Legenden

Roman
 
 
Unionsverlag
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 1. April 2019
 
  • Buch
  • |
  • Hardcover
  • |
  • 245 Seiten
978-3-293-00544-0 (ISBN)
 

Die Crau, eine Steinwüste vor den Toren von Arles. Weites, nacktes Land, überlassen einzig dem rauen Mistral und den Schafen. Hier leben Matt und Nel, verbunden durch eine tiefe Freundschaft. Als Matt beginnt, die Vergangenheit der Region zu erforschen, stößt er immer wieder auf die Namen zweier Cousins von Nel, die in den Achtzigern hier lebten.

Zwei Brüder, Enfants terribles, intelligent, exzessiv und voller Verachtung für jegliche Gefahren. Für kurze Zeit sind sie da, in Arles, in der Crau, im Leben ihrer Freunde, von denen sie gehasst und vergöttert werden. Partys, Gewalt, Freiheit, Jugend, Nachlässigkeit. Matt versucht, das Lebensgefühl jener Jahre einzufangen, und scheucht dabei Echos auf, die ihm und Nel ihre eigenen Entscheidungen gnadenlos vor Augen führen.

  • Deutsch
  • Zürich
  • |
  • Schweiz
  • Höhe: 211 mm
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  • Breite: 131 mm
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  • Dicke: 25 mm
  • 382 gr
978-3-293-00544-0 (9783293005440)
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Sylvain Prudhomme, geboren 1979, ist Schriftsteller und Übersetzer. Seine Kindheit verbrachte er in Kamerun, Burundi, Mauritius und im Niger. In Paris studierte er Literaturwissenschaften und arbeitete danach mehrere Jahre in Afrika. Er ist Autor von mehreren Romanen und Mitbegründer der Zeitschrift Geste. Er wurde u. a. mit dem Prix littéraire Georges Brassens, dem Prix littéraire de la Porte Dorée, dem Prix François Billetdoux und dem Prix Révélation de la Société des Gens de Lettres ausgezeichnet.
»Sylvain Prudhomme ist mit diesen kontrapunktischen Erzählebenen ein beeindruckender Roman gelungen, seine charismatischen Charaktere erstarren nie in Klischees, weder in ihrem Hedonismus noch in der Agonie. Daher bohren sie sich in unsere Hirne und Herzen, fragen, wo unsere Sympathien liegen: bei den schillernden Schmetterlingen oder eher bei den beständigen Schafen?«
 
»Dieses Buch war für mich eine Offenbarung. Je tiefer Matt in das Schicksal der enfants terribles einsteigt, desto mehr hallen seinen Recherchen in der Gegenwart nach.«
 
»Eine Elegie hat Sylvain Prudhomme geschrieben, einen Klagegesang also, zwar in Prosa, aber in einer Sprache, die fast so frei strömt wie Poesie.«
 
»Prudhomme spiegelt die Unbedingtheit der Adoleszenz entgegen der Struktur und Einschränkung des Erwachsenenalters auch sprachlich. Satzgefüge, die komplex beobachten, stehen Satzreihen gegenüber, die Feststellungen machen und jeglicher Diskussion enthoben sind. Eine gelungene Komposition und Verwebung von Lebensphasen, die nur gegen Aufpreis ohne Rücksicht auf Verluste gelebt werden können. Besonders und empfehlenswert.«
 
»Sylvain Prudhomme erzählt nicht nur eine Geschichte von zwei sehr unterschiedlichen Brüdern, sondern nimmt sich viel Zeit, die Provence oder Camargue und die Menschen, die dort leben, berührend zu beschreiben.«
 
»Legenden hält auf zarte, humorvolle Weise Ideale hoch, die in globalisierten Social-Media-Zeiten fast altmodisch wirken, auf eine wohltuende Weise: Freundschaft, die Liebe zu einer Landschaft, die Lust am Leben.«
 
»In seinem lebhaften, außergewöhnlichen Stil entfaltet Sylvain Prudhomme die Geschichte dieser empfindsamen Brüder, so sanft, als öffne er eine Blume. Was sich wie beschauliche Landschaftsbeschreibungen vor dem Hintergrund des provenzalischen Sommers lesen könnte, führt den Leser in neue Tiefen. Dabei stellt sich ganz nebenbei die Frage, wie man sein Leben leben soll: Als Schaf oder als Schmetterling? Von diesem hoch talentierten Autor wird man noch hören.«
 
»Dieser Roman erzählt von jener Unschuld, die die Realität in etwas Magisches verwandelt, aber auch von der Härte, mit der sie den einen auffängt und den anderen stürzen lässt. Er erzählt davon, wie wir uns der Vergangenheit stellen, und wie sie uns manchmal verzweifeln lässt. Ein schönes, ein wundersames Buch.«
 
»Man kann vollkommen aufgehen in diesen Dialogen, in diesem Tonfall, den Nuancen und Emotionen.«
 
»Sylvain Prudhommes fließender Text ist so durchdrungen vom Berg und der Welt der Hirten, dass man die Schafe von der ersten bis zur letzten Seite fast riechen kann. Der Romancier zeigt, wie die Toten von gestern in unser Leben zurückkehren, uns rufen und faszinieren, manchmal ohne, dass wir uns dessen bewusst werden.«

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