Weimar. Von Goethe zum Bauhaus

Monumente Edition
 
 
Deutsche Stiftung Denkmalschutz Monumente Publikationen (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 17. Oktober 2018
 
  • Buch
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  • Hardcover
  • |
  • 144 Seiten
978-3-86795-148-7 (ISBN)
 
Neben den Wohnhäusern der Klassiker gründet Gropius das Bauhaus
Der berufliche Start sah für Anna Amalia keineswegs nach einer Erfolgsstory aus. Mit kaum 19 Jahren verwitwet, übernahm die alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen ein hoch verschuldetes Herzogtum. Die Barockschlösser des Schwiegervaters, schnell und billig gebaut, waren Schrott-Immobilien, teuer und marode. Doch Anna Amalia hatte durch ihren Onkel Friedrich II. die französischen Philosophen der Aufklärung gelesen. Sie sparte, führte keine Kriege, sanierte den Staatshaushalt und investierte in Bildung, Literatur, Musik, Kunst: Erst verpflichtete sie den "deutschen Voltaire" Wieland als Prinzenerzieher, dann lockte sie Knebel, Herder, Goethe, Schiller. Bertuch gründete in Weimar sein weltweit agierendes Verlags- und Handelshaus, das auch Frauen wie Christiane Vulpius einstellte. So wurde die kleine Residenzstadt Weimar im späten 18. Jahrhundert zu einem Magneten, dessen zauberhafter Ruf als Kunst- und Literaturzentrum bis heute Kultursuchende aus der ganzen Welt mit unzähligen echten Schauplätzen lockt.

Die Strahlkraft des klassischen Weimar wirkte über die Enkelgeneration von Anna Amalia, Goethe und Schiller hinaus. Wieder war es eine eingeheiratete Regentin, die russische Zarentochter Maria Pawlowna, die auch wusste, wie man mit Kulturförderung Politik machte. Sie wandelte die herzogliche Grablege auf dem Historischen Friedhof durch die Särge von Goethe und Schiller in einen säkularen Wallfahrtsort um. In den eigenen Schlossräumen überhöhte sie die Erinnerung an die vier Großen - Goethe, Schiller, Herder und Wieland - durch eine symbolische, feierliche Raumabfolge: die Dichterzimmer.

Mittlerweile hatte sich Weimar durch die Zeichenschule von Bertuch und Goethe auch künstlerisch zum Ausbildungsort entwickelt. Für den Neubau seiner Kunstschule verpflichtete der Großherzog den belgischen Jugendstilkünstler Henry van de Velde. In dessen lichtdurchfluteten Ateliers nahm sein Nachfolger Walter Gropius 1919 den Lehrbetrieb auf, der unter dem Namen Bauhaus die Erfolgsstory von Anna Amalia in die Moderne übersetzt.

Eine erweiterte Neuauflage zum Bauhaus-Jubiläum 2019 des von Architekturfreunden ungemein beliebten Buches "Weimar Welterbe" des Autorenduos Pfotenhauer/Lixenfeld aus dem Jahr 2005.
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Fotos zum größten Teil von Elmar Lixenfeld, einige andere mit freundlicher Genehmigung der Klassik Stiftung Weimar
978-3-86795-148-7 (9783867951487)

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