Um den Schweriner Außensee - Geschichten, Sagen und Wanderungen

 
 
EDITION digital (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 10. August 2020
 
  • Buch
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  • Softcover
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  • 107 Seiten
978-3-96521-009-7 (ISBN)
 
Die Beiträge in diesem Buch enthalten Vorschläge für Wanderungen und Fahrten um den Schweriner Außensee. Dabei werden die besuchten Orte, ihre Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Sagen und touristischen Möglichkeiten beschrieben. Im Anschluss wird die geografische und frühhistorische Entwicklung der Region um den Schweriner See wiedergegeben. Für Leser, die gerne in alten Geschichten kramen, machen die Autoren, beide Mitglieder im Kulturverein Sagenland Mecklenburg-Vorpommern e. V., auf die in den jeweils besuchten Ortschaften erzählten Sagen aufmerksam und weisen unter der Rubrik "Touristische Informationen" auf die Sagensteine und ihre Geschichten hin. Besuchen Sie auf Ihren Wanderungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad Hohen Viecheln, die Döperegion, Flessenow, Retgendorf, Rampe, den Paulsdamm, Wickendorf, Seehof, Hundorf, Lübstorf, Wiligrad, Gallentin, die Insel Lieps und Bad Kleinen. Oder unternehmen Sie eine Rundfahrt mit dem Auto.
1. Auflage
  • Deutsch
  • Pinnow
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  • Deutschland
  • 41 farbige Abbildungen
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  • 41 farbige Abbildungen
  • Höhe: 208 mm
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  • Breite: 149 mm
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  • Dicke: 18 mm
  • 271 gr
978-3-96521-009-7 (9783965210097)
weitere Ausgaben werden ermittelt

Gottfried Holzmueller

Diplomvolkswirt, geboren 1937 in Pausa/Vogtland. Wohnhaft in Schwerin.

Seit 2008 Mitglied und zeitweise Vorsitzender des Kulturvereins "Sagenland Mecklenburg-Vorpommern e. V.". Mitinitiator der Aktion "Sagensteine" und der Einrichtung der sagengestützten Rad- und Wanderwege Räuber-Röpke- und Niklot-Pfad. Organisator der Wanderausstellung "Sagenhafte Orte in und um Schwerin".

Autor des Buches "50 der spannendsten und interessantesten Sagen in und um Schwerin", 2020.

Dr. agr. habil. Heinz Falkenberg, wohnhaft in Hohen Viecheln, wo er als Ortschronist eine Reihe historischer, regionaler Themen, so u. a. Sagengeschichten, bearbeitet hat.

Von ihm sind neben Veröffentlichungen in Zeitungen folgende Buchbeiträge erschienen:
- Sagenhafte Orte um den Schweriner See, Beiträge, 2007
- Hohen Viecheln, 825 Jahre jung, Gemeinschaftsbeiträge, 2003
- 700 Jahre Hallenkirche Hohen Viecheln, 2010
- 300 Jahre Geschichte der Fischerfamilie Prignitz, 2015
- Zur Geschichte des letzten Obotritenfürsten Niklot, seiner Söhne und der alten Slawenburg Dobin, 2017

