Beethovens Ohr

Die Emanzipation des Klangs vom Hören
 
 
Edition Text + Kritik (Verlag)
  • erscheint ca. im Juli 2020
 
  • Buch
  • |
  • Softcover
  • |
  • 180 Seiten
978-3-96707-452-9 (ISBN)
 
Beethoven war taub - und doch machte er Musik. Bis in seine letzten Lebensjahre suchte er nach neuen Klängen, erprobte effektvolle Spieltechniken an den Tasten des Klaviers. Denn das Gehör ist nicht die einzige Instanz, Schalleindrücke aufzunehmen. Hören meint nicht nur Wahrnehmen und Verstehen, sondern Empfinden und Spüren, Berührt- und Ergriffenwerden. Auf diese Vielfalt des Hörens will das Buch aufmerksam machen. Beethoven und seine Musik sind hierfür nun ein paradigmatisches und aufschlussreiches Beispiel, als er vielleicht der Erste war, der diese unterschiedlichen Modi der Wahrnehmung explizit machte: aufgrund der Fähigkeit, neue Klangideen nicht nur zu entwickeln, sondern auch äußerst präzise zu notieren. Das Buch erschließt eine entscheidende Dimension der Musik als buchstäblich sinnlich zu erfahrender Kunst und bietet die Handhabe zur Lösung vieler kniffligen Fragen der Beethoven-Diskussion.
  • Deutsch
41 Notenblätter
  • Höhe: 210 mm
  • |
  • Breite: 148 mm
978-3-96707-452-9 (9783967074529)
Michael Heinemann, geb. 1959, Studium von Kirchenmusik und Orgel in Köln, von Musikwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte in Köln, Bonn und Berlin; nach Promotion (zur Bach-Rezeption Franz Liszts, 1991) und Habilitation (mit einer Studie zur Musiktheorie im 17. Jahrhundert, 1997) seit 1998 Professor für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik Dresden. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Musikgeschichte des 16. bis 21. Jahrhunderts; (Mit-)Hrsg. der Schumann-Briefedition sowie der Werkausgaben von Heinrich Schütz, Andreas Hammerschmidt und Johann Rosenmüller.
- Ge·hör: Sinneswahrnehmung von Lebewesen, mit der Schall wahrgenommen werden kann; einer der fünf klassischen Sinne - Wahr·neh·men: mit den Sinnen aufnehmen, erfassen - Kör·per·be·wusst·sein: Gefühl für den eigenen Körper - Auf·schrei·ben: etwas schriftlich festhalten, notieren, vermerken - Ver·ste·hen: deutlich hören, den Sinn von etwas erfassen - Über·schrei·ten: über etwas hinübergehen, (eine Vorschrift) nicht beachten, sich nicht (an ein bestimmtes Maß) halten - Fas·sen: mit der Hand an eine bestimmte Stelle greifen, anfassend berühren, ergreifen und festhalten - Tas·ten: vorsichtig fühlende, suchende Bewegungen ausführen, um Berührung mit etwas zu finden - Be·frei·en: durch Überwindung von Widerständen aus einer unangenehmen Lage herausholen - Be·lau·schen: forschend beobachten, zu erfassen suchen - Er·öff·nen: freilegen, Unerwartetes mitteilen, zugänglich machen, offenbar werden lassen - Taub: nicht mehr hören können, ohne Empfindung, wie abgestorben, nicht verwertbar

Noch nicht erschienen

ca. 22,00 €
inkl. 7% MwSt.
Vorbestellen