Seelenlos

Die Engelssuche
 
 
Nova MD (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 8. Februar 2019
 
  • Buch
  • |
  • Softcover
  • |
  • 380 Seiten
978-3-96443-939-0 (ISBN)
 
In der neunteiligen Buchreihe Seelenlos ist die Rahmenhandlung eigentlich der Kampf zwischen der Seite des Lichts und der Dunkelheit. Aber dies ist nur die Hintergrundgeschichte. Das, was zwischen den vielen einzelnen facettenreichen Charakteren so abläuft, ist viel spannender, als jegliches Kampfgeschehen. Hier trifft man unter anderem auf Engel, die nicht immer so sind, wie man sich diese Himmelskrieger vorstellt. Und Dämonen, an denen man wahrlich sein Herz verliert. Wortwörtlich, versteht sich! Aber auch andere, von denen man sich einfach nur gern täuschen lassen möchte. Oder, wo man als Leser geneigt ist, sie mal kräftig durchzuschütteln, damit sie wieder gerade gehen. Gut ist nicht immer gut und auch das eigentliche Böse liegt jeweils im Auge des Betrachters. Bleiben also die Fragen: Dürfen kaltblütige Dämonen positive Gefühle zeigen, ohne gleich von ihren Artgenossen vernichtet zu werden? Dürfen Engel lügen, lästern und vor allem lasterhaft sein? (Also meiner Meinung nach auf jeden Fall! Da sie sonst viel zu langweilige Gesellen wären!) Sind Gestaltenwandler die besseren Haustiere? (Rein theoretisch gefragt! :D ... Wer hätte nicht gern einen verschmusten Wer-Panther, oder einen verspielten Wer-Wolf?) Und warum sollten übernatürliche Wesen nicht die gleichen Beziehungskämpfe führen dürfen, wie wir ach so Normalsterblichen? Natürlich mit der dazugehörigen Portion Erotik! Wer also Lust darauf hat, den impulsiven Elfenkaiser Albian auf seiner Engelssuche durch die Zeittunnel der Menschheit zu begleiten. Über den ein oder anderen Charakter herzhaft zu lachen, oder auch mal um ihn zu trauern und vor allem, mit ihnen mitzufiebern und zu hoffen, der darf sich gern von mir in meine fantasievolle Welt Altania entführen lassen. Oder auch mit den Dämonen die Welt der Menschen aufmischen. Mal blutig, mal mit Witz und Charme. Alles in allem erwarten den Leser in dieser Buchreihe über 4000 DinA-5 Seiten voller Abenteuer, auf der Jagd nach dem dreizehnten Krieger, der für den Ausgang des Krieges für beide Seiten entscheidend ist. Viel Vergnügen dabei ... Eure Leandra Low.
Erstauflage
  • Deutsch
  • Schweiz
  • |
  • Deutschland
  • Klebebindung
  • Höhe: 190 mm
  • |
  • Breite: 129 mm
  • |
  • Dicke: 25 mm
  • 415 gr
978-3-96443-939-0 (9783964439390)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Schon früh pulsierte eine kreative Ader durch meinen Körper und kitzelte mich bis in die Fingerspitzen. Kaum konnte ich einen Stift halten, ohne ihn lediglich als Kaustange zu benutzen, malte ich. So entstanden die ersten zaghaften Schritte in eine kunterbunte Welt der Fantasie, die im Laufe der Jahre auch dann und wann dunklere Nuancen annahm. Nun sind Bilder zwar aussagekräftig und erzählen beizeiten ihre eigenen Geschichten, jedoch konnte ich diese schon immer besser mit Worten umschreiben. Die ersten Kurzgeschichten nahmen somit Form an und verdichteten sich Pflanzen-gleich zu einem wahren Dickicht aus Fiktion und Realität. Wobei meine Leser gerne rätseln dürfen, wo die Fiktion endet und die Realität anfängt, oder umgekehrt. Jedenfalls prägt mein unerschütterlicher Glaube daran, dass jedes noch so Schlechte auch einen guten Kern hat, meine literarischen Ergüsse. Wohingegen meine geistigen Kinder sich gerne einmal verselbstständigen. Vermutlich würde mich ein heimlicher Beobachter wegfangen lassen, wenn er miterlebt, wie ich beim Schreiben in wilde Diskussionen mit allzu störrischen Charakteren verbal verstrickt bin, die aufgrund ihrer Lebendigkeit eben ihren ganz eigenen Kopf haben und mich gern einmal herausfordern, um diesen durchzusetzen. Das endgültige Urteil, ob ihnen das auch gelingt, überlasse ich jedoch gern meiner Leserschaft. Wenngleich die treusten Seelen unter ihnen das Privileg genießen dürfen, schon vor der Erscheinung des jeweiligen Buches in die mannigfaltige Welt meiner Schaffenskraft abzutauchen, indem sie meinen privaten Lesungen lauschen. Allen anderen wünsche ich viel Freude mit meinen Werken. In der Hoffnung, den einem oder anderem ein paar entspannte, vergnügliche, oder auch mal wohlig erschauernde Stunden zu bereiten. Alles Liebe, Eure Leandra Low.
