Hund, Wolf, Schakal

Roman
 
 
Hanser Berlin (Verlag)
  • 6. Auflage
  • |
  • erschienen am 22. August 2022
 
  • Buch
  • |
  • Hardcover
  • |
  • 288 Seiten
978-3-446-27378-8 (ISBN)
 
Behzad Karim Khanis Debüt über das Schicksal zweier Brüder verbindet die Härte der Straße mit der Melancholie iranischer Prosa. "Zehnmal besser als jedes '4 Blocks'." (Ijoma Mangold)

Nach der Hinrichtung der Mutter im Tumult der Iranischen Revolution fliehen der elfjährige Saam und sein kleiner Bruder Nima mit ihrem Vater nach Deutschland. Doppelt fremd im arabisch dominierten Neukölln, fristet der Vater ein Leben zwischen Taxifahren, Backgammon und Scham, während Saam versucht, die Rolle des Familienoberhaupts auszufüllen. Mit allen Mitteln erkämpft er sich Respekt unter den brutalen Straßengangs, um seinen Bruder Nima zu beschützen. Bis er eines Tages zu weit geht.
In seinem spektakulären Debüt schreibt Behzad Karim Khani über die komplizierten Schicksale von Revolutionären, Kleindealern und Messerstechern und entwickelt dabei einen ganz eigenen Sound, in dem sowohl die Melancholie iranischer Prosa als auch die Härte afroamerikanischen Raps anklingen.
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Behzad Karim Khani wurde 1977 in Teheran geboren, seine Familie ging 1986 nach Deutschland. Er studierte Medienwissenschaften und lebt heute in Berlin-Kreuzberg, wo er schreibt und die Lugosi-Bar betreibt. Für sein Debüt 'Hund, Wolf, Schakal' (2022) erhielt er den Debütpreis des Harbour Front Literaturfestivals.
"Poetisches Gespür. Und ein Ohr für Straßenjargon. . Erfrischend sind vor allem Khanis Dialoge, deren Tonfall und häufig absurde Lakonie man umgehend als authentischen - oder auch fein ironisierten - Neuköllner Straßenjargon akzeptiert. . Khanis knapper, aber gar nicht unblumiger Stil nimmt einen umstandslos mit." Katharina Granzin, taz, 10.01.23

"Hart, packend und rasant erzählt, in einem ganz eigenen, wuchtigen Stil [...] Ein energiegeladener, unter die Haut gehender Roman in einer oft hart hingehämmerten Sprache, die Slang mit Rapper-Idiom und bildstarken Passagen mischt.... Der Roman hat auch seine ruhigen, melancholischen und komischen Momente." Wolfgang Seibel, Ö1 Ex libris, 06.11.22

"Ein kluger Mann, der hier ein wunderbares Buch geschrieben hat. Wunderbar, weil alles stimmt. Die Geschichte ist interessant und spannend. ... Es ist ein Buch über Verhältnisse, die wir mit geschaffen haben." Elke Heidenreich, Spiegel online, 30.10.22

"Ein Debütroman, den ich von der ersten bis zur letzten Seite spannend fand, mit einer grandiosen Sprache. . Die Geschichte, die gerade im Moment passiert." Gert Scobel, 3sat Buchzeit, 23.10.22

"Es zieht einen so durch, da wummert der Bass der Neunziger durch. Andererseits ist man die ganze Zeit immer wieder aufgehalten von großartigen Sätzen und großartigen Beobachtungen, die ich so noch nicht gelesen habe. . Ich hab's sehr gemocht." Katrin Schumacher, 3sat Buchzeit, 23.10.22

"Ich habe das Buch mit angehaltenem Atem gelesen. Man wird durchgepeitscht . Ein moderner Roman noir." Sandra Kegel, 3sat Buchzeit, 23.10.22

"Da sind Milieustudien drin, die haben sich wirklich gewaschen." Barbara Vinken, 3sat Buchzeit, 23.10.22

"Aufwühlend ist die Geschichte um Wahrheit und Willkür auf der Straße - Sprache und Form sind dem Rap ganz nah und von einer umwerfenden Komik mit einem Schuss magischem Realismus." Nora Zukker, Tages-Anzeiger, 14.10.22

"Khanis Spezialität ist das Beobachten kleinster Weltpartikel und eine Poesie des Hässlichen. ... Wobei sich die bittere Erzählung immer mal wieder einen grotesken Humor erlaubt ... Dass sich beim Lesen nicht nur wohliger Parallelweltgrusel einstellt, sondern auch sprachliche Schönheit und sogar zärtliche Momente, spricht für Khanis literarisches Talent. ... Ein großes Glück." Eva Biringer, Welt Online, 14.10.22

