Familie heute

Wandel der Familienstrukturen und Folgen für die Erziehung
 
 
wbg Academic in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) (Verlag)
  • 7. Auflage
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  • erschienen im Februar 2019
 
  • Buch
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  • Hardcover
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  • 167 Seiten
978-3-534-27098-9 (ISBN)
 
Steigende Scheidungszahlen, eine abnehmende Geburtenrate und die Zunahme der Single-Haushalte gelten in der Öffentlichkeit als Indiz dafür, dass die Lebensform Familie in eine Krise geraten ist. Es wird behauptet, dass die Gesellschaft die Bedürfnisse der Arbeitswelt zunehmend über die Belange der Familie und Elternschaft stellt. Nostalgisch und manchmal wehmütig wird dabei einer Familienidylle nachgetrauert, die es jedoch bei näherem Hinsehen zu keiner Zeit wirklich gegeben hat. Die Autorin beschreibt die tatsächlichen innerfamiliären Veränderungsprozesse (Trend zum Einzelkind, hohe Scheidungsraten, Berufstätigkeit der Frauen) und spricht sich für eine Pluralität der Lebensformen aus. Dabei gilt ihr Hauptaugenmerk den Folgen der veränderten Familiensituation für Erziehung und Bildung.
7., überarbeitete Auflage
  • Deutsch
  • Darmstadt
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  • Deutschland
2 s/w Tabellen, 8 s/w Abbildungen
  • Höhe: 220 mm
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  • Breite: 146 mm
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  • Dicke: 18 mm
  • 297 gr
978-3-534-27098-9 (9783534270989)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Rosemarie Nave-Herz, geb.1935, ist Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt Familie, Jugend, und Freizeit an der Universität Oldenburg. Im Jahr 2000 bekam sie für ihre Verdienste um die Erneuerung der familinesoziologischen Forschung das Bundesverdienstkreuz I.Klasse verliehen.
Inhalt
Vorwort zur siebten Auflage 7
Vorwort zur ersten Auflage 10
1. Einführung: Zum Strukturbegriff 12
2. Familienformen in Deutschland 14
2.1 Die These der "gestiegenen Pluralität von Familienformen" 14
2.2 Wandlungstendenzen in Familienbildungsprozessen und die Veränderungen in den familialen Rollenzusammensetzungen 19
2.3 Die zeitliche Veränderung der Lebens- und Familienzyklen 28
3. Der Wandel der Familiengröße und seine Auswirkungen auf den Familienalltag 31
3.1 Der Wandel der Familiengröße durch die Geburtenreduktion und seine Auswirkungen auf den Familienalltag 31
3.2 Der Wandel der Familiengröße durch die Zunahme der Mehrgenerationen-Familien und seine Auswirkungen auf den Familienalltag 41
4. Zum zeitgeschichtlichen Wandel der Mutter- und Vater-Rolle 45
4.1 Die gestiegene Erwerbstätigkeit von Müttern 46
4.2 Mütterliche Erwerbstätigkeit und mögliche Auswirkungen auf das Kind 50
4.3 Arbeitsteilung und Rollendifferenzierungen in den Familien heute 56
4.4 Zum Wandel der Vater-Rolle 62
5. Veränderungen in den familialen Interaktionsbeziehungen und Folgen für die Erziehung und Bildung 71
5.1 Von der Ehe- zur Elternbeziehung 71
5.2 Veränderungen in den Erziehungszielen und im Erziehungsverhalten 77
5.3 Die Auswirkungen der (fehlenden) Geschwistergemeinschaft auf den Sozialisationsprozess der Kinder 82
5.4 Veränderungen der familialen Beziehungen durch das Schul- und Ausbildungssystem 87
5.5 Gewalt in der Familie: ein neues Problem? 92
6. Familiales Freizeitverhalten 102
7. Gibt es (neue) Sozialisationsprobleme für alleinerziehende Eltern, Stieffamilien und homosexuelle Partnerschaften? 109
7.1 Alleinerziehende Eltern 109
7.1.1 Mutterfamilien aufgrund lediger Mutterschaft 112
7.1.2 Mutterfamilien aufgrund von Scheidung/Trennung 116
7.1.3 Vaterfamilien 120
7.1.4 Alleinerziehende Eltern durch Verwitwung 122
7.2 Stieffamilien 123
7.3 Homosexuelle Partnerschaften mit Kindern 128
8. Verursachende Bedingungen für den zeitgeschichtlichen Anstieg der Ehescheidungen 133
9. Ausblick 142
Literatur 146
Anhang 162
Sachregister 165
»Insgesamt gibt das Buch einen informativen Überblick zur Vielfalt moderner Familienstrukturen, zu Ursachen für ihre Veränderungen und heute typischen Verhaltensweisen und Beziehungen der einzelnen Familienmitglieder. Die lebendige Art der Darstellung macht es für einen Leserkreis interessant, der weit über wissenschaftliche Experten hinausgeht.« Ethica

