Die öffentliche Meinung

Wie sie entsteht und manipuliert wird
 
 
Westend (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. August 2021
 
  • Buch
  • |
  • Softcover
  • |
  • 384 Seiten
978-3-86489-347-6 (ISBN)
 
Walter Lippmann gilt als einer der einflussreichsten Propagandisten des Neoliberalismus und einer gelenkten Demokratie, der dem marktradikalen Denken zum Siegeszug verhalf. Lippmanns 1922 erschienenes Buch "Public Opinion" gilt als ein Klassiker in Sachen Manipulation und Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Von ihm wurde der Begriff "Kalter Krieg" geprägt und in den allgemeinen Sprachgebrauch gebracht. Weil die Durchschnittsbürger in einer Demokratie damit überfordert sind, komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge zu durchschauen, entwickelte er das Konzept einer gelenkten Demokratie, um die Meinung der Masse mit Hilfe manipulativer Techniken zu steuern. Seine Methoden der Meinungsbeeinflussung sind heute aktueller denn je.
weitere Ausgaben werden ermittelt
Walter Lippmann lebte von 1889 bis 1974 in den USA. Der Journalist, Schriftsteller und Medienkritiker gründete mit Herbert Croly das politische Magazin The New Republic. Sein Buch "Public Opinion" (1922) zu Stereotypen und Klischeevorstellungen gilt bis heute als Grundlagentext der Medien- und Politikwissenschaft sowie der Sozialpsychologie.

Walter Ötsch ist Professor für Ökonomie und Kulturgeschichte an der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung. Er forscht zur Geschichte des ökonomischen Denkens und zur Wirkungsgeschichte des Neoliberalismus. Er ist Kommunikationstrainer und gefragter Experte für Rechtspopulismus. Zusammen mit Nina Horaczek ist er Autor des Buches "Populismus für Anfänger. Anleitung zur Volksverführung ", das 2017 imWestend Verlag erschienen ist und zu einem viel beachteten Bestseller wurde.
Inhalt

Einführung von Walter Ötsch und Silja Graupe:
Der vergessene Lippmann - Politik, Propaganda und Markt . . . . . . . . 9
Wer war Walter Lippmann? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Leben und Werk Lippmanns bis 1922 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Der lebensgeschichtliche Kontext (1889-1917) . . . . . . . . . . . 11
Krieg und Propaganda (1917-1922) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Die öffentliche Meinung (1922) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
»Die Bilder in unseren Köpfen« . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Soziale Bilder-Welten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Die Herrschaft der Bilder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Bilder-ExpertInnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Vom Missbrauch der Bilder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
Die Rolle der Bildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Lippmanns Wirken nach 1922. Das Beispiel
des Neoliberalismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Das Walter Lippmann Colloquium 1938 . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Marktfundamentalismus und Propaganda . . . . . . . . . . . . . . . 41
Resümee . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

Erster Teil: Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
Die äußere Welt und die Bilder in unseren Köpfen . . . . . . . . . . 55

Zweiter Teil: Annäherungen an die äußere Welt . . . . . . . . . . . . . . . . 79
Zensur und Geheimhaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
Kontakt und Gelegenheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87
Zeit und Aufmerksamkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
Schnelligkeit, Worte und Klarheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99

Dritter Teil: Stereotypen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109
Stereotypen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109
Stereotypen als Verteidigungsmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120
Blinde Flecken und ihr Nutzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127
Die Codes und ihre Feinde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134
Die Aufdeckung der Stereotypen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146

Vierter Teil: Interessen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167
Wie Interesse geweckt wird . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167
Der Eigennutz unter der Lupe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 175

Fünfter Teil: Die Entstehung eines gemeinsamen Willens . . . . . . . . . . 190
Die Verlagerung des Interesses . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190
Ja oder nein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 210
Führer und Gefolgschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 220

Sechster Teil: Das Bild der Demokratie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 232
Der ichbezogene Mensch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 232
Die eigenständige Gemeinschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 239
Die Rolle der Gewalt, der Patronage und der Vorrechte . . . . . . . 249
Das alte Bild in neuer Gestalt: der Gildensozialismus . . . . . . . . 261
Ein neues Bild . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 273

Siebter Teil: Zeitungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 277
Die Öffentlichkeit als Käufer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 277
Der treue Leser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 284
Das Wesen der Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 291
Nachrichten, Wahrheit und eine Folgerung . . . . . . . . . . . . . . . . 305

Achter Teil: Organisierte Intelligenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 312
Die Bedeutung der Fachleute . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 312
Informationsarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 319
Der Appell an die Öffentlichkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 333
Der Appell an die Vernunft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 342


Anmerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 349
Literaturhinweise der Herausgeber . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 367
Personen- und Sachregister . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 373
"Einer der bedeutendsten amerikanischen Intellektuellen jener Zeit ... Sein Werk verändert politische Prinzipien in der Demokratie radikal."
arte

"Aktuell wie nie und zu Unrecht vergessen ... ein bahnbrechendes Buch"
Micha Brumlik in der taz
"Das Buch sollte jeder lesen, der verstehen will, wie Meinungsbildung funktioniert, welche Rolle dabei der Journalismus spielt und welche die Mächtigen, die die Redaktionen füttern, beraten, unter Druck setzen."
Neues Deutschland

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