Melichar oder Von der Kunst, keinen Roman zu schreiben

 
 
edition keiper (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 3. Oktober 2019
 
  • Buch
  • |
  • Hardcover
  • |
  • 160 Seiten
978-3-903144-92-7 (ISBN)
 
Da war dieser Holzkoffer. Voll mit Zetteln, Blöcken, voll mit Notizen, handschriftlichen Texten. Konrad Schramm hatte sie längst vergessen. Erst als er nach über 30 Jahren wieder mit seiner Ex zusammenkommt, stößt er in der Abstellkammer auf diesen Holzkoffer.
Konrad Schramm verlebte seine ersten Jahre im Haus Wassergasse 10 im dritten Wiener Gemeindebezirk. Der Hof war sein Spielplatz, sein Kinderzimmer, seine Welt. Eines Tages wird er mit dem komischen Kauz, der dort haust und den alle Melichar nennen, bekannt. Langsam nähern sich Melichar und Konrad an. Und fast hätte man das, was mit den Jahren daraus entstand, Freundschaft nennen können.
Als Konrad mit 19 aus der elterlichen Wohnung auszieht, überreicht Melichar ihm den Holzkoffer. Als Abschiedsgeschenk. Als Vermächtnis. Der Holzkoffer interessierte Konrad Schramm damals nicht wirklich. Er hatte andere Prioritäten. Das Mädchen Margot, die Liebe, die eigene Wohnung, seine Ausbildung zum Polizisten. Die Liebe, die Ehe mit Margot, hielt nur zehn Jahre. Nun - Konrad Schramm ist inzwischen 65 - laufen sie sich erneut über den Weg. Ziehen wieder zusammen. Und so stößt Konrad Schramm wieder auf den Holzkoffer. Und er taucht ein in seine Kindheit, erinnert seine Begegnung mit Melichar, diesem Schriftsteller ohne Werk.
edition keiper, Graz 2019
  • Deutsch
  • Graz
  • |
  • Österreich
  • Neue Ausgabe
  • Klebebindung
  • Höhe: 20 cm
  • |
  • Breite: 12 cm
978-3-903144-92-7 (9783903144927)
Zettel von einem Block A6, liniert, blauer Kuli:
Schreiben oder nicht schreiben. Nicht schreiben oder schweigen. Schweigen oder nicht reden.
Oder einfach nur lesen.

Nicht, dass mir meine Mutter den Umgang mit ihm verboten hätte. Aber sie sah es nicht gerne, wenn ich mich bei ihm oder in seiner Nähe aufhielt. Er hatte viele Namen, weil niemand wusste, wie er tatsächlich hieß. Die einen sagten Kellermann zu ihm, andere Herr Niemand. Aber ich hörte auch, wie manche der Hausbewohner hinter vorgehaltener Hand über ihn als "der Bescheuerte" oder "die Kellerassel" sprachen.
Meine Mutter nannte ihn Melichar.

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