»Das Interesse der Autorin gilt dem Wandel der Familienstrukturen: den innerfamilialen Veränderungsprozessen, ihren verursachenden Bedingungsfaktoren und den Folgen für die Erziehung und Bildung der Kinder. Dieser Wandel war ihrer Ansicht nach umfassender und in manchen Dimensionen des familialen Lebens auch tiefgreifender, als er in den Diskussionen über die gestiegene Instabilität von Ehe und Familie, in dem quantitativen Rückgang der >Normalfamilie< sowie in der Zunahme von Individualisierung und einer Pluralität von Familienformen zum Ausdruck kommt ... hierbei setzt sie sich mit den Familienformen in Deutschland auseinander, betrachtet die Familiengröße in ihrer Auswirkung auf den Familienalltag und thematisiert gesellschaftliche wie subjektive Erwartungen an die Aufgaben als Mutter und Vater. Weiter befasst sie sich mit den Veränderungen in den familialen Interaktionsbeziehungen und den daraus resultierenden Folgen für die Erziehung der Kinder. Zudem behandelt sie das familiale Freizeitverhalten, diskutiert die verursachenden Bedingungen für den zeitgeschichtlichen Anstieg der Ehescheidungen und fragt abschließend nach möglichen neuen Sozialisationsproblemen für alleinerziehende Eltern und Stieffamilien.« Durch die profunde Sachkenntnis der Autorin »wird Raum für neue, überraschende Erkenntnisse und Interpretationen geschaffen«. Das Parlament

»Das handliche und gut lesbare Buch gibt einen hervorragenden Einblick in die Komplexität von Familienleben. Wer mit Familien arbeitet, sollte daran nicht vorbeigehen.« Jutta Limbach in >Familie und Recht<

»Die Familie unterliegt gegenwärtig einem erheblichen strukturellen Wandel, dem die Autorin ausführlich nachgeht. Ob es der Trend zum Einzelkind ist, die hohen Scheidungsraten, die >Ein-Eltern-Familie< oder die Berufstätigkeit der Frauen - das traditionelle Familienbild ist nicht mehr aufrechtzuerhalten. Es wäre auch falsch - so die Autorin - dieses Bild für Gegenwart und Zukunft als Orientierung zurückzuholen, da die Gesellschaft selbst Hindernisse in den Weg stellt (Halbtagsschulen, fehlende Beteiligung von Ehemännern im Haushalt, fehlende Kindergartenplätze). Die Autorin liefert reichlich Material zur Unterstützung ihrer Ausführungen und bezieht dabei auch die Entwicklung in Ostdeutschland mit ein.« Wochenschau

»Wer sich mit familiensoziologischen Fragestellungen beschäftigt, kommt um einen Namen nicht herum: Rosemarie Nave-Herz.«
»ein Standardwerk«
beide Zitate: Beziehungsweise - Informationsdienst des österreichischen Instituts für Familienforschung

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