Indigene Sprachen in der Bildung

Der Eigensinn der Bildungspraxis gegenüber Bildungspolitik und Forschung am Beispiel von Burkina Faso
 
 
Waxmann (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erscheint ca. im Mai 2020
 
  • Buch
  • |
  • Softcover
  • |
  • 338 Seiten
978-3-8309-4166-8 (ISBN)
 
Die Frage nach der Wahl der Unterrichtssprache sowohl in Migrationsgesellschaften wie der deutschen als auch in Ländern, deren Multilingualität unter anderem kolonialhistorische Wurzeln hat, wird in Erziehungswissenschaft und Bildungspolitik international seit Jahrzehnten viel diskutiert. Dabei fallen u. a. Argumente, die die Profitabilität nationaler Bildungssysteme betreffen, die Marginalisierung von Sprachen einbeziehen oder die Demokratisierung kollektiver Mentalitäten fordern. Deutlich wird: Die Debatte ist hochgradig normativ und politisch aufgeladen. Inwiefern sich der Diskurs in der praktischen Umsetzung im Bildungswesen einerseits und in den subjektiven Wahrnehmungen von Bildungsakteuren andererseits wiederfindet, untersucht die Autorin am Beispiel von Burkina Faso. Dabei liegt der Fokus nicht allein auf dem nationalen formalen Bildungssystem, sondern die Studie bezieht die Bereiche non-formaler und informeller Bildung gleichermaßen mit ein. Dadurch entsteht eine multiperspektivische Momentaufnahme, deren Rezeption auch für Gestaltende von Unterricht in anderen multilingualen Settings aufschlussreich sein kann.
  • Dissertationsschrift
  • |
  • 2019
  • |
  • Ruhr-Universität Bochum
  • Deutsch
  • Deutschland
  • Neue Ausgabe
  • Höhe: 210 mm
  • |
  • Breite: 148 mm
978-3-8309-4166-8 (9783830941668)
Melanie David-Erb studierte Germanistik, Philosopohie und ev. Theologie an der Universität Münster und an der Université Lumière Lyon II. Sie schloss ihr Studium 2010 mit dem Ersten Staatsexamen und dem Magister Artium ab. Im Anschluss arbeitete sie für drei Jahre als DAAD-Lektorin an der Université de Ouagadougou, Burkina Faso. Seit 2014 lehrt und forscht sie am Lehrstuhl für Mehrsprachigkeit und Bildung an der Universität Münster. Ihre Forschungsschwerpunkte bewegen sich in den Bereichen von Migration und Bildung, Sprache und Bildungsgerechtigkeit.

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