Das verlassene Kind

Gefühlsverletzungen aus der Kindheit erkennen und heilen
 
 
Mankau Verlag
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 25. Mai 2020
 
  • Buch
  • |
  • Softcover
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  • 190 Seiten
978-3-86374-533-2 (ISBN)
 
Viele Menschen haben Angst davor, sich irgendwann allein wiederzufinden - im Stich gelassen von ihren Lebenspartnern, ihrer Familie, ihren Freunden. Sie tun sich schwer, Bindungen aufzubauen, torpedieren bestehende Beziehungen und zeigen oftmals Symptome wie Beklemmungen, Panikattacken, körperliche Beschwerden, Suchtverhalten usw. In zahlreichen Fällen steht die übermächtige Angst vor dem Verlassenwerden in Zusammenhang mit frühkindlichen Erfahrungen: Oft wurde eine Person als Kind oder sogar schon als Säugling "verlassen", fühlte sich im Stich gelassen, vernachlässigt, nicht geliebt - und in der Folge auch gar nicht mehr wert, geliebt zu werden. Sich von solch tief sitzenden Wunden zu erholen, braucht Zeit und Hilfe. Daniel Dufour praktiziert die Abkehr vom "EGO" und den Zwängen der "Denke" und kehrt dazu das EGO um: So ist die "OGE"-Methode entstanden, die Betroffenen hilft, ihre unterdrückten Gefühle zu erkennen und auszuloten, sich mit dem inneren Selbst vertraut zu machen und körperlich wie mental zu heilen. Mit Leben erfüllt wird diese Methode durch differenzierte Fallbeispiele, die für interessierte Laien und sogar Therapeuten ganz neue Denkansätze bieten. - Erstmals als Taschenbuch! -
1. Auflage
  • Deutsch
  • Murnau a. Staffelsee
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  • Deutschland
  • Menschen mit Traumen, Angstsymptomen, chronischen oder psychosomatischen Beschwerden, Bindungsproblemen, Beziehungsproblemen; Menschen in Lebenskrisen; Frauen ab 35 Jahren;
  • Höhe: 190 mm
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  • Breite: 121 mm
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  • Dicke: 17 mm
  • 187 gr
978-3-86374-533-2 (9783863745332)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Dr. med. Daniel Dufour (geb. 1951) wirkte nach seinem Medizinstudium in Genf unter anderem als Chirurg in Entwicklungsländern und als Abgesandter und Koordinator für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Kriegsgebieten.
Seit 1988 leitet er die "Clinique Vitamed" in Genf und vertritt in der Praxis einen ganzheitlichen Ansatz, demzufolge nicht die Symptome, sondern die tieferen Ursachen einer Krankheit behandelt werden.
Dr. Dufour entwickelte 1997 die "OGE"-Methode und tritt als Ausbilder und Referent bei OGE-Seminaren in Europa und Kanada auf. Von ihm in deutscher Sprache erschienen sind die Bücher "Das Ende des Tunnels", "Die Heilkraft innerer Krisen", "Liebeskrisen" und "Wut ist gut!".
INHALT

Einleitung

Kapitel 1: Die Ursprünge des Verlassenwerdens
- Verlassenwerden, Verlassenheitsneurose, Zurückweisung: einige Orientierungshilfen
- Von der Verlassenheit zur frühen Erfahrung des Verlassenwerdens
- Was geht im Fötus, im Neugeborenen oder im Kind vor, wenn sie verlassen werden?
- Die "Denke": Definition

Kapitel 2: Sich verlassen fühlen
- Pascale: "Ich bin Super-Pascale!"
- Pedro: "Meine Mutter hat nie zu mir gesagt, dass sie mich liebt"
- Anne: "Ich trinke mir Mut an ..."
- Louis: "Die Frauen lassen mich immer nur leiden!"
- Erläuterungen

Kapitel 3: Das Sozialverhalten verlassener Personen
- Der Hypersoziale
- Der Hyperaggressive
- Rückzug in sich selbst
- Angst vor der Einsamkeit
- Selbstverleugnung
- Gier nach Anerkennung

Kapitel 4: Das Gefühlsleben verlassener Personen
- Eroberung um jeden Preis
- Emotionale Abhängigkeit
- Fehlendes Selbstwertgefühl
- Angst und Schuldgefühle wegen einer Trennung
- Die gewollte Zurückweisung
- Zusammenfassung

Kapitel 5: Was tun, um von der Verlassenheit zu genesen?
- Das Paradoxe am Verlassenen
- Der klassische medizinische Weg: Krankheit als Verhängnis
- Der alternative medizinische Weg: Krankheit als Chance
- Die OGE-Methode

Schlusswort: Alles ist Liebe
Anmerkungen
Zum Autor
OGE-Seminare
SCHLUSSWORT: ALLES IST LIEBE

Jemanden zu verlassen ist ein Akt der Barbarei, den der Verlassene sehr wohl empfindet. Die Grausamkeit dessen, der verlässt, ist umso größer, als sie sich meist gegen einen Menschen richtet, der in jeder Beziehung abhängig ist: einen Fötus, einen Säugling oder ein Kleinkind. Dieses Wesen möchte nur bedingungslos geliebt werden, das heißt ohne irgendwelche Einschränkungen, welcher Art auch immer. Es weiß intuitiv, dass es nicht gut gedeihen kann, wenn es nicht liebevoll umsorgt wird.

Wir haben gesehen, was aus dem Mangel an Liebe erwächst: viel Leid, eine verlangsamte körperliche und seelische Entwicklung und manchmal sogar der Tod. Für die Kinder, die nicht dafür optiert haben, diese Welt zu verlassen, bleibt die Möglichkeit, mit einer bedingten oder gar fehlenden Liebe zu leben. Angesichts dieser Wahl, die in Wahrheit gar keine ist, haben die Kinder, die Opfer sind, weil sie verlassen oder zurückgewiesen wurden, die Möglichkeit, sich zu schützen. Sie machen das, indem sie sich einen Panzer, einen Schutzschild, schmieden, der es ihnen gestattet, die Kindheit und einen Teil der Jugend zu überstehen. Ein Kind erkennt in der Tat sehr schnell, dass es seine Wut nicht ausleben kann, ohne sich noch mehr Schikanen und körperliche oder seelische Schläge einzufangen. Genauso schnell versteht es, dass es nicht stark genug ist, um gegen diesen Mangel an Liebe anzukämpfen.

Dieser Panzer hat einen Namen: Es ist unsere "Denke", unser Ego, wofür ich auch den Begriff der "Krücke" verwende. Sich diese Denke zuzulegen ist ein Liebesbeweis, den sich das Kind selbst erbringt. Indem es das tut, nimmt es sich das Recht, in einer feindlichen Welt zu überleben. Diese Welt wird von Erwachsenen dominiert, die in ihrer eigenen Beschränkung tun, was sie können, um in eingeschnürten, zivilisierten und normierten Gesellschaften zurechtzukommen. Das Kind kann mithilfe seiner Denke diesen Mangel an Liebe verkraften, der Gesellschaften innewohnt, die von Erwachsenen geprägt sind, welche selbst unter mangelnder Liebe gelitten haben und oft noch leiden. Seine Denke erlaubt ihm, die Auswirkungen dieser Nichtliebe während seines Wachstums zu begrenzen. In dieser Zeit bereitet es sich auf die materielle Unabhängigkeit vor, das heißt auf den Moment, wo es sich durch eigene Kraft versorgen kann. Aber dieser Kampf und dieser Schutzschild haben natürlich ihren Preis: die Verlassenheit. (...)

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