Welle der Konsumgesellschaft

Radio Luxembourg in Frankreich 1945-1975
 
 
Wallstein (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 4. April 2018
 
  • Buch
  • |
  • Hardcover
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  • 416 Seiten
978-3-8353-3215-7 (ISBN)
 
Wie beeinflussten sich Massenmedien und Massenkonsum im Frankreich der Nachkriegszeit gegenseitig?

Radio Luxembourg war in der europäischen Rundfunklandschaft der Nachkriegszeit eine Ausnahme: Die privatkommerzielle Radiostation sendete werbefinanzierte Unterhaltungsprogramme in die benachbarten Staaten und erreichte damit ein Millionenpublikum. Die Autorin Anna Jehle zeigt anhand verschiedener Untersuchungsfelder - der Unternehmens- und Programmgeschichte, der Zielgruppen, der Marketingaktivitäten und des Werbezeitenverkaufs -, wie eng die Entwicklung der Konsumgesellschaft im Frankreich der sogenannten trente glorieuses mit der Verbreitung und Nutzung des Radios verbunden war. Mit seinem ganz auf Massenkonsum ausgerichteten Rundfunkkonzept war Radio Luxembourg nicht nur integraler Bestandteil, sondern auch Katalysator und Agent der Konsummoderne. Dies hatte weitreichende Auswirkungen für das französische Rundfunksystem, das sich unter dem Einfluss Radio Luxembourgs kommerzialisierte, und zwar bereits lange vor der Deregulierung des Rundfunks in den 1980er Jahren.

  • Deutsch
  • Göttingen
  • |
  • Deutschland
ca. 30
  • Höhe: 22.2 cm
  • |
  • Breite: 14 cm
  • 709 gr
978-3-8353-3215-7 (9783835332157)
»Anna Jehle hat nun mit ihrer von Frank Bösch betreuten preisgekrönten Dissertation ein Buch vorgelegt, das breitere Aufmerksamkeit verdient.«
(Konrad Dussel, www.rkm-journal.de, 11.06.2018)

»Die sinnvolle Gliederung sowie die Zwischenfazits nach jedem Kapitel machen die Studie nachvollziehbar auch für eine Leserschaft, die nicht mit der französischen privatkommerziellen Rundfunkgeschichte vertraut ist.«
(Susanne Wegner, Communicatio Socialis, Heft 1, 2019)

»eine rundfunkhistorische Modellstudie, die die großen Linien gesellschaftlichen, medialen und soziokulturellen Wandels kennt und zu verbinden weiß (...), durchgehend anschaulich, quellengesättigt und spannend.«
(Erik Koenen, Publizistik, Mai 2019, Vol. 64)

»Alles in allem stellt das ungemein eindrucksvoll recherchierte Buch eine Pflichtlektüre für jede/n radiogeschichtlich Interessierte/n dar.«
(Clemens Zimmermann, Rundfunk und Geschichte, 1-2/2019)

»ein exzellentes Beispiel für den Mehrwert verpflechtungsgeschichtlicher Perspektiven auf Mediengeschichte.«
(Christoph Hilgert, Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte 21, 2019)

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