Der gewaltsame Lehrer

Europas Kriege in der Moderne
 
 
C.H. Beck (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 25. Januar 2019
 
  • Buch
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  • Hardcover
  • |
  • 512 Seiten
978-3-406-72708-5 (ISBN)
 
Europas Kriege haben die Welt verändert. Kriege erzwangen seine Vorherrschaft in der Welt, Kriege beendeten sie. Kriege waren die Geburtshelfer von Nationen und Nationalstaaten, Kriege verhalfen Revolutionen zum Erfolg. Warum die Menschen immer wieder auf Krieg und Gewalt setzten, um ihre Ziele zu erreichen, davon handelt das Buch des renommierten Historikers Dieter Langewiesche.

Dass der Krieg eine historische Gestaltungskraft ersten Ranges ist, gehört zu den unbequemsten Wahrheiten der Geschichte. Und sie ist weiterhin aktuell. Nicht nur gibt es immer noch Kriege auf der Welt, selbst "humanitäre Interventionen" oder der Kampf gegen den Terror kommen ohne kriegerische Einsätze nicht aus. Warum aber greifen Menschen und Staaten überhaupt zum Mittel des Krieges? Wie haben Kriege Wandel ermöglicht oder verhindert? War der Krieg im europäischen Laboratorium der Staats- und Gesellschaftsordnungen sogar unverzichtbar? Der Tübinger Historiker Dieter Langewiesche beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit diesen Fragen und legt nun eine grundlegende Analyse vor, in der es nicht um Pulverdampf und Schlachtenlärm geht, sondern um den Ort des Krieges in der Geschichte der Moderne.
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mit 54 Abbildungen, 6 Tabellen und 9 Karten
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978-3-406-72708-5 (9783406727085)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Dieter Langewiesche ist Professor em. für mittlere und neuere Geschichte an der Universität Tübingen. 1996 erhielt er den Leibniz-Preis.
Inhalt

Vorwort

I. Einführung:Ohne Krieg kein Fortschritt - Kontinuität im Denken und Handeln

1. Immanuel Kant: Zur Notwendigkeit des Krieges in der Philosophie des Friedens
2. Fragen an die Geschichte
3. Nation und Nationalstaat: Fortschritt als Kriegsgeschöpf
4. Revolution: Krieg durchbricht Fortschrittsblockaden
5. «Humanitäre Intervention» - Die Rückkehr des Krieges als Fortschrittskraft im Denken und Handelnder Gegenwart

II. Europas Weltkriege gestalten die globale Ordnung(18.-20. Jahrhundert)

1. Europas Kriege in der Welt: 18.Jahrhundert
2. Die napoleonische Ära:Kampf gegen eine kontinentaleuropäische Hegemonialmacht
3. Das Jahrhundert Europas 1815-1913
4. Der Ort des Ersten Weltkriegs in der Geschichte der Kriege
5. Der Zweite Weltkrieg und seine Folgen
6. «Krieg gegen Terror» - eine neue Form von globalem Krieg?

III. Ohne Krieg keine erfolgreiche Revolution

1. Revolutionsmodelle: friedliche Revolution - Verfassungs- und Nationalrevolution - bolschewistische Revolution
2. Nationale Verfassungsrevolutionen - der Krieg im europäisch-nordamerikanischen Revolutionsmodell
3. Internationale Voraussetzungen für erfolgreiche Nationalrevolutionen im 19.Jahrhundert
4. Erster Weltkrieg - Kriegsniederlage, Revolution und Bürgerkrieg gestalten die Zukunft: Russland,Deutschland, Türkei

IV. Ohne Krieg kein Nationalstaat und keine Nation

1. Idee Nation - warum ist sie so erfolgreich?
2. Krieg in der Entstehung europäischer Nationalstaaten - historische Muster

V. Ohne Krieg kein Kolonialreich und keine Dekolonisation

1. Die «guten Despoten» aus Europa - John Stuart Mill und Alexis de Tocqueville
2. Entwicklungsmuster
3. Kriege in kolonialen Räumen
4. Kolonialkriege in Afrika - ein deutscher Sonderweg des Genozids?

VI. Rückblick und Ausblick
1. Das europäische 19.Jahrhundert - Versuch einer globalen Ortsbestimmung mit dem Wissen des 20.Jahrhunderts
2. Europa als nationalpolitisches Laboratorium in der Gegenwart - Die Europäische Union als Ende des Europas der Kriege?

Anhang

Dank
Literaturverzeichnis
Anmerkungen
Bildnachweis
Register

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