
Der Doppelagent
Wie Peter Schimmelpfennig die Puhdys in den Westen und James Brown nach Ostberlin brachte
Leue Gunnar(Autor*in)
Jaron (Verlag)
Erschienen am 19. März 2026
Buch
Hardcover
240 Seiten
978-3-89773-189-9 (ISBN)
Beschreibung
Wie schafften es DDR-Bands wie die Puhdys, City oder Karat, in der damaligen BRD live aufzutreten und hunderttausende Platten zu verkaufen? Hinter diesen Erfolgen steht vor allem ein Mann: Peter Schimmelpfennig. Der leidenschaftliche Musikfan, Manager und Verleger, der den Ostrock in den Westen brachte, packt hier erstmals aus über das grenzüberschreitende Musikbusiness zu Mauerzeiten und die Interessenlage auf beiden Seiten - im Schatten der großen Politik. Als Tour- und Bandmanager war er ganz nah dran an den Bands auf ihren West-Tourneen - und vermittelte auch umgekehrt internationale Stars wie James Brown in die DDR.
Der Journalist Gunnar Leue hat in enger Zusammenarbeit mit Peter Schimmelpfennig dessen außergewöhnliche Erinnerungen aufgeschrieben. Die spannende Grenzgänger-Geschichte aus der Zeit des Kalten Kriegs gewährt interessante Einblicke und steckt voll hinreißender Anekdoten aus dem Backstagebereich.
Weitere Details
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Berlin
Deutschland
Maße
Höhe: 229 mm
Breite: 164 mm
Dicke: 22 mm
Gewicht
555 gr
ISBN-13
978-3-89773-189-9 (9783897731899)
Schweitzer Klassifikation
Person
Autor*in
Gunnar Leue, geboren 1963 in der Altmark, lebt seit vier Jahrzehnten in Berlin, wo er als freier Journalist arbeitet (Das Magazin, taz, Deutschland funk etc.). Ein Thema, das er von vielen Seiten besonders gern betrachtet, ist Musik. Er hat mehrere Bücher geschrieben und die Ausstellung "Der Sound des Fußballs" kuratiert.
ISNI: 0000 0000 7805 3760
ISNI: 0000 0000 7805 3760
Inhalt
Ich war so blauäugig zu denken, dass ich alles über den Osten und den Kommunismus weiß. Ich dachte, da ist alles miteinander verwoben und alle wissen über alles Bescheid. Nun stellte ich jedoch fest, dass keiner vom anderen wusste und dass auch sonst viele gar nichts wussten. Ich habe also erklärt, dass man eine Band auch vorzeigen muss, wenn man von ihr eine Platte rausbringen will. Das haben sie bei der Künstleragentur zwar verstanden, aber im Prinzip waren ihnen die Tonträger wurscht, weil sie von denen ja nichts hatten. Für sie war wichtig, dass ihr Betrieb Westgeld einnehmen konnte, wenn die Puhdys drüben
auftraten.