Der Schweriner See 1 Hohen Viecheln Das Dorf Hohen Viecheln Zur Geschichte des Ortes Sehenswürdigkeiten Geschichten und Sagen Touristische Informationen für Hohen Viecheln 2 Die Döperegion, Gemeinde Hohen Viecheln Wegbeschreibung Das Wiesengelände der Döpe Die Burg Dobin Geschichten und Sagen Touristische Informationen Über die Gemeinde Dobin am See und das Amt Crivitz 3 Flessenow, Ortsteil der Gemeinde Dobin am See Wegbeschreibung Zu Sagen und Geschichten in Flessenow Ausbau Weitere Wegbeschreibung Der Ort Flessenow und seine Lage Zur Geschichte des Ortes Sehenswürdigkeiten Geschichten und Sagen Touristische Informationen 4 Retgendorf, Ortsteil der Gemeinde Dobin am See Wegbeschreibung Der Ort und seine Lage Zur Geschichte des Ortes Sehenswürdigkeiten Geschichten und Sagen Touristische Informationen 5 Rampe, Ortsteil der Gemeinde Leezen Wegbeschreibung Der Ort und seine Lage Zur Geschichte des Ortes Sehenswürdigkeiten 6 Der Paulsdamm Wegbeschreibung Zur Geschichte Sehenswürdigkeiten Touristische Informationen 7 Wickendorf, Ortsteil von Schwerin Wegbeschreibung Der Ort und seine Lage Zur Geschichte des Ortes 8 Seehof, selbstständige Gemeinde im Amt Lützow-Lübstorf Wegbeschreibung Der Ort und seine Lage Zur Geschichte des Ortes Sehenswürdigkeiten Touristische Informationen 9 Hundorf, Ortsteil von Seehof Wegbeschreibung Zur Geschichte des Ortes Sehenswürdigkeiten Geschichten und Sagen Touristische Informationen 10 Lübstorf, selbstständige Gemeinde im Amt Lützow-Lübstorf Wegbeschreibung Zur Geschichte des Ortes Sehenswürdigkeiten 11 Wiligrad, Ortsteil der Gemeinde Lübstorf Wegbeschreibung Zur Geschichte des Ortes Sehenswürdigkeiten Geschichten und Sagen Touristische Informationen 12 Gallentin, Ortsteil der Gemeinde Bad Kleinen im Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen Wegbeschreibung Zur Geschichte des Ortes Sehenswürdigkeiten Geschichten und Sagen Touristische Informationen 13 Die Insel Lieps, zur Gemeinde Bad Kleinen gehörig Die Insel und ihre Lage Zur Geschichte Sehenswürdigkeiten Touristische Informationen 14 Bad Kleinen, selbstständige Gemeinde im Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen Wegbeschreibung Zur Geschichte des Ortes Sehenswürdigkeiten Geschichten und Sagen Touristische Informationen 15 Ende der Wanderung, Hohen Viecheln Wegbeschreibung Sehenswürdigkeiten Zum Abschluss der Rundreise/des Rundganges. Kurze Zeitgeschichte der Schweriner Seenregion Die Eiszeit und ihre Folgen Die Entwicklung von Fauna und Flora Von der ersten Besiedlung bis zur Gegenwart Die ersten menschlichen Besiedlungen am Schweriner See (Mesolithikum) Die Ackerbauern und Viehzüchter der jüngeren Steinzeit (Neolithikum) Die Bevölkerung der Bronzezeit Die Lebensweise in der Eisenzeit Großflächige slawische Besiedlungen in Mecklenburg Deutsche Siedlungen im Raum des Schweriner Sees nach 1160 Literaturverzeichnis

13 Die Insel Lieps, zur Gemeinde Bad Kleinen gehörig

Die Insel und ihre Lage

Im nördlichen Teil des Schweriner Außensees liegt eine lang gestreckte Insel, die Insel Lieps, wie sie seit alters her heißt. Die Insel ist etwa 1,5 Kilometer lang und erstreckt sich in nordöstlicher Richtung. An der breitesten Stelle ist sie nur 600 Meter breit. Vom niedrig gelegenen Ufersaum steigt das Innere der Insel zu einem Plateau auf, das den größten Teil der Insel umfasst. Westlich der Lieps liegt die kleine Nebeninsel Horst, die nur durch einen schmalen Wasserkanal von der Hauptinsel getrennt ist. Vor der Südspitze der Insel wurde mit 54 Metern die größte Wassertiefe des Schweriner Sees gemessen.

