Revolution und Melancholie

Andrej Platonovs Prosa der 1920er Jahre
 
 
Frank & Timme (Verlag)
  • erschienen am 21. August 2020
 
  • Buch
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  • Softcover
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  • 176 Seiten
978-3-7329-0692-5 (ISBN)
 
Andrej Platonov (1899-1951) wird in der Regel mit dem Begriff des Utopischen verbunden. Dessen ungeachtet verknüpft Hans Günther Platonovs Werk hier stärker mit kulturellen beziehungsweise sprachlichen Zusammenhängen und Traditionen. Neben dem Aspekt der Utopie betrachtet er dabei den der Melancholie, der sich teilweise mit toska (Schwermut, Sehnsucht), einem Schlüsselwort der russischen Kultur, überschneidet. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Romane "Cevengur" und "Die Baugrube". Wird "Cevengur" unter dem Gesichtspunkt der Hybridisierung, der wechselseitigen Durchdringung von Tradition und Moderne, analysiert, so steht bei der "Baugrube" Platonovs Strategie der subversiven Unterwanderung des offiziellen Diskurses im Vordergrund. Weil Platonov als ein sehr "russischer" Autor gilt, wird die Aufmerksamkeit explizit auch auf seine Affinität zu westlichen Denkern wie Walter Benjamin, Martin Heidegger, Georg Lukács und Oswald Spengler gelenkt.
  • Deutsch
  • Berlin
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  • Deutschland
  • Höhe: 212 mm
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  • Breite: 151 mm
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  • Dicke: 15 mm
  • 255 gr
978-3-7329-0692-5 (9783732906925)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Hans Günther, *¿1941 in Lódz (Polen), ist Prof. em. der Universität Bielefeld im Fach Slavistik. Schwerpunkt seiner Forschungen und Veröffentlichungen ist die russische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere die russische Kultur und Literatur von der Avantgarde bis zum sozialistischen Realismus. Aus seiner langjährigen Zusammenarbeit mit der internationalen Platonov-Forschung sind zahlreiche Publikationen über Platonov in deutscher und russischer Sprache entstanden.

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