Lehrbuch Guided Imagery and Music (GIM)

nach Helen Bonny
 
 
Reichert, L (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 10. Dezember 2010
 
  • Buch
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  • Softcover
  • |
  • 356 Seiten
978-3-89500-734-7 (ISBN)
 
Guided Imagery and Music (GIM) ist eine musikpsychotherapeutische Methode, bei welcher der Patient eine Auswahl meist klassischer Musik in einem entspannten Zustand hört und sein Erleben (= Imaginationen) der Therapeutin mitteilt.
Theoretische Hintergründe, klinische Anwendung, sowie methodenspezifisches Musikverständnis und Imaginationstheorie von GIM und ihren Modifikationen - diese Bereiche werden im vorliegenden Lehrbuch abgedeckt. Die Autorinnen geben einen ausführlichen und umfassenden Einblick in die Methode sowohl für Angehörige psychotherapeutischer und medizinischer Berufe, als auch für GIM-Ausbildungskandidaten.
 
The Bonny Method of Guided Imagery and Music (GIM) is a psychotherapy method in which music is used. The patient listens to a selection of mainly classical music in a relaxed state while communicating his or her experiences (= imagery) to the therapist. Theoretical backgrounds, clinical applications, and theory of music and of imagery specific to GIM and its modifications - these areas are covered in this textbook. The authors give an extensive and comprehensive insight into the method both for clinical mental health care professionals, and for GIM-students.
 
Guided Imagery and Music nach Helen Bonny (GIM) ist eine musikpsychotherapeutische Methode, bei welcher der Patient eine Auswahl meist klassischer Musik in einem entspannten Zustand hört und sein Erleben, seine Imaginationen der Therapeutin mitteilt. Imaginationen sind dabei innere Wahrnehmungen, Bilder, Körperempfindungen, Sinneseindrücke, Gefühle, Erinnerungen, Gedanken und Intuitionen, die sich während und durch das Musikhören prozessual entwickeln. Im ersten Teil des Buches werden Hintergründe und der Methode zugrunde liegende Theorien beschrieben und diskutiert. Dazu gehören die Tiefenpsychologie, Jungsche Psychologie, humanistische und transpersonale Psychologie, Entwicklungspsychologie nach Stern, sowie Musikpsychologie, Musikphilosophie und Theorie der Imagination. Auch werden hier die grundlegenden Bestandteile von GIM, nämlich Imagination, therapeutische Beziehung, Musik und veränderte Bewusstseinszustände diskutiert.
Im zweiten Teil des Buches geht es um Modifikationen von GIM - meist kürzere Formen der ursprünglichen Methode, bei denen einzelne Bestandteile von GIM (z.B. Fokus, Musik, Imagination, therapeutische Haltung) verändert wurden - die im klinischen Bereich, in Supervision und in der Pädagogik Anwendung finden. Es folgt ein kurzer Überblick über die bisherige GIM-Forschung.
Im vierten Teil des Buches werden detailliert Anwendungsgebiete von GIM und ihren Modifikationen beschrieben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der psychotherapeutischen Anwendung. Die Grundlage hierfür bieten die verschiedenen Strukturniveaus der Selbststruktur wie sie im OPD beschrieben werden. Darüber hinaus gehen die Autorinnen gezielt auf die Anwendung von GIM und Modifikationen bei einzelnen Störungsbildern oder besonderen Patientengruppen ein, die nur mit Hilfe der Strukturniveaus nicht ausreichend erklärt würden. Zu diesen Störungen gehören Psychosen, traumabedingte Störungen und körperliche Krankheiten. Besondere Patientengruppen sind Kinder und Jugendliche, Menschen mit geistigen Behinderungen und forensische Patienten. Nichtklinische Themen dieses Abschnittes sind Anwendungen von GIM und Modifikationen in Prävention, Selbsterfahrung und als Begleitung der religiösen oder spirituellen Praxis. Zahlreiche Fallbeispiele und Auszüge aus Sitzungsprotokollen veranschaulichen die therapeutische Technik und Wirkungsweise der Methode.
Im letzten Teil werden Berufsfragen, insbesondere GIM-Ausbildung und Supervision für GIM-Therapeuten und Weiterbildungskandidaten diskutiert.
Dieses Buch ist bisher weltweit das einzige Lehrbuch für GIM. Als übersichtliches Grundlagenwerk schließt es eine Lücke in der GIM-Literatur insbesondere für GIM-Weiterbildungskandidaten und GIM-Therapeutinnen. Es richtet sich jedoch auch an Psychotherapeutinnen, Musiktherapeuten und andere künstlerische Therapeuten, Psychologinnen, Pädagogen, Sozialpädagoginnen, Ärzte für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Seelsorger, Supervisorinnen und alle, die sich in Ausbildung oder im Studium dazu befinden. Für diese Berufsfelder kann es bereichernd sein und neue Räume öffnen.
 
