Meine Schwester

 
 
Kiepenheuer & Witsch (Verlag)
  • 3. Auflage
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  • erschienen am 10. Februar 2022
 
  • Buch
  • |
  • Hardcover
  • |
  • 320 Seiten
978-3-462-00237-9 (ISBN)
 

Kann ein Buch einen Lebensschmerz überwinden? Ja.

Als die Fotografin Bettina Flitner vor einigen Jahren vom Suizid ihrer geliebten Schwester erfuhr, waren die ersten Reaktionen Schock, Lähmung und Verzweiflung. Doch dann entschied sie sich zum Erzählen. Das Ergebnis ist ein tief bewegender, meisterhafter Text, ein Buch der Befreiung.

Mit einem an der Fotografie geschulten, unbestechlichen Blick, voller Hingabe, Witz und Traurigkeit erzählt Bettina Flitner die Geschichte einer innigen Geschwisterbeziehung: eine Kindheit der 70er Jahre, die Jahre auf der Waldorfschule, die Erinnerung an die charismatischen Großeltern, darunter ein berühmter Reformpädagoge, der Vater ein Kulturmanager und Exponent des links-liberalen Bildungsbürgertums der alten BRD, ein Jahr in New York, die Ferien auf Capri, die ersten Liebesabenteuer in der Pubertät.

Und dann die Risse: die Überforderung der Kinder durch das Leben der Eltern im Zeichen sexueller Libertinage, die Flucht der Mutter in die Depression, die unerfüllbaren Berufserwartungen der Eltern an die Töchter.

Bettina Flitners Buch ist ein bewundernswert mutiger Schritt, sich den Gespenstern der gemeinsamen Vergangenheit zu stellen, sich von diesen zu befreien und so den Tod geliebter Menschen verarbeiten zu können. Ein Buch über ein Thema, das für viele Menschen immer noch von Tabus und Schweigen besetzt ist.

3. Auflage
  • Deutsch
  • Köln
  • |
  • Deutschland
  • Höhe: 188 mm
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  • Breite: 124 mm
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  • Dicke: 35 mm
  • 380 gr
978-3-462-00237-9 (9783462002379)
weitere Ausgaben werden ermittelt

Bettina Flitner ist 1961 in Köln geboren, wo sie auch heute wieder lebt. Sie startete als Filmemacherin, arbeitet aber nach ihrem Studium an der Film- und Fernsehakademie in Berlin als Fotografin. Oft kombiniert sie in ihren Arbeiten, die in vielen Galerie- und Museumsausstellungen gezeigt wurden, Fotografie und Text. Sie arbeitet u.a. für Zeitschriften (Stern, Emma, Cicero) und veröffentlichte zahlreiche Bücher. Zuletzt erschien im Elisabeth Sandmann Verlag ihr Bild-Textband "Väter & Töchter".

"Dieses Buch hat Wucht und Zartheit, Emotion und Intelligenz, das Schöne, das Schreckliche, das ganze Leben fächert sich auf, und das in einer Sprache, die immer durchscheinend bleibt, schwebend, wenig Adjektive, es geht schnörkellos klar geradeaus, und der Leser kann nicht aufhören, einer so unsentimental und doch tief berührend erzählten Geschichte zu folgen, von Satz zu Satz [...] Bettina Flitner erweist bei aller Empathie als grandios lakonische Erzählerin."

"Vor allem aber ist das Buch mitreißend geschrieben, ohne je aufgesetzt emotional zu sein [...]."

"[E]in bewegendes Buch."

"Bettina Flitner ist ein liebevoller, ungeheuer intimer, trauriger und zugleich hoffnungsvoller Text gelungen. Schreibend befreit sie sich von den Fesseln der Vergangenheit und der Trauer. Dass ihr das gelingt, ist eine große Kunst, die weit über das rein Persönliche hinausreicht."

"[S]chon auf den ersten Seiten wird klar, was für eine klare Erzählerin Bettina Flittner ist."

"Es hört sich übertrieben an, aber: Bettina Flitners Manuskript traf mich bei der ersten Lektüre wie ein Blitzschlag. Ein seltenes Erlebnis auch für jemanden, der wie ich seit über 40 Jahren als Verlagslektor und Verleger tätig ist. Ich weiß gar nicht, was ich mehr bewundere - die so selbstverständlich wirkende, präzise Sprache, die Zeichnung der Lebenswege von Menschen, die den Boden unter den Füßen verlieren trotz ihres Lebens in materiellem und kulturellem Wohlstand oder Bettina Flitners Mut zu diesem Buch." Helge Malchow


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