Allerorten

Roman
 
 
Unionsverlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erscheint ca. am 14. September 2020
 
  • Buch
  • |
  • Hardcover
  • |
  • 256 Seiten
978-3-293-00561-7 (ISBN)
 

Sacha sehnt sich nach Einsamkeit. Müde vom lauten Paris, zieht er in eine Kleinstadt, irgendwo in der Provence. Fernab von allem, zwischen Platanen und menschenleeren Plätzen, möchte er sich dem Schreiben widmen. Doch dann trifft er auf einen alten Jugendfreund, den »Anhalter« - und der ist immer noch derselbe: Wie schon zu Jugendzeiten bricht er auf, ohne Vorwarnung, hängt sich ein Schild um den Hals - Nach Auxerre oder Nach Landes - und reist kreuz und quer durch Frankreich. Seine Frau Marie und sein Sohn Agustín bleiben allein zurück.

Aus Wochen des Wartens werden Monate. Sacha kümmert sich rührend um Agustín und knüpft ein immer engeres Band zu Marie. Eine zarte Geschichte über Sehnsüchte und die große Frage, was ein erfülltes Leben ausmacht.

  • Deutsch
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978-3-293-00561-7 (9783293005617)
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Sylvain Prudhomme, geboren 1979, ist Schriftsteller und Übersetzer. Seine Kindheit verbrachte er in Kamerun, Burundi, Mauritius und im Niger. In Paris studierte er Literaturwissenschaften und arbeitete danach mehrere Jahre in Afrika. Er ist Autor von mehreren Romanen und Mitbegründer der Zeitschrift Geste. Er wurde u. a. mit dem Prix littéraire Georges Brassens, dem Prix littéraire de la Porte Dorée, dem Prix François Billetdoux und dem Prix Révélation de la Société des Gens de Lettres ausgezeichnet. 2019 erhielt er den Prix Femina.
»Sylvain Prudhomme ist ein Magier. Er erzählt uns mehr über uns selbst als die meisten Romanciers seiner Generation. Ein feinsinniger, ein schöner, ein seltener Roman.«
 
»Dass Sylvain Prudhomme ein sprachgewaltiger Autor ist, hat er mit Ein Lied für Dulce und Legenden bereits bewiesen. Hier zeigt er wieder einmal, dass er ein grandioser Stilist ist, der auf prahlerische Effekte getrost verzichten kann. Unendlich zart und feinfühlig, geradezu leuchtend kommt der Roman daher. Er fängt den Moment ein, das Hier und Jetzt. Das alte Land, die Kirchtürme, die steinernen Häuser, die Jahreszeiten. Er erzählt von jenen, die bleiben und von jenen, die weiterziehen. Davon, wie wir leben und warum. Er erzählt von leisen Versprechen und gutherzigem Verrat, und wie all das sich unter dem Horizont auflöst, um wieder von vorn zu beginnen.«
 
»Eine Fülle an Gefühlen bringt diesen Roman zum Schwingen. Zart, leicht und tiefgründig zugleich.«
 
»Prudhomme erzählt vom ewigen Spiel der Anziehung und Ablehnung, eingewoben in ein Netz aus Lebenslinien - Linien, die einander abstoßen, sich miteinander verflechten, aufbrechen und neue Richtungen einschlagen. Ein berauschender Roman.«
 
»Einer der schönsten französischen Romane des Herbstes.«
 
»Ein zarter Roman, an den man sich erinnert, wenn man auf der Autobahn das Fenster runterkurbelt oder eine leichte Meeresbrise die Haut kitzelt. Eindringlich und poetisch.«
 
»Der Roman spielt mit dem Gedanken, dass Bleiben genauso abenteuerlich sein kann wie ewiges Davonrennen - eine fein gesponnene Geschichte über Sehnsucht und Verlust.«
 
»Niemals - und das erfordert literarisches Geschick - kippt Prudhommes Prosa in plumpe Lyrik: keine künstliche Aufregung, keine aufgeblasenen Adjektive, keine brüsken Offenbarungen. Nur Lebenslinien, die auf einen gemeinsamen Fluchtpunkt zulaufen.«

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