Klar bin ich von hier! Was ein schwarzer Junge in Deutschland erlebt (Kinder- und Jugendbuch)

 
 
edition riedenburg (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 11. Februar 2020
 
  • Buch
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  • Softcover
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  • 116 Seiten
978-3-99082-049-0 (ISBN)
 
Malik ist neun Jahre alt und hat einen kenianischen Vater. Es passiert ihm immer wieder, dass wildfremde Menschen in seine lockigen Haare fassen. Manchmal ist Maliks Mama schneller und hält die neugierigen Hände fest. Oder Malik duckt sich und die Leute greifen ins Leere. Ziemlich oft wird Malik gefragt, woher er denn wirklich kommt. "Aus der Schützestraße" lautet seine Antwort, doch das scheint vielen Menschen nicht zu genügen. Auch für sein gutes Deutsch wird er öfter mal gelobt. Das wundert Malik. Was soll er denn sonst sprechen? Klingonisch vielleicht? Nur gut, dass er seine Freunde hat. Und einen Lehrer in der Schule, der immer zu ihm hält.
Ein Kinder- und Jugendbuch zu den Themen Alltagsrassismus, Diskriminierung, Diversität, Toleranz und Mut zur Andersartigkeit. Mit Unterrichtsideen für den Einsatz als Klassenlektüre sowie zwei leckeren kenianischen Rezepten.
Ab 8 Jahren. In leicht lesbarer Druckschrift.

Verlag edition riedenburg Salzburg * editionriedenburg.at *
  • Deutsch
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  • Österreich
  • Für Kinder
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  • Für Grundschule und weiterführende Schule
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  • Für den Englisch-Unterricht
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  • Lernen einer Zweitsprache
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  • Für die Erwachsenenbildung
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  • Ein Kinder- und Jugendbuch für Toleranz und Mut zur Andersartigkeit. Für Grundschulklassen/Schulklassen der Sekundarstufe 1 als Unterrichtslektüre zu Rassismus, Fremdenhass, Diversität, Inklusion (mit Ideen zur aktiven Unterrichtsgestaltung); für Familien mit gemischtrassigem Hintergrund
17 farbige Illustrationen, zahlreiche s/w-Illustrationen
  • Höhe: 216 mm
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  • Breite: 151 mm
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  • Dicke: 9 mm
  • 202 gr
978-3-99082-049-0 (9783990820490)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Sabine Priess, Jahrgang 1972, ist geboren und aufgewachsen in der Nähe von Mainz. Sie arbeitet als Redakteurin beim Rundfunk Berlin-Brandenburg und lebt mit Mann, Kind und Kater in Berlin. "Klar bin ich von hier!" ist ihr erstes Kinderbuch - es ist gemeinsam mit ihrem Sohn entstanden, der ostafrikanische Wurzeln hat.

