Abbildung von: Nekropolis - Schaltzeit Verlag

Nekropolis

Schaltzeit Verlag
1. Auflage
Erschienen im Oktober 2023
Buch
Hardcover
172 Seiten
978-3-946972-73-0 (ISBN)
25,00 €inkl. 7% MwSt.
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Der allgegenwärtige Tod, ein Anlass, das Leben zu lieben? - Der slowenische Autor Boris Pahor, der fünfzehn Monate in fünf verschiedenen Konzentrationslagern überlebt hatte, ist kürzlich im Alter von 108 Jahren (!) verstorben. Sein weltweit bekanntes Meisterwerk »Nekropolis« (ursprünglich veröff entlicht 1967) wurde nun von Jurij Devetak in eine ergreifende Graphic Novel adaptiert. Seine dokumentarische Herangehensweise und sein kunstvoller Umgang mit Bild-Metaphern erzeugen lang im Gedächtnis bleibende filmische Sequenzen; Gesprächsfetzen, die Tagtraum und Bewusstseinsstrom zugleich sind. Bild- und Textebene fließen gekonnt ineinandern und schildern so eindrücklich die Zerrissenheit eines slowenischen Widerstandskämpfers angesichts seiner grausamen Erfahrungen während des 2. Weltkriegs und seiner späteren Erinnerungsversuche als Holocaust-Überlebender bei der Wiederbegehung der Orte seines Schreckens. Trotz der Düsterheit erstaunt, die dieser Graphic Novel innewohnende Lebenskraft , die bei aller Hoffnungslosigkeit auch von Menschlichkeit und Solidarität im Ausweglosen zeugt.
Jurij Devetak (*1997) ist Illustrator und Comiczeichner. Er wurde in Triest geboren. 2020 machte er seinen Abschluss an der Scuola Intenazionale di Comics in Padua. Er lebt und arbeitet in Nabrezina.
Boris Pahor (1913-2022) war ein slowenischer Schriftsteller, der vor allem für seine herzlichen Beschreibungen des Lebens bekannt wurde. Als Mitglied der slowenischen Minderheit im vor dem Zweiten Weltkrieg zunehmend faschistischen Italien wurde er in Konzentrationslagern inhaft iert. Er überlebte den Nazi-Terror, und wurde zum meistübersetzten slowenischsprachigen Autor.
Barbara Anderlic, geboren 1984 in Ljubljana, studierte Translationswissenschaft am Grazer ITAT. 2014 erhielt sie für das Stück Von Schablonen und Romanfiguren den exil-DramatikerInnenpreis der Wiener Wortstaetten. 2015 gewann sie mit A Continental Divide den ITI Global Playwriting Contest. Als Übersetzerin nahm sie an mehreren Werkstätten teil, u.a. in Berlin (LCB), Straelen (EÜK) und Avignon (Theater-Transfer). 2021 erschien Samira Kentrics Balkanalien: Erwachsenwerden in Zeiten des Umbruchs in ihrer Übersetzung bei Jacoby/Stuart. Als Dolmetscherin durfte Anderlic u.a. Graciela Iturbide und Mojca Kumerdej ihre Stimme leihen. 2012 war sie Mitglied der Standard-Publikumsjury bei der Viennale.