Histaminintoleranz - die unentdeckte Krankheit

Histamin - eine häufige Ursache für Allergien, Nahrungsmittelintoleranzen und vieles mehr!
 
 
Bloch, Rainer (Verlag)
  • 4. Auflage
  • |
  • erschienen am 28. Juli 2022
 
  • Buch
  • |
  • Softcover
  • |
  • 208 Seiten
978-3-9824423-1-0 (ISBN)
 

Sie ernähren sich gesund, aber fühlen sich trotzdem krank? Sie haben schon alles Mögliche versucht, um Ihre Symptome los zu werden, aber auch Ihre zahlreichen Arztbesuche haben immer noch keine Ursache hervorgebracht?

Oder haben Sie vor kurzer Zeit die lang ersehnte Diagnose erhalten - nämlich eine Histaminintoleranz? Sie wissen also jetzt endlich, warum Sie so häufig Migräne haben, tagsüber grausam erschöpft sind, nachts nicht schlafen können, unerklärliche Schweißausbrüche auftreten, und Sie plötzliche Übelkeit oder Durchfall überkommen? Und all das besonders nach einem typischen italienischen Abend mit Parmesankäse, Tomaten und Rotwein oder einer Tafel Schokolade?

Obwohl eine Histaminintoleranz keine neue Modeerscheinung ist, gehört sie zu den Erkrankungen, die in der medizinischen Praxis quasi gar nicht stattfindet und viel zu oft sozusagen 'übersehen' wird.

Trotz umfangreicher Diagnostik wird die Ursache der vielen differenzierten Symptome, die aufgrund einer Histaminintoleranz auftreten, in vielen Fällen nicht gefunden. Dies sind sehr häufig Beschwerden wie Asthma, Reizdarm, Migräne, Neurodermitis, Hautekzeme, allergieähnliche Symptome bis hin zu chronischer Müdigkeit und Schweißausbrüchen.

Es klingt fast unglaublich, aber es ist tatsächlich nur eine einzige Substanz, nämlich das Histamin, welches für so viele verschiedene Beschwerdebilder verantwortlich sein kann. Nicht ohne Grund wird eine Histaminintoleranz auch als eine Krankheit der 'tausend Gesichter' bezeichnet.

Dies macht es oft so schwer, sie tatsächlich zu diagnostizieren. Langjährige Leidenswege, während der die Histaminintoleranz nicht erkannt wird und die Symptome immer massiver auftreten, sind dabei die Regel und nicht die Ausnahme. Aufwändige Diagnoseverfahren laufen ins Leere und fallen ohne nennenswerte Befunde aus. Oft werden jahrelang Medikamente eingenommen, um die auftretenden Symptome zu bekämpfen und einzudämmen, doch geschieht dies meist eher schlecht als recht. Wird schließlich die Histaminintoleranz festgestellt und adäquat therapiert, dann führt dies bei den meisten Betroffenen zu beeindruckenden gesundheitlichen Verbesserungen bis hin zu völliger Beschwerdefreiheit.

Das Problem ist jedoch: Es wird in der Praxis meistens nicht nach einer Histaminintoleranz gesucht - also wie soll sie dann gefunden werden?

Doch wer sie nicht kennt, kann sich erst gar nicht auf die Suche begeben. Ein Teufelskreis.
Allerdings kommt das Thema immer mehr in Bewegung, insbesondere weil die Ärzte zunehmend von den Patienten gefordert werden.

Immer mehr aufgeschlossene Ärzte lassen sich durch ihre betroffenen Patienten aufklären.

Als ich vor 12 Jahren die Erstauflage dieses Buches schrieb, war an solche Entwicklungen noch gar nicht zu denken.

Auch wenn man immer noch eine gute Portion Glück benötigt, um eine Histaminintoleranz diagnostiziert zu bekommen, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass man schneller fündig wird, doch wesentlich größer geworden.

Darüber hinaus sind inzwischen viele Umstände, die in Verbindung mit der Histaminintoleranz stehen, erforschter und bekannter als noch vor wenigen Jahren. Inzwischen haben sich einige vermutete Zusammenhänge bestätigt, und weitere,
die seinerzeit noch gar nicht bekannt waren, rücken zunehmend in den Fokus wie etwa die Fragen, warum eine Histaminintoleranz überhaupt entsteht und es bestimmte Zielgruppen besonders häufig trifft.

Viele dieser neuen Erkenntnisse habe ich in dieser Neuauflage aufgenommen. Denn je besser man als Betroffener informiert ist, umso erfolgreicher kann man der Histaminintoleranz begegnen. Überhaupt ist es aufgrund der Komplexität dieser Erkrankung unverzichtbar, sich mit ihr auseinanderzusetzen.

Wer gerade erst seine Diagnose erhalten hat, fühlt sich schnell überfordert und weiß gar nicht, wo er eigentlich anfangen soll.

Was ist wirklich wichtig, was hilft und was ist überflüssig?
Damit Sie sich einen schnellen Überblick verschaffen können, erfahren Sie in diesem Buch alles Wissenswerte. Lesen Sie, wie die Diagnose in der medizinischen Praxis zuverlässig gestellt werden kann, oder testen Sie mit der vorgestellten speziellen Diät selbst, ob eine Histaminintoleranz die Ursache für Ihre Beschwerden ist.

Lernen Sie, wie Sie wieder ein beschwerdefreies Leben führen können, ganz egal, ob Sie seit vielen Jahren unter Migräne, chronischer Müdigkeit, Neurodermitis, Nesselsucht oder vielen anderen Symptomen leiden.

