Miakro

 
 
Rowohlt Taschenbuch (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 20. August 2019
 
  • Buch
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  • Softcover
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  • 332 Seiten
978-3-499-26710-9 (ISBN)
 
Mit «Miakro» war Georg Klein 2018 für den Preis der Leipziger Buchmesse und für den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis nominiert. Die Männer, die im Mittleren Büro ihren Dienst versehen, arbeiten, Pult neben Pult, am weichen Glas. Am Ende des Tages marschieren sie geschlossen zum aktuellen Nährflur, wo die bleiche Wand eine Speise für alle bereitstellt. Danach schlüpft jeder in seine Ruhekoje. Dort aber liegt Büroleiter Nettler seit einigen Nächten wach. Ein rätselhafter Binnenwind zieht ihm das Gestern, Heute, Morgen ungezählter Arbeitsjahre neu herbei. Allmählich geraten die Selbstverständlichkeiten des Bürolebens ins Wanken. Es hat den Anschein, die guten Tage seien gezählt. Gemeinsam mit drei mehr oder weniger vertrauenswürdigen Kollegen passiert Nettler die Schleuse, den einzigen Weg, der hinausführt aus dem Mittleren Büro. Draußen aber wird, was die Männer für ihre Arbeitsheimat hielten, bereits mit heller Wachsamkeit beobachtet. Fachleutnant Xazy, die leitende technische Agentin, hat begonnen, sich furchtlos um die Zwielichtzone des Natürlichen, um den Grenzbereich zwischen Außen- und Innenwelt, zu kümmern. Mit Ernst und Eigensinn, mit Humor und Gefühl führt Georg Klein seine Figuren einem großen Gegenspieler in die Arme. Nicht alle werden den Frühlingsmorgen dämmern sehen. Aber das Licht des Phantastischen leuchtet hell über die Grenzen des Erwartbaren hinaus.
1. Auflage
  • Deutsch
  • Deutschland
  • Höhe: 188 mm
  • |
  • Breite: 115 mm
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  • Dicke: 30 mm
  • 267 gr
978-3-499-26710-9 (9783499267109)
weitere Ausgaben werden ermittelt

Georg Klein, 1953 in Augsburg geboren, veröffentlichte die Romane «Libidissi», «Barbar Rosa», «Die Sonne scheint uns» und «Sünde Güte Blitz» sowie die Erzählungsbände «Anrufung des Blinden Fisches», «Die Logik der Süße» und «Von den Deutschen». Für seine Prosa wurden ihm der Brüder-Grimm-Preis und der Bachmann-Preis verliehen; für «Roman unserer Kindheit» erhielt er den Preis der Leipziger Buchmesse. 2013 erschien sein Roman «Die Zukunft des Mars». Mit «Miakro» war er 2018 für den Preis der Leipziger Buchmesse und für den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis nominiert.

Ein meisterliches Werk (...) in einer Beschreibungsgenauigkeit geschildert, die einzigartig ist in der Gegenwartsliteratur.
 
Spannend, intelligent, verstörend, sprachlich glänzend.
 
Stets subtil bricht Miakro die Kruste unserer sicheren Realität auf (...) Mit den Ingredienzen eines Abenteuerromans, des Science-Fiction-Genres und des Öko-Thrillers sprengt der 1953 in Augsburg geborene Autor wieder einmal gängige Erzähl- und Gattungskonventionen (...) Keine Prosa zum nächtlichen Einschlafen, allerdings eine Einladung für all jene, die, wie ein weiterer Begriff des Romans so treffend festhält, Schädelknirschen nicht scheuen.
 
Eines der tollsten Bücher in diesem Frühjahr.
 
Ein mitreißendes Abenteuer.
 
Das Büro, die Alienmutter: Wenn der Arbeitsalltag das Leben übernimmt, wird das Büro zum Zuhause. Georg Klein inszeniert diese Vorstellung als Fantasy-Roman. In Miakro verlebendigen sich die Räume. Und ein Ausbruch wird für vier Männer zum Abenteuer.
 
Jedes Wort wird eingelöst und bleibt doch schamlos unerklärt. Miakro ist die prächtigste, bei aller Poesie und Sanftheit schaurigste Kopfgeburt des Frühjahrs.
 
Georg Klein betreibt hingebungsvoll Materialkunde in Prosa. Seine Sätze betasten förmlich Glas und Tuch, Gewächse, Mauern und Geräte und bekommen so selbst etwas Stoffliches. Das ist ein erstaunlicher Effekt, eine besondere Leseerfahrung. Dieses Buch führt vor, was Literatur eigentlich ausmacht, ob sie nun realistisch oder surrealistisch oder keines von beiden ist, nämlich eine Welt zu schaffen im Werkstoff der Sprache. Es ist die Sprache, die alles zusammenhält. Sie ist ungemein anschmiegsam, ist artifiziell, genau und erfinderisch. Nicht der irrwitzige Plot trägt die Lektüre voran, sondern diese virtuos feinnervige Weise ihn zu erzählen.
 
Es gibt nur wenige Schriftsteller, die mit einer ähnlichen Kunstfertigkeit Verweisnetze zwischen dem Realen und dem Imaginären aufspannen können, ohne dabei berechenbar zu werden.

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