... Inzwischen hatten Eleonora und ihr geheimnisvoller Begleiter die Autobahn erreicht. Noch immer wusste die besorgte Mutter nicht so recht, was sie tun sollte.
Ihre innere Stimme sagte ihr, dass der Fremde neben ihr nichts Gutes im Schilde führte. Eine wahre Aura des Bösen umgab ihn. Und egal wie sehr ihr gesunder Menschenverstand auch dagegen anzukämpfen versuchte, so wusste Eleonora doch insgeheim, dass der Unbekannte nicht von dieser Welt zu sein schien. Aber was zur Hölle war er? Und vor allem, warum wollte er ihren Sohn?
Insgeheim verfluchte sie André, dass er ihr außer vagen Andeutungen und Warnungen nichts Konkreteres gesagt hatte, bevor er starb. Gleichzeitig schämte sie sich für diesen Gedanken. Bestimmt hätte er mehr gesagt, wenn er noch die Möglichkeit dazu gehabt hätte.
»Was . was wollen Sie von meinem Kind?«, wagte sie es daher den Fremden anzusprechen. Wobei sie kaum zu atmen wagte, wegen des betörenden Duftes, den er verströmte, der sie jedoch im Anbetracht der Situation eher abstieß.
»Nichts, was du noch ändern könntest! . Ist es eigentlich ein Junge, oder ein Mädchen? . Ich hoffe ja auf einen Jungen. Weiber bringen nur Ärger«, war die wenig befriedigende Antwort. Wobei sich bei deren ironischem Klang Eleonora die Nackenhaare sträubten.
»Warum wollen Sie das wissen?« Sie hasste ihre zittrige Stimme, aber sie musste wissen, was er vorhatte.
»Frag nicht soviel. Sieh lieber zu, dass wir bald da sind. - Übrigens, dein Göttergatte war echt clever, dass er dich so manipuliert hat, dass man deine Gedanken nicht lesen kann. Hat uns ganz schön Zeit gekostet, dich aufzuspüren. Aber letztendlich hat es ja doch nix genutzt, sonst wäre ich jetzt nicht hier. Nicht wahr, . Püppi ?«
»Ich will wissen, was Sie von meinem Kind wollen«, beharrte Eleonora mit fester Stimme, seine Frage ignorierend. »Wollen Sie ihm etwas antun?«
Der Fremde lachte. Aber es war kein angenehmes Lachen. Es klang kalt und herzlos.
»Wollen Sie ihm etwas antun?«, äffte er sie mit verstellter Stimme nach.
»Oh, ihr Menschen seid so jämmerlich! - Nein, ich will mit dem Balg Backe, backe Kuchen spielen, du blöde Gans. - Natürlich tue ich ihm etwas an. Oder denkst du etwa, ich bin ein lieber Onkel, tätschle ihm das Köpfchen und sing es dann in den Schlaf?«
Dann beugte er sich ihr seitlich zu und zischte leise, aber voll unterdrücktem Zorn: »Hör mir jetzt genau zu, du Erdenfotze. Entweder du hörst jetzt auf, mir blöde Fragen zu stellen und bringst mich zu deinem Welpen, oder ich schlitze dich vom Scheitel bis zur Sohle auf. Ich finde den kleinen Bastard auch ohne deine Hilfe. Ob du das nun willst, oder nicht. Also tu uns beiden einen Gefallen und zögere das Unvermeidliche nicht noch länger heraus. Desto schneller und schmerzloser ist dein eigener Tod.«
Eleonora verstummte, aber ihr Verstand arbeitete fieberhaft.
Was konnte sie tun?
Dieser fremde Dreckskerl durfte Galimar nicht in die Finger bekommen. Vielleicht würde er ihn nicht töten, aber irgend etwas Furchtbares würde er ihm antun. Dessen war sie sich sicher und das musste sie auf jeden Fall verhindern.
Um Zeit zu schinden, war sie kreuz und quer gefahren, nun hatte sie einen Entschluss gefasst. Ihr Leben war ohnehin keinen Pfifferling mehr wert, wenn der Kerl erst hatte, was er wollte. Das hatte er ihr ja mehr oder weniger gerade angekündigt.
Aber sie würde dafür sorgen, dass er Galimar nicht bekam. Und dafür musste sie diesen Mann vorher ausschalten.
Egal wie.
Sie trat daher kräftig das Gaspedal durch und der dunkelrote BMW schoss im halsbrecherischem Tempo über die endlos erscheinende Straße.
Ihr rothaariger Mitfahrer wandte ihr verwundert den Kopf zu.
»Hey, was hast du vor?«, knurrte er ungehalten, aber sie antwortete nicht.
Mittlerweile hatte der Wagen seine Höchstleistung erreicht und Eleonora erblickte vor sich einen riesigen Tanklastzug, auf den sie nun zuhielt.
»Du Scheißkerl bekommst mein Kind nicht!«, schrie sie noch, bevor der BMW in den Tanker raste und mit einem ohrenbetäubenden Knall explodierte.

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