Der traurige Gast

 
 
Rowohlt Taschenbuch (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 21. Juli 2020
 
  • Buch
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  • Softcover
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  • 304 Seiten
978-3-499-27567-8 (ISBN)
 
Matthias Nawrats vierter Roman, nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse, handelt vom Überleben, in aller Schönheit, trotz allem Schrecken. Es ist der Winter des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Ein Mann ohne Namen begegnet den Menschen in seiner Umgebung mit neuer Aufmerksamkeit: Dariusz, dem Tankwart, der einmal Chirurg war und einen Sohn hatte, der in Su¿damerika verschwand. Eli, dem polternden Überlebensku¿nstler. Oder Dorota, der alten polnischen Architektin, deren intellektuelle Energie auf ihn genauso verwirrend wie ansteckend wirkt. Sie erzählen ihm aus ihrem Leben, aber nicht nur: Ihre Geschichte ist unsere gewesen, und sie wird unsere sein. «Der traurige Gast» ist eine Selbst- und Weltbefragung von bestrickender erzählerischer Intensität. Ein philosophischer und zutiefst menschlicher Roman, der weiß, was Verlieren, Verdrängen, Neu-Ankommen bedeuten.
1. Auflage
  • Deutsch
  • Deutschland
  • Höhe: 190 mm
  • |
  • Breite: 116 mm
  • |
  • Dicke: 25 mm
  • 211 gr
978-3-499-27567-8 (9783499275678)
weitere Ausgaben werden ermittelt

Matthias Nawrat, 1979 im polnischen Opole geboren, siedelte als Zehnjähriger mit seiner Familie nach Bamberg um. Für seinen Debütroman «Wir zwei allein» (2012) erhielt er den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis; «Unternehmer» (2014), für den Deutschen Buchpreis nominiert, wurde mit dem Kelag-Preis und dem Bayern 2-Wortspiele-Preis ausgezeichnet, «Die vielen Tode unseres Opas Jurek» (2015) mit dem Förderpreis des Bremer Literaturpreises sowie der Alfred Döblin-Medaille. «Der traurige Gast» (2019) war unter anderem für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. 2020 erhielt Matthias Nawrat den Literaturpreis der Europäischen Union.

Ein Roman von großer literarischer Kraft und philosophischer Tiefe ... zutiefst beeindruckend.
 
Ein beeindruckendes Buch.
 
Die Geschichte der traurigen Gäste, von denen dieser Roman erzählt, führt tief ins 20. Jahrhundert. Aber sie ist kein abgelegtes Kapitel. Sie steht im Dialog mit der Geschichte der traurigen Gäste des 21. Jahrhunderts, den Flüchtlingen von heute.
 
Ein eigenartiges Buch, dessen Sog man sich nicht entziehen kann.
 
Geschichten, die von Heimat und Verlust handeln, vom Leben und vom Tod ... Sie sind erschreckend, sie sind real, sie werden nicht anmaßend erzählt, umso größere Wirkung haben sie.
 
Er könnte den Blick wieder empfänglich machen für die Wirklichkeit als Königreich, befreit von jeglichem metaphysischen oder ideologischen Ballast ... ein großer Roman.
 
Nawrats Roman erzählt keine durchgängige Geschichte, sondern viele kleine, stets neu verschlungene. Er besteht aus vielen Teilen, die sich ineinander fügen zu einem Tableau der globalen Unruhe ... Die universelle Verlorenheit des Menschen, und das macht nicht zuletzt die Größe dieses Romans aus, die hat Nawrat in einer tragfähigen und schönen Form festgehalten, jenseits aller literarischen Moden.
 
Die kunstvolle, aber unprätentiöse Erzählweise simuliert kein Miterleben, keine bewegten HD-Bilder. Sie stellt Präsenz her ... Matthias Nawrats neuer Roman "Der traurige Gast" zieht die Leser leise in seinen Bann.
 
"Der traurige Gast" ist eine Sinnsuche, ein Versuch, in einer Welt ohne
Gott und Jenseitshoffnung doch irgendwelche Gründe oder auch nur Verhaltensmodi gegen die Verzweiflung zu finden ... ein großes
Buch.
 
Eine Architektin, die kaum mehr Aufträge hat, ein Chirurg, der in Schnellimbissen und Tankstellenshops arbeitet, ein ehemaliger Studienfreund, dem das saturierte Leben als Molekularforscher zwischendurch plötzlich unheimlich wird - zusammen mit vielen namenlosen Schicksalen verdichten sich die Begegnungen zu einer Erzählung, die die große Frage nach dem Sinn des Lebens stellt.
 
Erzählen als trostloser Trost, als Beschwörung und Bewahrung der Herkunft - in der Form der Wutrede, Trauerrede, Ausrede. Man wird diesen Roman melancholisch gestimmt zu Ende lesen, aber reich gefüllt mit intensiven Lebensgeschichten. Und man kann einen Autor bewundern, der das Erzählen mal heiter, mal dunkel reflektiert ... Matthias Nawrat ist schon jetzt ein großer Autor.
 
Ein literarisches Glanzstück.
 
Ein eindringlicher Roman, der die vermeintliche Kausalität
und Logik von Geschichte auf den Kopf stellt.

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