Empirischer Ansatz zur Identifikation, Messung und Planung von Flexibilität in der internationalen Teilelogistik der Automobilindustrie

 
 
Praxiswissen Service (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 29. Oktober 2021
 
  • Buch
  • |
  • 299 Seiten
978-3-86975-168-9 (ISBN)
 
Die wachsende Unsicherheit, Dynamik und Komplexität in globalen Lieferketten führen dazu, dass diese fortlaufend an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden müssen. Dabei wird Logistikflexibilität als eine wesentliche Dimension der Supply-Chain-Flexibilität verstanden, die durch eine Vielzahl an Prozesspartnern in einem mehrstufigen Netzwerk bereitgestellt wird. Insbesondere im volatilen Kontext der Teileversorgung globaler automobiler Produktionsstandorte ist es jedoch nicht ausreichend, Logistikflexibilität ausschließlich auf einer strategisch-langfristigen Entscheidungsebene zu betrachten. Ein flexibles logistisches System muss die Fähigkeit besitzen, innerhalb weniger Monate internen und externen Einflussfaktoren multipler Fahrzeugprojekte begegnen zu können. In diesem Kontext unterstützt die vorliegende Arbeit die internationale Teileversorgung der Automobilindustrie mit einem empirischen Ansatz zur Identifikation, Messung und Planung von Logistikflexibilität innerhalb eines taktischen Zeitraums. Der Betrachtungsumfang umschließt dabei den Inbound-Prozess ab der Teilebereitstellung beim Lieferanten bis zur Containerabladestelle im Zielland.
Hierzu wird im Rahmen eines systematischen Literaturreviews zunächst der Kenntnisstand zu Logistikflexibilität innerhalb der Forschung zu Supply-Chain-Flexibilität herausgearbeitet und in ein Konzeptmodell überführt. Dieses bildet die Grundlage des anschließenden Mixed-Method-Ansatzes einer mehrstufigen empirischen Analyse in globalen, automobilen Lieferketten.
Dabei werden erstens im Zuge der Flexibilitätsidentifikation mündliche, leitfadengestützte Experteninterviews mit einer Versuchsgruppe eines international operierenden Original Equipment Manufacturer (OEM) durchgeführt. Diese verfolgen den Zweck der Erhebung konkreter Flexibilitätsbedarfe sowie der entlang der Logistikkette bereitgestellten Flexibilitätsangebote, die zur effektiven Aufrechterhaltung der Versorgungsleistung dienen. Die Ergebnisse werden über eine schriftliche Befragung in einer Kontrollgruppe aus Experten weiterer OEMs und Zulieferer der Automobilindustrie validiert und erweitert. Zweitens wird auf Basis der literaturanalytischen und theoretischen Vorüberlegungen ein geeignetes Messmodell für die Operationalisierung der mehrdimensionalen Logistikflexibilität ermittelt. Hierzu werden die erhobenen Flexibilitätsbedarfe und -angebote als reflektiv-formative Konstrukte höherer Ordnung modelliert. Dabei werden erstmals mittels einer Sekundärdatenanalyse Realdaten aus globalen Lieferketten eines unternehmensübergreifenden Produktionsnetzwerks verwendet.
Drittens werden Hypothesen zum Ursache-Wirkungszusammenhang zwischen Logistikflexibilität und -leistung im Rahmen eines Strukturgleichungsmodells untersucht. Die Kausalanalyse, die direkte und moderierende Effekte berücksichtigt, ermöglicht die Bewertung des Einflusses der Flexibilitätsbedarfe und -angebote auf die Versorgungsleistung. Durch den entwickelten empirischen Ansatz unterstützt die Arbeit die globale Versorgungsplanung mit dem Ableiten von Handlungsempfehlungen zum effizienten Einsatz von Flexibilitätsmaßnahmen.
  • Dissertationsschrift
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  • 2021
  • |
  • Technische Universität Dortmund
  • Deutsch
  • Dortmund
  • |
  • Deutschland
  • Für höhere Schule und Studium
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  • Für Beruf und Forschung
  • Höhe: 24 cm
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  • Breite: 17 cm
  • 633 gr
978-3-86975-168-9 (9783869751689)

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