Gesellschaftsgestaltung durch Neujustierung von Zivilgesellschaft, Staat und Markt

 
 
Springer VS (Verlag)
  • erscheint ca. am 3. Oktober 2020
 
  • Buch
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  • Softcover
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  • VI, 232 Seiten
978-3-658-30906-0 (ISBN)
 

Die Coronakrise wirkt als Seismograph der gegenwärtigen Gesellschaft. Die Widersprüche und Pathologien werden unmittelbar sichtbar und insbesondere die gesellschaftsprägende Kraft der Digitalisierung führt deutlich vor Augen, dass Gestaltung das Gebot der Stunde ist. Durch die Pandemie werden Verunsicherungen gesteigert, ökonomisch-soziale Verwerfungen verschärft und individuelle Enttäuschungen produziert. Der neue Blickwinkel kann aber auch positive Funktionen haben und den Diskurs zu sozialen Innovationen beleben. Hierzu gehört die Revitalisierung staatlicher Interventionen, die ebenfalls bei Transformationsprojekten wie der Energiewende oder den demografischen Herausforderungen gefordert ist. Die Pandemie kann so als Beschleuniger von Prozessen gesehen werden, die sich bereits im Wandel befinden. Hierzu zählt auch der Wertigkeitsverlust marktlicher Regulierungen. Die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft wie auch wirtschaftliche Wertschöpfungen hängen von einer funktionierenden staatlichen Infrastruktur und öffentlicher Daseinsvorsorge ab. Die Relevanz eines schützenden Staates und zivilgesellschaftlicher Organisationsformen, wie sie sich etwa in den solidarischen Hilfen manifestierten, sind als Narrative anerkannt. Deshalb dürften Neujustierungen der zentralen Steuerungsressourcen Zivilgesellschaft, Staat und Markt Auftrieb erfahren.

1. Aufl. 2020
  • Deutsch
  • Wiesbaden
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  • Deutschland
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
  • Broschur/Paperback
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  • Klebebindung
  • 1 s/w Abbildung
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  • Bibliographie
  • Höhe: 210 mm
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  • Breite: 148 mm
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  • Dicke: 0 mm
978-3-658-30906-0 (9783658309060)
10.1007/978-3-658-30907-7
weitere Ausgaben werden ermittelt
Dr. Rolf G. Heinze ist Professor für Soziologie an der Ruhr-Universität Bochum.

1 Einleitung: das Coronavirus als aktueller Katalysator für Solidarität oder Desintegration?- Beschleunigungsdynamiken, Politikstagnation und neue Protestkulturen: Soziologische Zeitdiagnosen.- Vielfalt solidarökonomischer und sozialer Verflechtungen jenseits von Markt und Staat.- Mehr Handlungsfähigkeit durch die Partizipation von Nonprofit-Organisationen.- Wohlfahrtsverbände als prägende Gestaltungsakteure des deutschen Systems sozialer Dienste.- Statistische Vermessung der Wohlfahrtspflege in einer Großstadt.- Gesellschaftliche Innovationen als Transformationssteuerung.- Wandel zum hybriden Wohlfahrtsmix.- Genossenschaften als Gestaltungsakteure.- Gestaltungsnetzwerke als Labore für institutionellen Wandel.- Epilog: Demokratische Gestaltung im Stresstest.

Die Coronakrise wirkt als Seismograph der gegenwärtigen Gesellschaft. Die Widersprüche und Pathologien werden unmittelbar sichtbar und insbesondere die gesellschaftsprägende Kraft der Digitalisierung führt deutlich vor Augen, dass Gestaltung das Gebot der Stunde ist. Durch die Pandemie werden Verunsicherungen gesteigert, ökonomisch-soziale Verwerfungen verschärft und individuelle Enttäuschungen produziert. Der neue Blickwinkel kann aber auch positive Funktionen haben und den Diskurs zu sozialen Innovationen beleben. Hierzu gehört die Revitalisierung staatlicher Interventionen, die ebenfalls bei Transformationsprojekten wie der Energiewende oder den demografischen Herausforderungen gefordert ist. Die Pandemie kann so als Beschleuniger von Prozessen gesehen werden, die sich bereits im Wandel befinden. Hierzu zählt auch der Wertigkeitsverlust marktlicher Regulierungen. Die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft wie auch wirtschaftliche Wertschöpfungen hängen von einer funktionierenden staatlichen Infrastruktur und öffentlicher Daseinsvorsorge ab. Die Relevanz eines schützenden Staates und zivilgesellschaftlicher Organisationsformen, wie sie sich etwa in den solidarischen Hilfen manifestierten, sind als Narrative anerkannt. Deshalb dürften Neujustierungender zentralen Steuerungsressourcen Zivilgesellschaft, Staat und Markt Auftrieb erfahren.



Der Autor

Dr. Rolf G. Heinze ist Professor für Soziologie an der Ruhr-Universität Bochum.

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