Europäische Erinnerung als verflochtene Erinnerung

Vielstimmige und vielschichtige Vergangenheitsdeutungen jenseits der Nation
 
 
V&R unipress
1. Auflage | erschienen im März 2014
 
Buch | Hardcover | 274 Seiten
978-3-8471-0052-2 (ISBN)
 
Ausgangspunkt des Bandes ist eine Kritik der unreflektierten Instrumentalisierung von >Europäischer Erinnerung< im derzeitigen öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs. Demgegenüber betont der Band die Vielstimmigkeit und Vielschichtigkeit gruppenübergreifender Erinnerungsprozesse.
Statt >europäische Erinnerung< als handlungsleitendes Ideal oder als empirischen Begriff für Gedenktage, Museen oder Schulbücher zu verstehen, wird ein Ansatz verfolgt, der >europäische Erinnerung< als eine diskursive Realität betrachtet, an der auch der wissenschaftliche Diskurs Teil hat: Sie manifestiert sich überall dort, wo Akteure >Europa< in ihren Vergangenheitsdeutungen aufgreifen. Vor dem Hintergrund, dass solche >europäischen< Deutungen nur eines von vielen Attributen einer Selbstbeschreibung darstellen, wird in vergleichender Perspektive nach den gruppenübergreifenden Momenten gefragt, die in der Vergangenheit und Gegenwart mit >als europäisch< verstandenen Deutungen verbunden waren und sind.
 
Ausgangspunkt des Bandes ist eine Kritik der unreflektierten Instrumentalisierung von >Europäischer Erinnerung< im derzeitigen öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs. Demgegenüber betont der Band die Vielstimmigkeit und Vielschichtigkeit gruppenübergreifender Erinnerungsprozesse.

Statt >europäische Erinnerung< als handlungsleitendes Ideal oder als empirischen Begriff für Gedenktage, Museen oder Schulbücher zu verstehen, wird ein Ansatz verfolgt, der >europäische Erinnerung< als eine diskursive Realität betrachtet, an der auch der wissenschaftliche Diskurs Teil hat: Sie manifestiert sich überall dort, wo Akteure >Europa< in ihren Vergangenheitsdeutungen aufgreifen. Vor dem Hintergrund, dass solche >europäischen< Deutungen nur eines von vielen Attributen einer Selbstbeschreibung darstellen, wird in vergleichender Perspektive nach den gruppenübergreifenden Momenten gefragt, die in der Vergangenheit und Gegenwart mit >als europäisch< verstandenen Deutungen verbunden waren und sind.
 
Starting point for this publication is a critique of the unreflected instrumentalisation of >European Memory< as exposed in current public and academic discourse. In order to respond to this pernicious tendency, the contributions to this volume develop an approach that accentuates the polyphony and multiple layers of memory.
Rather than understanding >European Memory< as a normative ideal or an empirical concept for days of remembrance, museums, or schoolbooks, this approach perceives >European Memory< as a discursive reality of which academia is an integral part. It manifests itself whenever actors pick up 'Europe' in their interpretations of the past. Covering a broad spectrum of European memory ranging from the Vikings to the Srebrenica massacre, the volume includes very different attributes of European self-descriptions and enquires into the entanglements of memory in present and past that are linked with these interpretations.
 
Starting point for this publication is a critique of the unreflected instrumentalisation of >European Memory< as exposed in current public and academic discourse. In order to respond to this pernicious tendency, the contributions to this volume develop an approach that accentuates the polyphony and multiple layers of memory.

Rather than understanding >European Memory< as a normative ideal or an empirical concept for days of remembrance, museums, or schoolbooks, this approach perceives >European Memory< as a discursive reality of which academia is an integral part. It manifests itself whenever actors pick up 'Europe' in their interpretations of the past. Covering a broad spectrum of European memory ranging from the Vikings to the Srebrenica massacre, the volume includes very different attributes of European self-descriptions and enquires into the entanglements of memory in present and past that are linked with these interpretations.
Formen der Erinnerung | 055
Deutsch
Deutschland
geheftet | Gewebe-Einband
Höhe: 236 mm | Breite: 159 mm | Dicke: 22 mm
524 gr
978-3-8471-0052-2 (9783847100522)
3847100521 (3847100521)
10.14220/9783847100522
weitere Ausgaben werden ermittelt
Gregor Feindt wurde 2013 in Bonn mit einer Arbeit zu oppositionellen Bewegungen in Ostmitteleuropa promoviert. Félix Krawatzek promoviert am Nuffield College in Oxford über politische Mobilisierung von Jugend in Krisenzeiten. Daniela Mehler ist Referentin für Berufungs- und Bleibeangelegenheiten sowie Hochschulentwicklung an der Universität Frankfurt am Main. Friedemann Pestel ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte des Romanischen Westeuropa an der Universität Freiburg. Rieke Trimçev ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg.

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