Profitieren Sie von meinen langjährigen Erfahrungen, die ich mit meiner Histaminintoleranz und weiteren Nahrungsmittelintoleranzen gesammelt habe. Nur wer selbst von dieser tückischen Intoleranz betroffen ist, weiß um die Sorgen und Nöte, aber auch um die therapeutischen Möglichkeiten, sowie Tipps und Tricks, die den Alltag trotz der Einschränkungen leichter machen.


Ich wünsche Ihnen viele neue Erkenntnisse und gute Gesundheit.

Sigrid Nesterenko

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort

Was ist eine Histaminintoleranz (HIT)?
Histaminintoleranz - alles nur Einbildung oder eine Modeerkrankung?
Was ist Histamin?
Personen, die besonders häufig von einer HIT betroffen sind

Symptome der Histaminintoleranz
Angst- und Panikattacken
Anaphylaktischer Schock
Assoziierte Erkrankungen
Asthma und andere Atemwegserkrankungen
Auswirkungen auf Blutgefäße
China-Restaurant-Syndrom
Haarausfall
Hauterkrankungen
Herzrhythmusstörungen
Insektenstiche
Magen- und Darmbeschwerden
Migräne und Kopfschmerzen
Müdigkeit und Erschöpfung
Muskel- und Wadenkrämpfe
Neurologische Symptome
Schlafstörungen
Seekrankheit
Zentrales Nervensystem
Symptome der Histaminintoleranz im Überblick

Das lange Leben bis zur richtigen Diagnose
Ist eine fehlende HIT-Diagnose gefährlich?
Welcher Therapeut?

Diagnose der Histaminintoleranz
Anamnese
Eliminationsdiät
Kartoffel-Reis-Diät
Provokationstest
Bluttests
Pricktest
Biopsien
Urintest
Gentest
Ausschluss anderer Erkrankungen
Schlussfolgerung
Nach der Diagnose
Biogene Amine
Histaminliberatoren
Medikamentenwirkstoffe
Medikamentenstoffe, die Histamin freisetzen
Medikamentenstoffe, die DAO blockieren

Welche Präparate bei Erkältung?
Salicylatintoleranz
Gemüse
Obst
Gewürze
Sonstige Lebensmittel

Ursachen einer Histaminintoleranz
Erworbener Enzymdefekt der Diaminoxidase
DAO-Hemmer
Überschreitung der persönlichen Toleranzgrenze
Zu viel Verzehr von weiteren biogenen Aminen
Vermehrte Histaminfreisetzung
Vermehrte Histaminproduktion des Körpers
Angeborener Enzymdefekt
Umweltschadstoffe
Industrielle Verarbeitung der Nahrungsmittel
Gestörte Darmflora
Nahrungsmittelallergien und -intoleranzen
Darmerkrankungen
Mangel an Nährstoffen
Leberstörungen
Übersäuerung

Pyrrolurie und Histaminintoleranz
Candida und Histaminintoleranz
Der Einfluss der Galle bei der Histaminintoleranz
Leaky Gut bei der Histaminintoleranz
Umweltschadstoffe als eine Ursache der HIT
Rauchen
Mastozytose

Histamin und Krebs
Zusammenhänge zwischen Hormonen und Histaminintoleranz
Menstruation und Histaminintoleranz
Schwangerschaft
Wechseljahre
Schilddrüse

Therapiemöglichkeiten der Histaminintoleranz
Aminosäuren
Antihistaminika
Cromoglycinsäure
DAO-Kapseln
Darmsanierung
Probiotika
Histaminarme Ernährung
Vitamin B6, Vitamin C und andere Nahrungsergänzungsmittel
o Vitamin C
o Vitamin B6
o Vitamin D
o Zink und Mangan
o Weitere natürliche Antihistaminika
o Zeolith
o Heilerde
o Histaminum Hydrochloricum C200 Globuli
o Erbsensprossen

Stressreduzierung
Sonstige Therapiebausteine

Lebensmittel bei Histaminintoleranz
Brot- und Backwaren
Fertigprodukte und Fast Food
DAO-blockierende Lebensmittel
Fisch und Meeresfrüchte
Fleisch und Wurst
Milchprodukte
Obst und Gemüse
Zusatzstoffe

Lebensmitteltabellen
Brotaufstrich
Fisch
Fleisch und Wurst
Getreide
Gemüse
Obst
sonstige Lebensmittel
Milchprodukte.
Süßigkeiten
Zusatzstoffe meiden

Alkohol, Kaffee, Wasser - was Sie über Getränke wissen sollten
Alkohol
Kaffee
Wasser
Tabelle Getränke

Weitere Nahrungsmittelintoleranzen
Essen im Restaurant
Leben mit der Histaminintoleranz
Das Familienleben
Arbeiten mit Histaminintoleranz - geht das, und wenn ja, wie?


Altbekannte Symptome wieder da- warum?
Veränderungen der Darmflora
Hormonelle Veränderungen
Neue Zusammensetzung der Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente
Eine weitere Nahrungsmittelintoleranz

Alltagstipps
HIT in der therapeutischen Praxis und Wissenschaft
Die unbefriedigende finanzielle Unterstützung durch Krankenkassen

Wünsche von Betroffenen
Lebensmittelhersteller
Medikamentenhersteller
Aufklärung der Ärzte, Ernährungsberater, Apotheker
Kooperation durch Restaurants
Öffentliche Aufklärung

Sonderteil: Helicobacter Pylori
Helicobacter Pylori - der unterschätzte Mitbewohner bei einer HIT
Wie funktioniert der Helicobacter?
Symptome der Helicobacter-Infektion
Diagnose
Behandlung
o Manuka-Honig
o Phytotherapie
o Matula Herbal FormulaT
o Glycyrrhizinsäure
o Affenkopfpilz
o Grapefruitkernextrakt

Zur Autorin
Hinweise für den Leser, Bildnachweise

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