Gestalten des Bösen

Der Teufel - ein theologisches Relikt
 
 
Verlag Herder
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 15. Oktober 2018
 
  • Buch
  • |
  • Hardcover
  • |
  • 224 Seiten
978-3-451-38402-8 (ISBN)
 
Der Teufel scheint gerade sein Comeback zu feiern: Ein Drittel der in Deutschland lebenden Menschen glaubt laut einer Umfrage an den leibhaftigen Teufel als Verkörperung des Bösen. Doch was ist der Ursprung der Teufelsgestalt? Und wie begegnen wir diesen Ängsten?
Scharfsinnig und kenntnisreich zeichnet Eugen Drewermann im Gespräch mit Jörg-Dieter Kogel die Geschichte und Ursprünge der Gestalt des Teufels nach: Seine fulminante und erstaunliche Analyse führt ihn von der persischen Mythologie über das Alte Testament, den Koran, die Hexenverfolgungen bis hin zu Shakespeares Macbeth und dem 11. September. Mit seinem Buch will er jedoch nicht nur aufklären, sondern auch befreien, denn Eugen Drewermann ist überzeugt: Wenn wir die Erlösungsbotschaft ernst nehmen, brauchen wir keine Höllendrohung und keinen Teufel mehr.
  • Deutsch
  • Deutschland
  • mit Schutzumschlag
  • Höhe: 211 mm
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  • Breite: 130 mm
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  • Dicke: 25 mm
  • 354 gr
978-3-451-38402-8 (9783451384028)
weitere Ausgaben werden ermittelt

Eugen Drewermann, Dr. theol., geb.1940, studierte Philosophie in Münster, Theologie in Paderborn und Psychoanalyse in Göttingen, 1966 wurde er zum Priester geweiht und arbeitete danach im Gemeindedienst und in der Studentenseelsorge.

Aufgrund seiner zunehmend kritischen Haltung gegen über der Amtskirche und weil er seine in vielen Belangen von der Kirchenführung abweichenden Meinungen nicht korrigieren wollte, entzog ihm Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt im Oktober 1991 die kirchliche Lehrerlaubnis, dem folgte das Predigtverbot und im März 1992 die Suspension vom Priesteramt.

Eugen Drewermann ist heute als freier Schriftsteller und Vortragsreisender tätig. Seit Jahren gehört er zu den gefragtesten Rednern in Europa, wenn es um Fragen zu Religion, Bibelauslegung, Märchenanalyse oder um das Verhältnis zwischen Tier und Mensch geht.

Das Leid ist der Fels des Atheismus, hat Georg
Büchner einmal geschrieben. Und tatsächlich,
angesichts der Gewalt und Katastrophen in der
Welt bleiben oft nur Wut, Verzweiflung und vor
allem die Frage: Woher kommt das Böse?
Dieser Frage geht Eugen Drewermann nach,
blickt in die Geschichte und kommt am Ende
bei der Gestalt an, die seit Jahrhunderten eine
Antwort war: der Teufel. Er analysiert die Figur
des Teufels und den Glauben an ihn und zeigt
im Gespräch mit dem Journalisten Jörg-Dieter
Kogel, weshalb der Teufelsglaube eine Projektion
ist und was wir gewinnen, wenn wir ihn als
überholtes Relikt betrachten. Drewermann zeigt,
wie man das Böse 'überlieben' und so den
Menschen die Angst nehmen kann, die letztlich
die Quelle des Leids ist.

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