Die Vergangenheitstempora im Alemannischen Deutschlands

Eine korpusbasierte quantitative und qualitative Untersuchung
 
 
De Gruyter (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 31. Januar 2022
 
  • Buch
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  • Hardcover
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  • IX, 304 Seiten
978-3-11-076508-3 (ISBN)
 
Die Arbeit setzt sich mit dem lange Zeit unhinterfragten Konsens auseinander, die Tempora Präteritum und Plusquamperfekt seien in den oberdeutschen Dialekten aufgrund des oberdeutschen Präteritumschwunds vollständig abgebaut. Mit Hilfe korpuslinguistischer Methoden und spontansprachlicher Daten, die zwischen 1974 und 2013 erhoben wurden, wird die Re-Etablierung der Tempusformen Präteritum und Plusquamperfekt im Alemannischen Deutschlands nachgewiesen. Das System der klassischen dialektalen Tempora Perfekt (für einfache Vergangenheit) und Doppelperfekt (für Vorvergangenheit) muss somit um zwei weitere Vergangenheitstempora erweitert werden. Als Grund für die Re-Etablierung kann ein standardsprachlicher Einfluss ausgemacht werden, der bisher hauptsächlich nur für phonologische Phänomene bekannt war. Während die nach Norden wandernde Perfektexpansion ein Verdrängungsprozess des Präteritums durch das Perfekt ist, verdrängen Präteritum und Plusquamperfekt die Tempora Perfekt und Doppelperfekt nicht. Stattdessen hat sich ein System aus vier komplementären Vergangenheitstempora im Alemannischen Deutschlands etabliert.
  • Deutsch
  • Berlin/Boston
  • Für Beruf und Forschung
  • Fadenheftung
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  • Gewebe-Einband
  • 11
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  • 4 Karten, 29 Karten, 4 farbige Abbildungen, 81 s/w Tabellen, 11 s/w Abbildungen
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  • 11 b/w and 4 col. ill., 81 b/w tbl., 4 b/w and 29 col. maps
  • Höhe: 23 cm
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  • Breite: 15.5 cm
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  • Dicke: 19 mm
  • 588 gr
978-3-11-076508-3 (9783110765083)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Jens Leonhard, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg.
Jens Leonhard, University of Freiburg, Germany.
Dewey Decimal Classfication (DDC)

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