»Anthropotechnik«

Zur Geschichte eines umstrittenen Begriffs
 
 
Konstanz University Press
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 2. Januar 2020
 
  • Buch
  • |
  • Softcover
  • |
  • 363 Seiten
978-3-8353-9117-8 (ISBN)
 
Optimierungs- und Züchtungsvisionen führen in eindrücklicher Weise vor, wie der Mensch und die Techniken, die auf ihn einwirken, aufeinander verwiesen sind. »Anthropotechnik« bezeichnet dabei im internationalen Maßstab einen Kreuzungspunkt, an dem Theorie und Praxis sowie Utopie und Forschung einander begegnen. Folgt man der weit verzweigten Spur dieses Schlagwortes, verschiebt sich die Sichtweise auf einen kontroversen Themenkomplex: Aus einer einseitigen Abhängigkeitsbeziehung wird ein wechselseitiger Aushandlungsprozess zwischen Mensch und Technik, der von wissenschaftlichen, politischen und ideologischen Paradigmen wie Praktiken bestimmt wird.

Das Buch von Kevin Liggieri setzt sich mit dem Konzept der »Anthropotechnik« in Frankreich, Polen, Russland und Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert auseinander und weist die naive Verkürzung des Begriffs auf die »Menschenzüchtung« zurück. Ausgehend von der französischen Anthropologie über die polnische Soziologie bis hin zur russischen Genetik und deutschen Psychologie deuten Lesarten von »Anthropotechnik« über sich selbst hinaus auf unterschiedliche Bestimmungen des Menschlichen. Durch eine Analyse dieser vielschichtigen Verflechtung des Begriffs gelingt es Liggieri, die beschränkte nationale Diskursivierung zugunsten einer (außer-)europäischen zu überwinden. Seine Studie verdeutlicht, dass sich im Begriff der »Anthropotechnik« ein Bild der jeweiligen Zeit als Netzwerk von Ideologien, Politik, Wissenschaft, Praxis, Kritik und Kunst abzeichnet.
  • Deutsch
  • Deutschland
ca. 24
  • Höhe: 231 mm
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  • Breite: 156 mm
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  • Dicke: 30 mm
  • 602 gr
978-3-8353-9117-8 (9783835391178)
Kevin Liggieri ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Technikgeschichte der Technischen Universität Darmstadt. Für seine Dissertation erhielt er 2017 den Carlo-Barck-Preis des ZfL und 2018 den Dissertationspreis des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen.

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