den system- und psychotherapeutischen Diskurs einzumischen.
 
Psychotherapy as practical self-organization may sound complicated, but it actually isn´t. If we look at what Martin Rufer has accomplished, we quickly discover what is meant by this idea.How can we understand and shape therapeutic processes? Who and what is important? Why do some therapies falter and others succeed? In this volume the theory of self-organization forms the basic framework for practitioners to study and understand how therapist and client variables interface. Martin Rufer recounts many case examples from his decades-long experiences concerning the mandate, interventional strategies and stumbling blocks that can crop up in therapeutic settings. The generic principles according to Haken and Schiepek serve as the common theme for setting up cases and for reducing the complexity of the material in order to deal with the case directly and simply.
  • Deutsch
  • Deutschland
  • Broschur/Paperback
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  • Klebebindung
mit einer Abb.
  • Höhe: 204 mm
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  • Breite: 124 mm
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  • Dicke: 20 mm
  • 327 gr
978-3-525-40179-8 (9783525401798)
3525401795 (3525401795)
10.3244/9783525401798.1
weitere Ausgaben werden ermittelt
- 1966 bis 1970 Ausbildung zum Primarlehrer (1966-1970)- Studium der Psychologie, Pädagogik und Soziologie mit Abschluss Erziehungsberatung (lic.phil.) - Aus-, Weiter- und Fortbildungen in Systemtherapie, Verhaltenstherapie und NLP- 1978 bis 1990 Leitungsteam der Therapeutischen Gemeinschaft Schlüssel, Stiftung Terra Vecchia - 1978 bis 1998 Erziehungsberatung sowie Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst Biel - Seit 1990 Privatpraxis als Psychologe und Psychotherapeut (seit 1999 im Rahmen des ZSB)- Supervision und Weiterbildungstätigkeit in »Systemischer Psychotherapie u. Beratung«- 2001 bis 2009 Geschäftsleitung (ZSB) »Zentrum für Systemische Therapie und Beratung Bern«
Geleitwort von Arnold Retzer

Geleitwort von Franz Caspar

Vorwort des Autors

1 Ein erster Einblick

1.1 Warum und für wen dieses Buch?
1.2 Zum Inhalt
1.3 Zu Aufbau und Gestaltung
1.4 Meine theoretische Position
1.5 Verstehen heißt Fragen stellen
1.6 Therapie lehren und lernen
1.7 Komplex erfassen: Wer will was?
1.8 Einfach handeln: Wie mache ich das?

2 Generische Prinzipien: Die Partitur für die Therapie

2.1 Musterhafter Wandel: Zur Theorie der Selbstorganisation
2.2 Generische Prinzipien: Zur Praxis der Selbstorganisation

3 Therapie mit Beziehungen

3.1 Ist alles Beziehung und systemisch?
3.2 Der Therapeut und die Beziehung
3.3 Schwierige Interaktionssituationen
3.4 Systemkompetenz: »Mit Dritten als Dritter im Bunde«
3.5 Einzel-, Paar- oder Familientherapie?

4 Therapie als Prozess

4.1 Alles Placebo?
4.2 Passt der Schlüssel?
4.3 Diagnostik: Muster erkennen und Prozesse verstehen
4.4 Prozesssteuerung: Veränderung anstoßen und gestalten

5 Systemische Fallkonzeption - Fallbeispiele

5.1 Stefan Haller
5.2 Ehepaar Fausey
5.3 Familie Kamber
5.4 Max Gerber
5.5 Monika Niederhauser
5.6 Melanie Brunner

6 Therapie im Kontext - ein kritischer Ausblick

6.1 Psychotherapie im medizinischen Kontext
6.2 Ist krank, wer leidet - leidet, wer krank ist?
6.3 Eine oder zwei Psychotherapien?
6.4 Fazit für eine Psychotherapie von morgen

Dank und Nachwort

Literatur

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