The Bonny Method of Guided Imagery and Music (GIM) is a psychotherapy method in which music is used. The patient listens to a selection of mainly classical music in a relaxed state while communicating his or her experiences, his or her imagery to the therapist. Imagery includes inner perceptions, visual images, bodily sensations, sensory impressions, feelings, memories, thoughts, and intuitions which develop in a processual way while and through listening to music. In the first part 1 of the book, backgrounds and theories specific to the method are described and discussed. They include psychodynamic theory, Jungian Psychology, Humanistic and Transpersonal Psychology, Stern's Developmental Psychology, as well as music psychology, music philosophy, and theory of imagery. In addition, the core elements of GIM - imagery, therapeutic relationship, music, and altered states of consciousness - are discussed.
Part 2 of the book deals with modifications of GIM. These are in most cases shorter versions of the original method, in which components of GIM (i.e. focus, music, imagery, therapeutic attitude) are altered. Modifications of GIM are used in the clinical and the educational setting, and in supervision. This part is followed by a brief overview of the current state of GIM-research.
In part 4 of the book, applications of GIM and its modifications are described in detail with an emphasis on psychotherapeutic applications. The basis for this are the different structural levels as described in the Operationalised Psychodynamic Diagnostics (OPD). Furthermore, the authors elaborate on the applications of GIM and its modifications for those disorders or patient groups that cannot be sufficiently explained with the levels of structure alone. Among those disorders are psychoses, and trauma-related disorders. Special patient groups are patients in medical care, children and adolescents, patients with mental retardation, and forensic patients. Non-clinical themes of this part are applications of GIM and its modifications in the areas of prevention of illness, personal growth, and in religious and spiritual practice. Numerous case studies and excerpts of session-transcripts exemplify the therapeutic technique and the mode of operation of the method. In the last part, professional issues are discussed, especially GIM-training and supervision for GIM-therapists and students.
Hitherto, this book is the only GIM-textbook worldwide. As a book of fundamentals of GIM, it fills a gap in the GIM-literature, especially for GIM-students and therapists. But it addresses also psychotherapists, music therapists and other creative arts therapists, educators, social workers, counselors, psychiatrists, pastoral counselors, supervisors, and students of these areas. For these professionals the book can be enriching and it can open up new possibilities.
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  • Broschur/Paperback
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  • 13 s/w Abbildungen, 10 Graphiken
  • Höhe: 240 mm
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  • 680 gr
978-3-89500-734-7 (9783895007347)
389500734X (389500734X)
Edith Maria Geiger arbeitet derzeit als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in eigener Praxis. Daneben Seminartätigkeit für Erwachsene. Sie verfügt über langjährige Erfahrung als Musiktherapeutin und Psychotherapeutin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie ist international anerkannte Ausbildungsleiterin für GIM.

Carola Maack betreibt eine Praxis für Psychotherapie, Musiktherapie und Supervision mit klinischem Schwerpunkt Psychotrauma. Sie unterrichtet an der Fachhochschule Frankfurt und ist Doktorandin und Stipendiatin der Universität Aalborg (Dänemark) und der Andreas-Tobias-Kind-Stiftung. Sie ist international anerkannte Ausbildungsleiterin für GIM.
(www.gim-therapie.de)
"Diskussion und Fazit
Das Buch ist sprachlich hervorragend, klar strukturiert, spannend und gut verständlich zu lesen - wenngleich das 1. Kapitel (Theorie und therapeutischer Hintergrund) ohne entsprechendes Vorwissen anspruchsvoll zu lesen ist. Die der Praxis gewidmeten Kapitel führen auf spannende und gut verständliche Art in die klinische Arbeit mit allen dazu erforderlichen therapeutischen Facetten. Die zahlreichen Fallbeispiele, die alle Kapitel durchziehen, sind sowohl unter psychotherapeutischen als auch unter musikalischen Aspekten überzeugend und lebendig.
Die Autorinnen beschreiben sehr deutlich, dass es sich bei GIM um eine anspruchsvolle kreative Psychotherapiemethode handelt, die einer fundierten Ausbildung bedarf. Ein Lehrbuch dieser Qualität wünschten sich sicher viele Musiktherapiestudenten. Außerdem ist es ein Buch, das viele, die im therapeutischen Bereich arbeiten und sich für Musik interessieren, mit Gewinn lesen werden. Es liegt erfreulicherweise keine Musik-CD bei, so dass der Leser auf seine eigene Phantasie und inneren Bilder zurückgreifen muss."

Monika Nöcker-Ribaupierre

In: socialnet
http://www.socialnet.de/rezensionen/11125.php
(19. September 2011)

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