Werke

Bd. 4: Die Realität und der Mensch. Eine Metaphysik des menschlichen Seins. Mit einer Einleitung von Peter Ehlen. Herausgegeben von Peter Schulz, Peter Ehlen, Nikolaus Lobkowicz und Leonid Luks
 
 
Alber, K (Verlag)
  • 2. Auflage
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  • erschienen im Februar 2015
 
  • Buch
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  • Softcover
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  • 398 Seiten
978-3-495-47940-7 (ISBN)
 
Before the first World War, the young Russian-Jewish philosopher, Frank, was already criticizing the ungrounded moralizing of the Russian cultural elites in one of the most important cultural publications "vechy". He also demanded a philosophical grounding of humanism. The experiences of both World Wars, the revolutions, the forced emigration, and his living under constant danger in occupied France form the background of Franks's philosophical work. In his anthropology, completed in 1949, Frank, who had since converted to Christianity, summed up his philosophy.
Frank's dynamic definition of being (Seinsbegriff) is rooted in the influence of Nicolaus of Kues in connection with Heidegger's insight of being as "mere transcendence". This understanding forms the cornerstone of Frank's fundamental ontology. He sees in the creative potence the ontological feature of the being of the world and especially man. On the basis of this understanding of being, Frank connects the Russian idea of godmanhood (V. Solovyov) with the view of Cusanus, that the world with man is a "created God". The unity and difference of being and a being, of God and man, that reveals itself in transcendental experience, is alone accurately grasped with the recognition principle of the "docta ignorantia". Additionally, Frank's philosophical method is strongly influenced by phenomenology and by personalism. Frank was born in 1877 in Moscow; he died in 1950 in London.
 
Schon vor dem Ersten Weltkrieg hatte der junge russische jüdische Philosoph Frank in einer der bedeutendsten kulturellen Veröffentlichungen ("Wegzeichen") das unbegründete Moralisieren der russischen Kulturträger kritisiert und eine philosophische Begründung des Humanismus gefordert. Die Erfahrungen der beiden Weltkriege, der Revolutionen, der erzwungenen Emigration, der Lebensgefahr im besetzten Frankreich bilden den Hintergrund von Franks eigenem philosophischen Werk. In seiner Anthropologie, vollendet 1949, hat der Christ gewordene Frank die Summe seiner Philosophie niedergelegt.

Auf den Einfluß des Nikolaus v. Kues in Verbindung mit der Einsicht Heideggers in das Sein als das "transcendens schlechthin" geht Franks dynamischer Seinsbegriff zurück; er bildet den Angelpunkt seiner Fundamentalontologie. In der schöpferischen Potenz sieht er das ontologische Merkmal des weltlichen und insbesondere des menschlichen Seins. Auf der Basis dieses Seinsverständnisses verbindet Frank die russische Idee des Gottmenschtums (W. Solowjow) mit der Einsicht des Cusanus, daß die Welt mit dem Menschen ein "geschaffener Gott" ist. Die Einheit und Unterschiedenheit von Sein und Seiendem, Gott und Mensch, die sich in transzendentaler Erfahrung offenbart, ist allein mit dem Erkenntnisprinzip der "docta ignorantia" angemessen zu begreifen. Weiter ist Franks philosophische Methode stark von der Phänomenologie und vom Personalismus geprägt.
  • Deutsch
  • Höhe: 21.4 cm
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  • Breite: 13.9 cm
  • 546 gr
978-3-495-47940-7 (9783495479407)
3495479406 (3495479406)
Simon L. Frank (1877-1950) wurde nach dem Studium in Moskau und Berlin 1912 Dozent in St. Petersburg. 1922 aus der Sowjetunion ausgewiesen, lehrte er einige Jahre an der Berliner Universität und mußte 1938 wegen seiner jüdischen Herkunft nach Frankreich emigrieren. Simon L. Frank ist tief in der westeuropäischen, insbesondere der deutschen Philosophie verwurzelt; starke Anregungen verdankt er der cusanischen Erkenntnislehre. 1909 sorgt er mit seiner Edition des Ersten Bandes der Logischen Untersuchungen Edmund Husserls für die Rezeption der Phänomenologie in Rußland. Frank, der als der bedeutendste russische Philosoph des 20. Jahrhunderts gilt, starb 1950 in London.

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