Herr Wang, der Mann, der vor den Panzern stand

Texte aus der chinesischen Wirklichkeit
 
 
S. Fischer (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 22. Mai 2019
 
  • Buch
  • |
  • Hardcover
  • |
  • 141 Seiten
978-3-10-397446-1 (ISBN)
 
Bis heute wirken die Folgen des Massakers vom 4. Juni 1989 am Platz des Himmlischen Friedens in der chinesischen Wirklichkeit nach. Liao Yiwu versammelt dazu bislang unveröffentlichte Texte. Er schreibt über den bisher nicht identifizierten Mann, der sich allein, mit Einkaufstüten in den Händen, einem Konvoi von Panzern der Volksbefreiungsarmee in den Weg gestellt hat und damit zur Ikone des Widerstands wurde. Er erzählt von dem Leben seiner Knastbrüder und veröffentlicht erstmals Briefe, die er damals aus dem Gefängnis an seine Frau schrieb, ohne sie je abgeschickt zu haben.
1. Auflage
  • Deutsch
  • Deutschland
  • Höhe: 195 mm
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  • Breite: 116 mm
  • |
  • Dicke: 17 mm
  • 194 gr
978-3-10-397446-1 (9783103974461)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Liao Yiwu, geboren 1958 in der Provinz Sichuan, wuchs als Kind in großer Armut auf. 1989 verfasste er das Gedicht »Massaker«, wofür er vier Jahre inhaftiert und schwer misshandelt wurde. 2007 wurde Liao Yiwu vom Unabhängigen Chinesischen PEN-Zentrum mit dem Preis »Freiheit zum Schreiben« ausgezeichnet, dessen Verleihung in letzter Minute verhindert wurde. 2009 erschien sein Buch »Fräulein Hallo und der Bauernkaiser«. 2011, als »Für ein Lied und hundert Lieder« in Deutschland erschien, gelang es Liao Yiwu, China zu verlassen. Seitdem lebt er in Berlin. 2012 erschien »Die Kugel und das Opium«, 2013 »Die Dongdong-Tänzerin und der Sichuan-Koch« sowie 2014 »Gott ist rot«. Er wurde mit dem Geschwister-Scholl-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
Hier wird nichts dick aufgetragen - und das ist auch gar nicht nötig. Die Spucke bleibt einem bei dieser Innenansicht des autokratischen Chinas auch so weg.

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