Hélène Baum, Jahrgang 1987, ist in München geboren, aber sowohl in Deutschland als auch in England und Frankreich aufgewachsen. Sie arbeitet als selbstständige Illustratorin und Grafikerin in Berlin.
Vorwort . 6
Kapitel 1: Das ist Malik . 9
Kapitel 2: Maliks Schule und der Schulweg . 19
Kapitel 3: Kater Kosmo kommt . 28
Kapitel 4: Bitte nicht in die Haare fassen! . 39
Kapitel 5: Ausflug aufs Land . 49
Kapitel 6: Was ist mutig? . 61
Kapitel 7: Sehnsucht nach Kenia . 69
Kapitel 8: Maliks Freunde - wen er retten würde . 76
Kapitel 9: Endlich zurück in Kenia . 83
Kapitel 10: Wieder zuhause . 95
Anhang
Achtsam gegen Alltagsrassismus - Unterrichtsideen mit "Klar bin ich von hier!" . 104
Rezepte aus Kenia . 110
Autorin und Illustratorin . 113
Sie sind mit den Einkäufen im Bus nach Hause unterwegs, als Malik von einem älteren Herrn gefragt wird, wo er denn herkommt. "Aus dem Stadtteil Mitte", antwortet Malik. Und dann schiebt er schnell hinterher, dass er seine genaue Adresse fremden Erwachsenen nicht verraten darf.
Der Mann lacht nachsichtig und sagt: "Du sprichst aber gut deutsch." Gleich danach fragt er, wo Malik denn "jetzt wirklich" herkomme.
"Wirklich?", fragt Malik irritiert zurück und sagt zögernd und mit fragender Stimme: "Vom Einkaufen?"
Jetzt wendet sich der Mann an Mama: "Aus welchem Land kommt er denn nun?"
Mama, die offenbar schon wusste, wohin der Mann mit seiner Frage steuert, antwortet mit einem angedeuteten Lächeln:
"Er kommt von hier. Wie Sie vermutlich. Oder wo kommen Sie so ganz genau her?"
Der Mann beantwortet Mamas Frage nicht, sondern bleibt unbeirrbar und sagt:
"Irgendwo muss er doch seine dunkle Hautfarbe herhaben?"
"Ja, natürlich", sagt Mama, und "auf Wiedersehen."
Sie zieht Malik an der Hand weiter nach vorne.
Dort setzen sie sich hin. Der Mann schaut noch ein paar Mal zu ihnen und liest dann weiter in seiner Zeitung.
"Warum hast du ihm nicht gesagt, dass Papa aus Kenia kommt und ich deshalb braune Haut habe?", fragt Malik.
"Warum sollte ich?", fragt Mama zurück. "Das geht den Mann doch gar nichts an."
Mama erklärt, dass Malik nur dann über seine Herkunft Auskunft geben soll, wenn es sich für ihn gut anfühlt.
Unterwegs setzt Mama Malik bei seinem Freund Ben ab. Zur Begrüßung wuschelt ihm Bens Mutter durch die Haare. Malik hat gar nichts dagegen. Sie ist nämlich nett. Und genau wie Ben kennt sie ihn schon seit dem Kindergarten.
Sie spielen bei Ben im Hinterhof und es kommen noch einige Kinder dazu. Die meisten hat Malik schon öfter gesehen, weil er ja häufig hier zu Besuch ist.
Einer der Jungs ist neu.
Ben sagt, er wohne erst seit Kurzem hier.
Als sie gemeinsam auf dem Trampolin springen, fragt der neue Junge Malik, woher er denn kommt.
"Aus der Schützestraße", sagt Malik diesmal. Der Junge ist zwar auch fremd, aber er kann ja ruhig wissen, wo Malik genau wohnt.
Auch der Junge fragt nochmal nach:
"Nein, woher wirklich?"
Malik zuckt genervt die Achseln, hüpft weiter und gibt ihm einfach keine Antwort.
Auf dem Nachhauseweg trifft Malik den Pizza-Boten, der manchmal abends bei ihnen klingelt und die absolut leckerste Pizza der Stadt bringt. Er ist auch schwarz. Sie erkennen sich sofort, lächeln sich kurz an und gehen ein kurzes Stück des Weges gemeinsam. Der Mann trägt drei Pizza-Kartons auf dem Arm und läuft mit schnellen Schritten.
"Woher kommst du eigentlich?", wird Malik von ihm zum dritten Mal an diesem Tag gefragt. Doch zum ersten Mal fühlt es sich ok an.
"Von hier", sagt Malik. Diesmal weiß er automatisch, dass die Schützestraße nicht die richtige Antwort ist. Denn das weiß der Pizzamann ja schließlich sowieso.
"Ich bin hier geboren. Mein Vater ist aus Kenia", fügt er hinzu. "Ich war leider erst einmal da, da war ich fünf", sagt Malik. "Und woher kommen Sie?", fragt er zurück. Der Mann sagt, dass er aus Mali stamme, das sei ein Land in Westafrika. Er sei aber schon lange weg.
Malik nickt und sagt endlich einmal, was er schon immer mal sagen wollte:
"Sie sprechen aber gut Deutsch."
Beide schauen sich an und prusten los vor Lachen.
"Um sich gemeinsam mit seinem Kind dem Thema anti-rassistische Erziehung zuzuwenden, gibt es viele Möglichkeiten. Eine davon sind Bücher, wie das von Sabine Priess." (Vera Mehringer für hallo-eltern.de, 10. Juli 2020)
"Sabine Priess Buch behandelt Themen wie Vielfalt und 'Normalität' und bietet eine Bandbreite an Anschauungsbeispielen, die mit der Inklusion von Kindern zu tun haben." (kulturexpress.de, 13. Juli 2020)
"Das Kinder- und Jugendbuch, welches sich auch als Schullektüre eignet, klärt u.a. über Alltagsrassismus, Diversität und Toleranz auf." (Larissa Weiss für gofeminin.de, 10. Juli 2020)
"5 empfehlenswerte Kinderbücher zum Thema Rassismus" (focus.de, 10. Juli 2020)
"Unsere liebsten antirassistischen und anti-diskriminierenden Kinderbücher" (renk-magazin.de, 17. Juni 2020)
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