"Dieses Buch ist eine Sensation. Das ist mit das Beste, was ich überhaupt gelesen habe ... Grandios! Herzzerreißend!" Elke Heidenreich, SRF Literaturclub, 11.10.22

"Ein beeindruckendes Debüt . so wahnsinnig glaubwürdig . und unschlagbar komisch." Nicola Steiner, SRF Literaturclub, 11.10.22

"Absolut großartig ... Die Sprache in diesem Buch ist ein einzigartiges Kunstwerk." Philipp Tingler, SRF Literaturclub, 11.10.22

"Wie weit geht man, um die eigene Würde zu verteidigen? Behzad Karim Khani erzählt von Gewalt und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit in den Straßen von Berlin: Zärtlich, ironisch und entlarvend - ohne zu verklären." Nora Zukker, SRF Bestenliste, 30.09.22

"Ein bestechend genauer Blick für Details. . Behzad Karim Khani hat einen erkenntnisstiftenden und spannenden Roman geschrieben." Christoph Schröder, Deutschlandfunk Büchermarkt, 28.09.22

"Wahnsinnig eindrücklich aus dem Herzen des Einwanderermilieus heraus geschrieben . extrem lesenswert!" Nicola Steiner, SRF 1 BuchZeichen, 20.09.22

"Dieses Buch haut uns um. . Behzad Karim Khani fließen auf jeder Seite Sätze aus der Feder, die große Resonanzräume öffnen. Dieser unwiderstehliche Ton zwingt zum Weiterlesen. ... Karim Khani gelingt eine Poesie der Straße ohne ermüdende Klischees und übergriffiges Pathos. Mit seiner aufwühlenden, aufregenden Geschichte und seiner elektrisierenden, bildreichen Sprache ist dieses Debüt ein starkes Stück Literatur. Wir sind uns einig: Von diesem Autor wollen wir mehr lesen." Juryurteil zum Debütpreis des Harbour front Literaturfestivals, 15.09.22

"Der biografisch inspirierte Roman erzählt ungeheuer kraftvoll und packend von 'Verlorenen und Verlierern', wie es einmal heißt, ohne die Armut und Gewalt, mit der sie leben, zu verklären. ... Ihm gelingen immer wieder ungewöhnliche Perspektiven auf das Leben in der Fremde. ...Vor allem aber hat Behzad Karim Khani eine kraftvoll poetische Sprache gefunden, die einen unmittelbar reinzieht in diese Geschichte, die ihren ganz eigenen Sound hat. . Ein aufregendes Debüt" Andrea Gerk, NDR Kultur, 12.09.22

"Sätze, die man sich einrahmen möchte. . Einfach großartige Literatur. . Wie erhellend Karim Khanis Blick ist, auf die Eingewanderten, den Knast, den Umgangston in den Gangs, hat an seiner Theke wohl kaum jemand geahnt." tlin, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.09.22

"Behzad Karim Khani braucht nur wenig Raum, um Dynamiken der Eskalation und Zuspitzung zu zeigen. Der Autor arbeitet mit harten Schnitten und bevorzugt schnelle Rhythmen. ... Er erklärt seine Figuren nicht, er lässt ihnen ihre Geheimnisse und ihre Rätselhaftigkeit. ... Ein schicksalsergebener Stoizismus gibt dem Roman, der Härte mit Zartheit verbindet, eine große Wucht." Holger Heimann, SWR2, 07.09.22

"Ich wollte nur blättern in dem Buch. Aber Behzad Karim Khani nahm mich sofort in Geiselhaft. . Literatur verwandelt die Schrecken der Wirklichkeit in Produkte unserer Fantasie. So beherrschen wir sie zwar nicht in Wirklichkeit, aber doch wenigstens in unserem Kopf. ... Unlöslich ist mit der Schönheit von Khanis Buch dessen Intelligenz verwoben." Arno Widmann, Frankfurter Rundschau, 06.09.22

"Mal liest diesen Debütroman wie ein grausames Märchen, dann wieder wie eine brutale Gangstererzählung. ... In kurzen Sätzen und mit teils rasantem erzählerischem Tempo zeichnet Karim Khani das Bild eines düsteren Berlins um die Jahrtausendwende. ... Ihm gelingt ein düsterer Coming-of-Age-Roman mit bösem Ende, der einen zugleich verstört und beeindruckt zurücklässt." Benjamin Stolz, Der Spiegel, 20.08.22

"Ein fulminant pathetischer, brutaler und in seiner Fragilität zugleich so schmetterlingshaft schöner Roman." Ronald Düker, Die Zeit, 11.08.22

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