
Das fühlende Gedächtnis
Wie unser Gehirn Erinnerungen überschreibt - und warum das lebenswichtig ist
C.H.BECK (Verlag)
1. Auflage
Erschienen am 18. Mai 2026
Buch
Hardcover
237 Seiten
978-3-406-84403-4 (ISBN)
Beschreibung
Vergessen macht glücklicher: Wie unser Gedächtnis wirklich funktioniert
Unter Gedächtnis verstehen wir für gewöhnlich die Erlebnisse und Eindrücke aus der Vergangenheit, die sich vollständig und intakt in uns einschreiben und irgendwo in unserem Gehirn aufbewahrt werden - als Erinnerungen. Tatsächlich funktioniert unser Gedächtnis aber ganz anders. Jedes Mal, wenn wir eine Erinnerung abrufen, rekonstruieren und konstruieren wir das Erinnerte neu und passen es an die Situation an, in der es gerade gebraucht wird. Wir lassen weg, fügen hinzu, ändern Details, blenden aus. Diese unbewussten Verformungen sind jedoch kein Defekt - sie sind nützlich, ja lebensnotwendig.
Ciara Greene und Gillian Murphy nehmen den Leser mit in die neueste Forschung, räumen mit gängigen Mythen auf und erklären, wie unser Gedächtnis wirklich funktioniert.
Die Forschung hat gezeigt, dass unser Gedächtnis kein perfektes Abbild unseres Lebens abspeichert. Das mag auf den ersten Blick enttäuschend klingen: Wozu soll das Gedächtnis denn sonst gut sein, wenn es nicht korrekt aufzeichnet, was wir erleben und tun? Wenn wir uns jedoch fragen, wozu das Gedächtnis dient, könnte sich die Sache etwas anders darstellen. Genau wie unser Körper hat sich unser Gehirn über Jahrmillionen hinweg entwickelt. Die Evolutionstheorie geht davon aus, dass Eigenschaften, die die natürliche Auslese überlebt haben, vermutlich eine Anpassung darstellen und damit eine Art Überlebens- oder Reproduktionsvorteil mit sich bringen...
Unser Gedächtnisapparat birgt gewisse Herausforderungen, doch er hat auch viele Vorzüge, weil er uns zum Beispiel hilft, eine kohärente Identität aufrechtzuerhalten, soziale Beziehungen zu pflegen und uns mögliche Zukunftsszenarien bildhaft auszumalen. Die mentalen Fähigkeiten, die uns dies ermöglichen, haben sich in der fernen Vergangenheit entwickelt, doch sie helfen uns noch heute, uns an ganz neue Situationen anzupassen.
Unter Gedächtnis verstehen wir für gewöhnlich die Erlebnisse und Eindrücke aus der Vergangenheit, die sich vollständig und intakt in uns einschreiben und irgendwo in unserem Gehirn aufbewahrt werden - als Erinnerungen. Tatsächlich funktioniert unser Gedächtnis aber ganz anders. Jedes Mal, wenn wir eine Erinnerung abrufen, rekonstruieren und konstruieren wir das Erinnerte neu und passen es an die Situation an, in der es gerade gebraucht wird. Wir lassen weg, fügen hinzu, ändern Details, blenden aus. Diese unbewussten Verformungen sind jedoch kein Defekt - sie sind nützlich, ja lebensnotwendig.
Ciara Greene und Gillian Murphy nehmen den Leser mit in die neueste Forschung, räumen mit gängigen Mythen auf und erklären, wie unser Gedächtnis wirklich funktioniert.
Die Forschung hat gezeigt, dass unser Gedächtnis kein perfektes Abbild unseres Lebens abspeichert. Das mag auf den ersten Blick enttäuschend klingen: Wozu soll das Gedächtnis denn sonst gut sein, wenn es nicht korrekt aufzeichnet, was wir erleben und tun? Wenn wir uns jedoch fragen, wozu das Gedächtnis dient, könnte sich die Sache etwas anders darstellen. Genau wie unser Körper hat sich unser Gehirn über Jahrmillionen hinweg entwickelt. Die Evolutionstheorie geht davon aus, dass Eigenschaften, die die natürliche Auslese überlebt haben, vermutlich eine Anpassung darstellen und damit eine Art Überlebens- oder Reproduktionsvorteil mit sich bringen...
Unser Gedächtnisapparat birgt gewisse Herausforderungen, doch er hat auch viele Vorzüge, weil er uns zum Beispiel hilft, eine kohärente Identität aufrechtzuerhalten, soziale Beziehungen zu pflegen und uns mögliche Zukunftsszenarien bildhaft auszumalen. Die mentalen Fähigkeiten, die uns dies ermöglichen, haben sich in der fernen Vergangenheit entwickelt, doch sie helfen uns noch heute, uns an ganz neue Situationen anzupassen.
Rezensionen / Stimmen
"Wie freundlich! Unser Gehirn speichert vieles Vergangene in einer aufgehübschten Positiv-Version. Warum das richtig gut für uns ist, erklärt Ciara Greene."Slow, Greta Gruber
Weitere Details
Sprache
Deutsch
Verlagsort
München
Deutschland
Illustrationen
mit 18 Abbildungen und 5 Tabellen
Maße
Höhe: 220 mm
Breite: 147 mm
Dicke: 25 mm
Gewicht
410 gr
ISBN-13
978-3-406-84403-4 (9783406844034)
Schweitzer Klassifikation
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Als Download verfügbar
Personen
Autor*in
Ciara Greene ist Associate Professor für Psychologie am University College Dublin und leitet dort das Attention and Memory Laboratory.
Gillian Murphy ist Associate Professor an der School of Applied Psychology am University College Cork.
Ciara Greene ist Associate Professor für Psychologie am University College Dublin und leitet dort das Attention and Memory Laboratory.
Gillian Murphy ist Associate Professor an der School of Applied Psychology am University College Cork.
Übersetzung
Ciara Greene ist Associate Professor für Psychologie am University College Dublin und leitet dort das Attention and Memory Laboratory.
Gillian Murphy ist Associate Professor an der School of Applied Psychology am University College Cork.