Zur Geschichte

Der Name der Insel Lieps leitet sich von der altslawischen Bezeichnung Lipa, im Deutschen gleich Linde, ab, also eine Insel, auf der die Lindenbäume überwogen. Die Insel entstand nach der letzten Eiszeit aus den abfließenden Eiswällen der Endmoränen. Alte Schriften berichten über Funde von Steinwerkzeugen auf der Insel, welche zumindest zeitweilig auf eine Nutzung in der Steinzeit, aber auch noch in der Slawenzeit, hinweisen. In einer Verleihungsurkunde des Sachsenherzogs Heinrich des Löwen von 1171 wird die Insel in die Verfügung des Bischofs von Schwerin gegeben und sicherlich erfolgte seit dieser Zeit auch eine landwirtschaftliche Nutzung. Erst nach 1700 wird berichtet, dass die Bäume der Insel weitgehend gerodet und später eine Hofstelle mit Viehweide auf dem Plateau des Geländes eingerichtet wurde. Zum Bau von Schloss Wiligrad wurde hier Kies abgebaut und nach Wiligrad verschifft. Lange Zeit betrieb eine Pächterfamilie auf der Insel Ackerbau und unterhielt wegen der begrenzten Möglichkeiten nur einen kleinen Viehbestand. Jedoch wurden die Gebäude des Hofes 1956 durch Blitzschlag vollständig vernichtet. Seither ist die Insel Lieps nur Sommerweide für Rinder und Schafe. Schon nach dem 2. Weltkrieg begann auch die touristische Nutzung der Insel.

Sehenswürdigkeiten

Freizeitgestaltung: Besonders für Segler und Motorbootfahrer ist die Insel ein gern genutzter Anlaufpunkt. So ankert im Sommerhalbjahr regelmäßig eine Vielzahl von Booten im Uferbereich der Insel. Zu besonderen Anlässen, wie zu Pfingsten, zelten auch viele Touristen auf der Insel und bereiten sich mit Lagerfeuern und Festen ein fröhliches Zeltleben. Im südöstlichen Teil der Insel entstanden einige Ferienhäuser. Der Tourismusverein Schweriner Seenland hat es sich zur lobenswerten Aufgabe gemacht, jährlich den Müll auf der Insel zu beseitigen, weil oft keine ordnungsgemäße Entsorgung erfolgt.

Biotop der Insel: Fast alle Uferbereiche der Insel sind von einem bis zu 20 Meter breiten Schilfgürtel umgeben, in dem eine Vielzahl von Vogelarten nisten. Der etwas höher gelegene, von Bäumen gebildete Ufersaum aus Schwarzerlen, Eschen und Silberweiden umfasst ebenfalls die ganze Insel. Der zahlreiche Ulmenbestand der Insel fiel weitgehend einer Pilzkrankheit zum Opfer. Im erhöhten Inselbereich nimmt die Baumbedeckung gegenwärtig mehr und mehr zu. Nur auf dem oberen Plateau wird eine Wiesenfläche durch Beweiden frei gehalten. Die besonders an der Südseite der Insel zu erkennenden größeren Wasserflächen sind durch frühere Kiesausbaggerungen, u.a. für den Aufbau des Schlosses Wiligrad, entstanden. Die normalerweise ruhige Umgebung lockt auch eine Menge Vögel zum Brutgeschäft an. Hauptsächlich sind es Haubentaucher, Höckerschwäne, Blesshühner, Zwergtaucher, Stockenten und Drosselrohrsänger, welche hier auf oder um die Insel brüten. So wurden im Bereich der Insel allein 395 Brutpaare des Haubentauchers gezählt (2010), ein Vorkommen, das zu den größten Beständen in Mitteleuropa gehört.

Touristische Informationen

Das Anlegen und das Betreten der Insel ist nicht verboten. Es sollte aber beachtet werden, dass die gesamte Insel unter Naturschutz steht und deshalb Begehungen und Nutzungen nur entsprechend der gesetzlichen Vorgaben erfolgen dürfen. Es bedeutet auch, dass jeder Besucher seine Abfälle wieder mitnimmt und selbst entsorgt.


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