Crossover

Mehrfachadressierung in Text, Markt und Diskurs
 
 
Chronos (Verlag)
  • erschienen im Februar 2018
 
  • Buch
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  • Hardcover
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  • 380 Seiten
978-3-0340-1409-0 (ISBN)
 
Harry Potter, Edward Cullen, Katniss Everdeen - so heißen die literarischen Heldinnen und Helden unserer Zeit. Die internationale Buchbranche bringt seit Rowlings Romanreihe immer mehr Romane heraus, die ein erwachsenes Publikum ebenso ansprechen sollen wie Kinder und Jugendliche. Warum werden bestimmte Texte von unterschiedlichen Generationen gelesen? Ist diese Rezeption in den Texten angelegt oder wird sie über den Markt gesteuert? In komparatistischen Analysen werden Verfahren aufgeschlüsselt, die Texte an ein altersdiverses Publikum adressieren. Dabei wird eine Tradition nachgezeichnet - von «The Adventures of Tom Sawyer» (1876) und «Treasure Island» (1883) über «Krabat» (1971) und «Die unendliche Geschichte» (1976) bis hin zu «The Book Thief» (2005) und «Tschick» (2010). Im Zentrum der Verschränkung von Diskurs, Markt und Text entstand ein literarisches Phänomen, das veränderte Konzepte von Alter ebenso abbildet wie formt und das mit «Harry Potter» seinen bisherigen Erfolgshöhepunkt erlebte.
  • Deutsch
  • Deutschland
  • Höhe: 226 mm
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  • Breite: 157 mm
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  • Dicke: 32 mm
  • 620 gr
978-3-0340-1409-0 (9783034014090)
3034014090 (3034014090)
Inhalt Prolog: Die Rückkehr der Muppets Einleitung: Magie und Textstruktur Crossover-Literatur: Grundlagen Die Besonderheiten der Kinder- und Jugendliteratur Publikationsgeschichten Der populäre Kanon Begrifflichkeiten Crossover-Literatur vs. All-Age-Literatur Genre Mehrfachadressierung vs. Doppeladressierung Adressierung vs. Codierung vs. Doppelsinnigkeit vs. Ambivalenz Mehrfachadressierung in anderen Medienkontexten: Ausblick auf den Family Entertainment-Film Selbstverortung der Autoren Das späte 19. Jahrhundert: No need for psychology or fine writing? Das späte 20. Jahrhundert: Der Kampf gegen die Zivilisationswüste Der Beginn des 21. Jahrhunderts: Ist Alter eine aussterbende (Leser_innen-)Kategorie? Mehrfachadressierung im Diskurs Feuilleton und Branchenmedien: Zwischen Infantilisierung der Gesellschaft und Rettung der Buchbranche Alles Fantasy? Süße Flucht in die Sucht? Feindliche Übernahme? Die Rettung der Buchbranche? Festhalten an althergebrachten Werten Mehrfachadressierung im Markt Die Welt der (Markt-)Möglichkeiten: Joanne K. Rowlings «Harry Potter» Crossover-Vermarktung konkret Markus Zusaks «The Book Thief» Wolfgang Herrndorfs «Tschick» Der Markt in der Selbstfindung Mehrfachadressierung im Text Die Oberflächenstrukturen von Crossover-Literatur Crossover-Literatur und kinderliterarische Klassiker Spannung und Unterhaltung Crossover-Literatur als Bestseller-Literatur Eingängigkeit Crossover und Populärer Realismus Die Genrehybridität von Crossover-Literatur Abenteuer, Thriller, Ego-Shooter: Der intermediale Referenzbereich in «Tschick» Die doppelte Heldenreise und Coming of Age reverse: «Die unendliche Geschichte» He was all smiles to everyone: Genrebrüche und -spuren in «Treasure Island» Roman, Palimpsest, Bilderbuch und Graphic Novel. Erzählformen der Kinder- und Jugendliteratur und Allgemeinliteratur in «The Book Thief» Präsentisches Erzählen als Bindeglied von Phantastik und Coming of Age: «Krabat» Sundayschool-Novel nur als Satire! «The Adventures of Tom Sawyer» Kombinatorik als genreprägendes Charakteristikum Metaisierung in Crossover-Literatur Metanarration Metafiktion Im Fokus: Die Beziehung zwischen Leser_in und Buch Die Möglichkeiten von Fiktion Syndiegesen Metaisierung im Kontext der Immersion Das Wissen in Crossover-Literatur Der erwachsene Erzähler als Herrscher über die Leerstellen Der phantastische Weg: Der Intertext als Wissensbereich Das Wissen der Medien: Herrndorfs «Tschick» Das Wissen in Crossover-Literatur als Lektürelegitimation Erzählperspektiven der Crossover-Literatur und ihre Konzepte von Kindheit und Jugend Die dominante erwachsene Perspektive und die Lust am Abenteuer Von der inneren Reform des Menschen - Jugendkonzepte der Phantastik Von Multiperspektivität unterschiedlicher Generationen zur spezifisch jugendlichen Lebenswelt: Die Texte der Gegenwart Gleichzeitigkeit der Perspektiven als mehrfachadressierende Struktur Fazit: Das Genre Crossover Epilog: Crossover-Literatur im Spannungsfeld von Diskurs, Markt und Text Literaturverzeichnis Quellen Forschung Presse Online Filme
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