Über Warschau in den Westen

Botschaftsfluchten 1989
 
 
epubli (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 17. August 2019
 
  • Buch
  • |
  • Softcover
  • |
  • 196 Seiten
978-3-7485-8220-5 (ISBN)
 
Über den Osten in den Westen zu wollen ist eine seltsame Idee. Trotzdem gelangten im Sommer 1989 etwa 6000 DDR-Bürger über die Deutsche Botschaft in Warschau in die Freiheit. Parallel zu den Zügen aus der Prager Botschaft fuhr in der gleichen Nacht ein überfüllter Zug aus Warschau in den Westen; über die DDR nach Helmstedt. Die Massenfluchten von 1989 förderten bald schon den Zusammenbruch des sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaates.
In Polen war die Situation für die Botschaftsflüchtlinge anders, auch wenn der ungewisse Ausgang, die Entführungs- und Verhaftungsgefahr an der Grenze sich ähnelten. Wer es ohne Verhaftung über die Grenze geschafft hatte, war rückblickend in Sicherheit. Damals war jedoch der Ausgang offen.
Polen hatte nach den ersten freien Wahlen in einem Warschauer-Pakt-Staat im Juni 1989 die erste nicht nichtkommunistische Regierung in einem Ostblockland unter Tadeusz Mazowiecki. Instituationen wie das Rote Kreuz, die katholische Kirche, Solidarnosc und die Bevölkerung unterstützten die Zufluchtsuchenden, stellten Unterkünfte, Essen und Unterstützung bereit.

Das Buch stellt die für die damalige Situation relevanten Fakten und Ereignisse sowie die besonderen Bedigungen in Polen und das Verhältnis zu Deutschland vor. Archivmaterial des Auswärtigen Amtes und der BStU erweitert den Blickwinkel. Anschließend kommen Zeitzeugen wie der Botschafter in Warschau a.D., Botschaftsmitarbeiter, die ehemalige Generalsekretärin des Polnischen Roten Kreuzes und Botschaftsflüchtlinge zu Wort.

Geschichte ist mehr als trockene Fakten; Geschichte sind auch die Geschichten dahinter.
Breit recherchiert, vielfältig und berührend.
  • Deutsch
  • Für Jugendliche
  • Höhe: 20.5 cm
  • |
  • Breite: 13.5 cm
  • 274 gr
978-3-7485-8220-5 (9783748582205)

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